Ich hatte bereits im Vorfeld die Möglichkeit, die neue Scheibe von John Hiatt ausgiebig hören zu können. In einer Pressemitteilung heisst es über seine neue Platte: John Hiatt und seine Tour-Band (Kenny Blevins(dr), Patrick O'Hearn(bass) und Doug Lancio(guitar)) haben einen Set eingespielt, die dem Begriff 'Garagen Rock' eine neue Bedeutung geben. Bluerose Records schreibt gar: Für uns sein bestes Album seit Ewigkeiten. Elektrisch, swampy, bluesy - Hammer!
Ich kann mich dem nur anschließen. Schwächere Songs wie auf dem Vorgänger "Same Old Man" erkenne ich auf "The Open Road" nicht. Songs schreiben kann John sowieso, dafür erhielt er auch schon jede Menge Auszeichnungen, diesmal haben er und seine Mitmusiker, allesamt erfahrene alte Hasen, das ganze auch noch super verpackt, eher spärlich instrumentiert - und bekanntlich ist weniger ja oft mehr! Mal rockig, mal baladenhaft, ein guter Schuss Blues wie bei "My Baby" und "Freight Train" - John Hiatt spannt wieder einen weiten Bogen seines Könnens und liefert eine abwechslungsreiche Scheibe ab! Aufgenommen wurde das ganze in Hiatt's eigenem Studio (ehemalige Garage - Garagen-Rock?).
Es gibt aber auch ein kleines ABER! Ein audiophiler Leckerbissen ist die CD nicht gerade, es sind auf meinen CDs sogar hörbare(!) Verzerrungen zu hören (Go Down Swingin'), was störend wirkt und heutzutage nicht mehr sein müsste (oder beabsichtigt, weil Garagen Rock?) - naja und die Verpackung deutet auf ein eher begrenztes Budget hin (einfacher Klappkarton als CD-Hülle aber immerhin ein Booklet mit den Texten). Und über John's Fähigkeiten als Produzent darf man auch geteilter Meinung sein - da muss ich dann doch einen halben Stern abziehen.