Nachdem ich kurz hintereinander alle Grisham-Romane gelesen habe - glaube ich auch wie viele meiner Vorredner, dass es einer seiner schlechtesten Romane ist. Die Geschichte, um eine junge Studentin, die mit Ihrer Recherche den Mord an zwei Supreme Court Richtern aufdeckt und dabei in politische Fallstricke gerät ist an sich nicht schlecht und ich habe mich auch dabei ertappt, dass ich den für Grisham typischen Redefluss hineingezogen wurde - aber irgendetwas fehlt. Nach langem Überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man bei Grisham jetzt eine gewisse Sättigung erreicht hat. Anders als andere Bestseller - Autoren, die sich immer wieder neue Orte bzw. grundsätzliche andere Geschichten erzählen (siehe Ken Follet, der nach langer Zeit sich wieder einmal seinem Ursprungsthema Spionage im zweiten Weltkrieg zugewandt hat) ist die Abfolge bei Grisham relativ gleich. Die Romane spielen immer im Süden der USA und immer ein juristisches Umfeld. Das diesmal eine politische Note mit integriert wurde spielt da eigentlich keine Rolle. Zwar fühl man sich in den Büchern von Grisham „wie zu Hause", aber nach einiger Zeit merkt man, dass die Erinnerung an die einzelnen Romane langsam zu verschwimmen beginnt. Es fehlen einem neue Anreize bzw. Überraschungseffekte. Da hilft es auch nicht mehr, dass Grisham einen sehr lockeren Sprachstil hat, der es einem das Lesen einfach gestaltet. Für jeden, der sich an der gesamten Grishamthematik noch nicht leidgelesen hat ist dieses Buch mit Sicherheit ein Gewinn, da man in gewohnter Qualität unterhalten wird.