Welche Nummer hat der Beat denn nun? Bei den Teichis hat er viele. Das liegt zum einen an den analogen Maschinen, die sie trommeln lassen, zum anderen am unverkrampften Musizieren. Und so gibt es recht Unterschiedliches auf dem Album zu Hören. Da wären die Kooperationen mit der Chanteuse Alice Clement, die in Französisch, Deutsch und Englisch und mit ungebremster Energie zunächst einen Fehler in der Matrix ausmacht ("Un bug"), um dann auf dem knochentrockenen "Minimal Scheißegal" den uninspirierten Berliner Minimalhype anzubatteln und letztendlich mit dem popigen "So Dance" ihrem Publlikum empfiehlt doch einfach bis zum umfallen zu tanzen. Oder das bereits auf Speicher erschienene Rave-Monster "Dance & More", daß hier mit "Karacho" noch einen großen Brüder bekommen hat. Natürlich darf auch der beigeGT Sänger Martin Haygis nicht fehlen, auch wenn er auf dem verspielt klickern und brummenden "Romy" lieber Alan Delon wäre. "Offset" zeigt, daß es auch noch viel deeper geht und der Titeltrack behauptet sehr funky und diskoesk das 606 "The Number of the Beat" sei. Doch der Beat hat auch noch ganze andere Nummern, sanfter und weniger pro Minute:"Nick" bringt den Walzer zurück in die elektronische Musik, "Whateverman" lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen und schwimmt auf dicken Beats und Bass mit Cello und Gitarre in den Wellen des Tape-Delays, "Inviolata" basiert gar auf einer Motette von Guilaume de Machaut aus dem 14 Jahrhundert. Und trotzdem passt alles zusammen...