Hanoi, aus dem Ländle der Spätzle und der automobilen Rentenversicherung kommt gleich anfang des jungen Jahres 2004 der metallische Hammer auf uns herab. Der vierte Longplayer von den Farmer Boys belehrt wohl allen Ami-Nu-Metals eines Besseren. Das derart theatralische und gänsehauterzeugende Gefühl läßt einen nicht mehr los. Schon auf dem Vorgänger "The World Is Ours" (ja, nicht nur den Amis!) kam diese Atmosphäre auf. Die beiden Vorgänger "Til' the cows come home" und "Countrified" klangen da etwas erdenständiger, wo der Name der Band wohl auch seinen Ursprung hat. Fliegende Schweine gabs zwar auch schon bei Pink Floyd, aber nicht mit diesem Antrieb. Jedenfalls hat "The Other Side" weniger mit Gemüseanbau und Viehzucht zu tun, sondern mit Rock und Charisma, den sich manche Band aus Übersee gerne wünscht. Es gibt gewiss auch Melodien und Passagen, die man hier und dort mal gehört hat, es gibt aber auch nur eine begrenzte Anzahl von Musiknoten, die auch Metallica und andere Bands nicht erweitern konnten. Wäre diese Scheibe unter Amiflagge erschienen, wären die Charts und MTV schon gesichert. So haben es die Jungs aus Good Old Germany (und Sonstwoher)wieder mal schwerer, ihre musikalische Überlegenheit der Welt zu offenbaren.
Wer die Bauernjungen aus dem Schwabwenland hier zum ersten mal akkustisch wahrnimmt, sollte sich auch die Vorgänger zu Gemüte führen. Keep on rockin' , in Germany and all over the world!! KAUFEN!