Ein Altersheim an einem Fluß, Morgengrauen. Ein Mann rudert in einem Boot vorbei, Gänse fliegen laut schnatternd auf - beobachtet wird die Szenerie von einer alten Frau. "Darf ich Ihnen eine Geschichte vorlesen?", fragt eine Stimme. Die alte Frau wendet sich von ihrem Fenster ab, ihr Blick fällt auf einen älteren Mann, der im Türrahmen lehnt, ein abgegriffenes Buch in der Hand. Er beginnt, der alten Frau aus dem Buch vorzulesen.
Allie, reich, hübsch und schön, immer umgeben von männlichen Bewerbern und Verehrern, trifft eines Tages auf Noah, einen draufgängerischen Holzarbeiter aus der einfachen Bürgerschicht. Wagemutig hangelt er am Riesenrad und droht, sich fallen zu lassen, sollte Allie nicht mit ihm ausgehen. Allie ist entsetzt - und gleichzeitig ein wenig fasziniert. Die beiden finden in dem anderen die Liebe ihres Lebens und verbringen von nun an jeden Tag gemeinsam. Doch die Liebe steht, wie sollte es bei einer Liebe zwischen reichem Mädchen und armem Burschen auch anders sein, unter keinem guten Stern. Allies Mutter sieht in Noah keinen ehrbaren Schwiegersohn, sondern lediglich eine "Sommerliebe". Schließlich verbietet sie Allie die Beziehung zu Noah. Im Streit trennen sich die beiden.
Noah muss in den Krieg ziehen. Doch er schwört, Allie nie zu vergessen. 365 Tage lang schreibt er ihr täglich einen Brief - die Allie nie erhalten wird, denn ihre Mutter fängt sie ab. Allie findet einen neuen Mann, einen Reichen. Doch vor der Hochzeit beschließt sie, noch einmal zu Noah zu fahren. Und die Vergangenheit holt sie ein...
Der Titel "Wie ein einziger Tag" lässt einen Kitschfilm vermuten, doch dem ist auf keinen Fall so. Wunderbar wie ein Märchen wird hier eine Geschichte von zwei Menschen erzählt, die sich fanden und liebten. Bis ins hohe Alter. Eine Liebe, die man nie vergisst. Nie vergisst? Eine Liebe, die man, auch wenn man Alzheimer hat, nie vergisst?
Die raffinierten Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart dröseln nach und nach das Geheimnis um den alten Mann und die alte Frau auf - und die Lösung rührt zu Tränen. Das hat auch mit dem Titel "Wie ein einziger Tag zu tun." Gekonnt wurde hier der Bestseller von Nicolas Sparks in Szene gesetzt, eine großartige Musik und wunderbare Naturaufnahmen untermalen das märchenartige daran. Auch die DVD-Bonsumaterialien lassen nicht zu wünschen übrig, ein interessantes Interview mit dem Autor bietet Einblicke in seine Biografie.
Ein sehr realistischer, unter die Haut gehender Film, der aus dem Leben gegriffen zu sein scheint - seit "Stadt der Engel" wieder einmal ein Liebesfilm ohne rosa Wölkchen und Schmalz.