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The Originals - Fontane di Roma - Pini di Roma / Antiche Danze ed Arie - Suite III
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Um die Jahreswende 1977/78 hat Herbert von Karajan mit den Berliner Philharmonikern Respighis Tondichtungen "Fontane di Roma" und "Pini di Roma" eingespielt, in herrlich entspannten Aufführungen, die den Klangcharakter dieser Musik wunderbar eingefangen haben. Vielleicht arbeitet der Dirigent die filigranen Farbziselierungen nicht ganz so sehr heraus, wie mancher sich das wünschen mag, aber zu sagen, er habe hier einen "Klangbrei" hergestellt, wie mancherorts nach Erscheinen der Original-LP zu lesen war, scheint mir schon eine ziemlich böswillige Übertreibung. Ich finde jedenfalls, daß man diese Musik in Karajans Darstellung ganz entspannt genießen kann. In den Pinien von Rom, dritter Teil, ist allerdings statt der vorgesehenen Nachtigall der Gesang einer Amsel vom Tonband eingespielt worden. Aber auch die singt betörend schön. Die dritte Suite aus den "Antique Dances", nur für Streicher, ist auch hervorragend eingefangen worden. Großes Kompliment an alle Mitwirkenden!
Für mich ist allerdings ein anderes Stück dieser CD der eindeutige Höhepunkt: Luigi Boccherinis selten zu hörendes Quintettino (Aufzug der militärischen Nachtwache in Madrid). So tonschön und schlackenlos ist das kleine Tongemälde nirgends sonst zu hören. Es wurde in entspannter sommerlicher Ferienatmosphäre 1969 in der Französischen Kirche in St. Moritz aufgenommen, und ich gestehe gerne, daß diese sicherlich nicht sehr bedeutende Musik in einer solch großartigen Darbietung mich immer wieder fesselt und erfreut. Zehn Minuten reinster Genuß! Dasselbe gilt von Tomaso Albinonis "Adagio" in der Bearbeitung von Giazotto. Das ausgelutschte, abgedroschene Stück, in Warenhäusern oft zur Verkaufsförderung als Hintergrundmusik mißbraucht, erklingt hier in so makelloser Schönheit und Reinheit, daß man glauben könnte, es zum erstenmal zu hören. Wolfgang Meyer begleitet dezent an der Orgel, und nur ein Snob kann diese Art der Darbietung morbid oder sogar widerlich finden, wie gleichfalls in manchen zeitgenössischen Kritiken zu lesen stand. Jedenfalls kann sich keine andere mir bekannte Aufnahme dieses Stückes mit Karajans von großem Ernst getragener, lupenreiner Auffassung messen.
Die Klangqualität der CD ist nach neuer Überspielung durch das "Original-Image Bit-Prozessing" der DGG tadelsfrei, das beigesteuerte Textheft von hohem Informationswert. Eine sehr schöne Ausgabe in der "Originals"-Serie.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Mai 2007
Jeder, der der Meinung ist, Karajan habe Zeit seines Lebens nur marmorierten, oberflächlichen Schönklang dirigiert, der sollte sich unbedingt diese Aufnahme zulegen. Karajan und die Berliner Philharmoniker entwerfen hier Klangfarben, die man in anderen Aufnahmen nicht einmal erahnen kann. Das ganze ist ein unglaublich faszinierendes Klanggemälde, an manchen Stellen sprühen nur so die impressionistischen Klangreigen heraus(Fontana di Trevi), an anderen ergibt sich ein zutiefst inniges und ergreifendes Klangbild.Ganz besonders gelungen sind die vier Sätze der "Pinien von Rom". In "Pinien bei der Katakombe" lässt Karajan die langsam aufkommende Ekstase in den Streichern noch sehr wohl dosiert erklingen, erst nach dem meditativen "Pinien auf dem Janiculum" lässt er in "Pinien der Via Appia" ein absolut nicht mehr zu überbietendes Klangspektakel inszinieren, das einem geradezu aus den Socken haut. In einem Wort; hier wird mit größter Umsicht und Perfektion musiziert, dies sind absolut einmalige Aufnahmen, deren Wert mit Geld kaum aufzuwiegen ist. Die Berliner Philharmoniker schaffen hier eine Gratwanderung, die eigentlich unmöglich erscheint; zum einen entfalten sie kaum überschaubare Klangteppiche, zum anderen aber spielen sie mit unglaublicher Genauigkeit und Klangpracht, wie es kein anderes Spitzenorchester je vermochte.
Die Klangqualität hier ist hervorragend. Die CD ist randvoll mit Musik (zusätzlich Boccherini und Albinoni) und eigentlich fast zu billig.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. März 2004
Glitzernde Tropfen am Brunnen in Valle Giulia am Morgen, hoch schießende Fontänen am Tritonenbrunnen, brütende Hitze am Trevibrunnen: das sind Stimmungen, denen der Italiener Ottorino Respighi Anfang des 20. Jahrhunderts ein seiner Tondichtung „Fontane di Roma" ein ewiges Denkmal gesetzt hat. Und kaum einem anderen Dirigenten ist es gelungen, diese filigranen, farbigen, klangmächtigen Gemälde aus Tönen spannungsvoller umzusetzen, als Herbert von Karajan. Dieser zeigt sich in dieser Aufnahme, die auch noch die herrliche Tondichtung „Pini die Roma" enthält, zweierlei: 1) wie nahe er selbst der Klangästhetik Respighis steht und 2) wie viel Italien man mittels der Musik transportieren kann. Denn jeder, der an einem brütend heißen italienischen Sommertag in der Stadt einmal das kühlende Nass eines Brunnens oder den Schatten von Pinien gesucht hat, wird beim Hören dieser Einspielung das Gefühl haben, diese Musik schon einmal am eignen Körper erfahren zu haben. Und so gelingt Karajan und den Berliner Philharmonikern mit dieser Einspielung etwas ganz Besonderes, nämlich den in der Musik gefangenen Wahrheitsgehalt wieder zurück in die sinnlich erfahrbare Realität zu transportieren. Wer dies erleben einmal erleben will, dem sei diese Einspielung ans Herz gelegt
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Februar 2014
Eigentlich gehöre ich zur Fraktion der Beethoven-Brahms-Bruckner, ja inzwischen auch Wagner-Hörer. Auf der Suche nach (für mich) Neuem im Radio auf Fontane die Roma gestoßen. Interesse war geweckt. Karajan ist da als Einstieg das Richtige, vermutete ich: Richtig. Ich hör mich rein, es fiel nicht schwer. Da ich sonst keine Vergleiche habe: 4 Sterne. Man muß sich das Türchen offen halten, evtl. gibts da noch eine Interpretation, die einen im Vergleich vom Sockel haut. Für die brauch ich dann vielleicht das fehlende *
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. November 2014
obwohl ich pini gianicolo sanftere spiele vom new yorker vorziehe, doch berliner unter karajan spielt via appia deutlich nah zu den
marsch gefühl vom römischen truppen über steinerne straße vom via appia.

shinonome
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