Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit...
Ähnlich poetisch und inhaltlich zutreffend, könnte man das Album von Oren Lavie beschreiben, der mit "Opposite Side of the Sea" ein kleines, sehr feines Meisterwerk geschaffen hat
und der hiermit einen Soundtrack liefert, der beim gemütlichen Sonntagmorgen-Frühstück ebenso seinen Charme verbreitet, wie zum Tee am späten Nachmittag,
der aber ebenso passend am Abend, zum Gläschen Wein, sein edles Aroma verströmen kann...
"Opposite Side of the Sea" ist eine "gemütliche" Platte, die ihren Reiz in der Beständigkeit hat.
Musik, die wächst und die man nicht leid wird, von der man zur richtigen Stunde nie genug bekommt,
da sie einen einhüllt wie eine kuschelige Decke, nach einem ausgiebigen Winterspaziergang.
Als heimlicher Hit der CD ist wohl am ehesten "Her morning elegance" zu betiteln, ein Stück,
das beschwingt, wie schönes Herzklopfen und durchaus Ohrwurmcharakter besitzt - fernab von hiesigem Radiofutter. Edel, aber nicht elitär...
"Trouble don`t rhyme" ist ebenfalls ein wunderbarer, lohnender Anspieltipp, der auch gleichzeitig einen typischen Eindruck dessen vermittelt, mit welchen Zutaten Lavie auf seinem Erstling kocht.
Unaufgeregt, entspannt, gekonnt, ausgetüftelt und alles andere als langweilig klingt dann auch das Gesamtpaket.
Musik, die hier und da schon mal kleine Seelenbeben verursachen kann und die beinahe beiläufig verkündet, daß manchmal eben doch die kleinste Welt die größte ist,
da man sich in ihr aufgehoben fühlen kann.
Auch bei den Texten lohnt es sich, genauer hinzuhören, oder sie nachzulesen,
was mit dem beigefügten Booklet, mit seinen wunderschönen Fotos nochmal extra Spaß macht!