Der kürzlich verstorbene "Film-Music-Master" Jerry Goldsmith hat mit diesem Soundtrack Filmgeschichte geschrieben. Er machte mit seiner Komposition die Welt der intelligenten Horror-Filmmusik hoffähig und bekam dafür zu Recht den Oscar. (Der trotz der Fülle seine herausragender Arbeiten, ich denke nur an: The Sand Pebbles, Planet of the Apes, Patton, Papillion, The Wind and the Lion, Star Trek - The Motion Picture, Poltergeist, Lionheart, The Russia House, Basic Instinct, First Knight, L.A. Confidential, The Mummy, usw. unverständlicher Weise sein einziger blieb.)
Besonders hervorzuheben sind die herausragenden Choräle, die vor allem die düstere und schaurige Stimmung besonders gut vermitteln. Dies ist auch Goldsmith' langjährigem Orchestrator und Freund Arthur Morton zu verdanken, der einen Großteil der Chorpassagen arrangiert hat. Als Beispiel sei hier "The Dogs Attack" genannt.
Besonders zu empfehlen ist der erstmals veröffentlichte Track 6 „Broken Vows", der im Rahmen dieser Deluxe Edition Einzug in die Trackliste gefunden hat. Er stellt die Untermalung eines bevorstehenden Kirchenbesuches dar, in dem Damien einen heftigen Anfall erleidet, was durch Goldsmith in einer sich ständig an Spannung steigernder Musik umgesetzt wurde.
Die Musik an sich ist jedoch keine "leichte Kost". Filmmusikneulinge seien darauf hingewiesen das Goldsmith auf ein, wie sonst in seinen Scores üblich, eingängiges, wiederkehrendes Thema verzichtet. Statt dessen schafft er ein abwechslungsreiches und vielschichtiges Klanggebilde, in dem es zwar auch ruhige Passagen wie ein lyrisches Liebesthema (z.B. in "The New Ambassador") gibt, jedoch sind zarte Momente eher Mangelware. Die Mehrzahl der Tracks sind eher in pulsierender, fast brutaler Art und Weise schwelgende Musik, deren präzise Wirkung im Film ebenso wenig bestritten werden kann, wie für das sich auch unabhängig vom filmischen Kontext für den Filmmusikliebhaber eröffnende Hörerlebnis. Die Klasse wird heutzutage zum Einen von den Goldsmith-Nachfolgern garnicht mehr erreicht und zum Anderen wird auch eine solche Komplexität von den Produzenten nicht mehr erwartet.
Der Score zu das Omen ist jedenfalls ein echter Klassiker und sollte daher ein Muss für jeden Filmmusikfreund sein.