The Opposite Side Of The Sea
 
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The Opposite Side Of The Sea

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  Song Länge Preis    
  1. Her Morning Elegance 3:36 Nicht verfügbar  
  2. The Man Who Isn't There 3:35 Nicht verfügbar  
  3. The Opposite Side of the Sea 3:15 Nicht verfügbar  
  4. Locked in a Room 4:41 Nicht verfügbar  
  5. Ruby Rises 3:32 Nicht verfügbar  
  6. A Dream Within A Dream 3:38 Nicht verfügbar  
  7. Trouble Don't Rhyme 3:13 Nicht verfügbar  
  8. A Short Goodbye 3:25 Nicht verfügbar  
  9. Don't Let Your Hair Grow Too Long 2:20 Nicht verfügbar  
10. Blue Smile 3:45 Nicht verfügbar  
11. Unhidden Track: A Quarter Past Wonderful 2:13 Nicht verfügbar  
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk zum Einstand 11. Februar 2007
Format:Audio CD
Bisher ist Oren Lavie nur als Theaterschriftsteller und Regisseur in Erscheinung getreten. Es ist daher kaum verwunderlich, dass bei der ersten Begegnung mit seiner CD die kunstvollen Texte auffallen. Hier sind die "Lyrics" endlich wieder einmal Lyrik ...

Aber das Streben nach Perfektion hört damit nicht auf; ich habe schon lange keine CD mehr gehört, auf der Melodie, Harmonik und Arrangement so vollkommen ausgearbeitet sind. Als Komponist und Produzent gibt das Booklet nur Oren Lavie selbst an, deswegen geht alles Lob an ihn. Hier ist mal ein Pop-Musiker, der schon bei seinem Debut weiß, was er tut und was er will.

Vielleicht haben das auch die Produzenten gespürt, die für Pro7 die Serie "Verrückt nach Clara" realisiert haben, und den ersten Song der CD ("Her Morning Elegance") als Titelmusik auswählten.

Die Kompositionen sind einfach und komplex zugleich, was immer ein gutes Fundament für Dauerbrenner ist. Akustische Instrumente überwiegen neben Gitarre und Klavier; vom Streichquartett bis zum Bandoneon reicht das Spektrum. Elektronische Klänge sind so eingebettet, dass sie kaum als solche wahrnehmbar sind ("Ruby Rises at Dawn"). Schlagzeug und Perkussion werden sehr sparsam eingesetzt; zum Abtanzen findet man hier nichts.

Dafür bekommt man das Gefühl, die Musik entstünde im eigenen Wohnzimmer. Die Mischung mit kleinem Raumklang (wie bei den späten Songs der Beatles) macht das Hörerlebnis sehr persönlich und unmittelbar. Angedeutete Melancholie ufert nie aus, Wohlklänge werden nie kitschig.

Was des Sängers Stimme angeht, muss sich jeder selbst ein Urteil bilden; auf jeden Fall fügt sie sich perfekt in das Gesamtkonzept von Text und Musik ein. Es gibt mehrstimmige Arrangements, die Tränen in die Augen von Crosby, Stills, Nash und möglicherweise auch Young treiben ("Blue Smile"); andere Songs sollten Chris Rea hellhörig machen (z.B. der Titelsong).

Die Aufmachung des Albums ist gelungen, die Gestaltung schnörkellos und klar; die Songtexte sind komplett abgedruckt. (Es macht sich - nebenbei gesagt - gut als Geschenk an Leute, die man mag ...)

Es ist kaum möglich, die Musik in eine Kategorie einzuordnen, und das ist gut so. Selbst eine grobe Klassifizierung als "Folk-Pop" oder "Liedermacher" kann nicht überzeugen; die Vielfalt ist größer, die Arrangements reicher. Andere Hörer haben den Vergleich mit Norah Jones ins Spiel gebracht. Aber bei Oren Lavie ist mehr zu entdecken, interessantere Melodien, größere Vielfalt. Er gewinnt die Aufmerksamkeit bereits beim ersten Hören, verführt zum Gebrauch der Wiederholtaste, und hinterläßt mitsummende 'Abhängige'. Seit dem "White Album" der Beatles habe ich keine Scheibe mehr so oft gehört, und das, obwohl ich beruflich viel mit Musik zu tun habe.

Meine (ganz private) Meinung: es gibt aktuell keine bessere CD. Punkt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit...
Ähnlich poetisch und inhaltlich zutreffend, könnte man das Album von Oren Lavie beschreiben, der mit "Opposite Side of the Sea" ein kleines, sehr feines Meisterwerk geschaffen hat
und der hiermit einen Soundtrack liefert, der beim gemütlichen Sonntagmorgen-Frühstück ebenso seinen Charme verbreitet, wie zum Tee am späten Nachmittag,
der aber ebenso passend am Abend, zum Gläschen Wein, sein edles Aroma verströmen kann...
"Opposite Side of the Sea" ist eine "gemütliche" Platte, die ihren Reiz in der Beständigkeit hat.
Musik, die wächst und die man nicht leid wird, von der man zur richtigen Stunde nie genug bekommt,
da sie einen einhüllt wie eine kuschelige Decke, nach einem ausgiebigen Winterspaziergang.
Als heimlicher Hit der CD ist wohl am ehesten "Her morning elegance" zu betiteln, ein Stück,
das beschwingt, wie schönes Herzklopfen und durchaus Ohrwurmcharakter besitzt - fernab von hiesigem Radiofutter. Edel, aber nicht elitär...
"Trouble don`t rhyme" ist ebenfalls ein wunderbarer, lohnender Anspieltipp, der auch gleichzeitig einen typischen Eindruck dessen vermittelt, mit welchen Zutaten Lavie auf seinem Erstling kocht.
Unaufgeregt, entspannt, gekonnt, ausgetüftelt und alles andere als langweilig klingt dann auch das Gesamtpaket.
Musik, die hier und da schon mal kleine Seelenbeben verursachen kann und die beinahe beiläufig verkündet, daß manchmal eben doch die kleinste Welt die größte ist,
da man sich in ihr aufgehoben fühlen kann.
Auch bei den Texten lohnt es sich, genauer hinzuhören, oder sie nachzulesen,
was mit dem beigefügten Booklet, mit seinen wunderschönen Fotos nochmal extra Spaß macht!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heino Walter VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Oren Lavie ist ein Amerikaner mit israelischer Herkunft, geboren 1976, der zur Zeit in Berlin lebt. Mit "The Opposite Side of the Sea" präsentiert er sein Debutalbum. Bei ihm kommt man an dem überstrapazierten Nick Drake-Vergleich nicht vorbei. Oren Lavie benutzt die gleiche Phrasierung wie der große Meister der Melancholie. Er dehnt häufig die letzten Wörter eines Satzes, lässt sie mit seiner warmen Stimme sanft fließend ausklingen, nimmt damit den Druck aus den Tönen und haucht ihnen dadurch eine gehörige Portion Romantik ein. Lavies Lieder sind nachdenklich, aber nicht depressiv. Er arbeitet stets aparte, gediegene Ideen ein, variiert geschickt das Tempo und schreibt Melodien mit überraschenden Wendungen. Oren Lavie singt unaufdringlich, aber mit Wiedererkennungswert und spielt Gitarre und Piano selbst. 3 Jahre hat er an dem Album gearbeitet, deshalb klingt es auch nicht wie ein Erstlingswerk, sondern eher altersweise. Der Opener "Her morning elegance" hilft seine Miete zu zahlen, denn er wurde als Titelmusik für die PRO 7 Serie "Verrückt nach Clara" verwendet. Das beschwingte Stück wird durch ein zurückgenommenes funkiges E-Piano, hingetupfte Vibraphoneinlagen, ein mit Besen bearbeitetes Schlagzeug und gelegentliche wohlige Cello-Parts geprägt. Der 2. Song "The man who isn`t there" ist eine Piano-Ballade, die durch Cellos unterstützt wird. Die Vision von der Auferstehung von Nick Drake ist hier gespenstisch nah. Das Titelstück kommt mit relativ harsch gespielten Cellos als Untermalung aus. Fast mantramäßig wird der Songtitel in den Text eingebaut, was die hypnotische Wirkung des Liedes verstärkt. "Locked in a way" ist eindringlicher Kammer-Folk. Bei "Ruby rises" kommt einem zunächst "Strawberry Fields Forever" in den Sinn, das Lied mutiert dann aber zu einer erhabenen Ballade. "A dream within a dream" hat die Harmonie einer David Crosby-Komposition, würde aber auch auf "Scott 4" von Scott Walker passen. Die Assoziationen schlagen Purzelbäume. Qualitativ fällt auch "Trouble don`t rhyme" nicht ab, eine weitere intensive Ballade mit dezentem Rauschen im Hintergrund. Wieder so eine charmante Idee, die den Liedern den Glanz des Besonderen verleihen. "A short goodbye" ist ein kleines Intermezzo in Moll. Auf "Caroline no" von "Pet Sounds" beklagt sich Brian Wilson darüber, dass sich seine Liebste die Haare abgeschnitten und dadurch an Weiblichkeit verloren hat. Hier bittet Oren Lavie: "Don`t let your hair grow too long" und begleitet sich dabei auf dem Piano und fügt eine geschmackvolle Cellountermalung ein. Oren war lange Zeit Theaterautor. Er hat wohl deshalb ein feines Gespür für Emotionen entwickelt. "Bei Blue Smile" nimmt einen der Harmoniegesang gefangen. Titel 11 heißt "Quarter past wonderful" und ist als "Unhidden Track" tituliert. Wahrscheinlich, weil sich der Tango-Rhythmus des Liedes nicht in das Gefüge der anderen Werke anschmiegt.

Fazit: Das Album ist rundum gelungen und man darf gespannt sein, ob der Künstler dieses Niveau weiter halten kann - dann wird er vielleicht wirklich ein Anwärter auf die Nick Drake-Nachfolge.
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