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Ich finde diese CD ist die Beste von Hooverphonic, und dies gerade auch wegen der neuen Sängerin. Ich habe Hooverphonic mehrfach "live" gesehen und muss sagen, die Band ist live genausogut wie auf ihrer Studio-CD. Es ist nur schade, dass sie in Deutschland wenig bekannt ist.
So viel vorab: Mit den frühen Werken von Hooverphonic hat dieses Album eigentlich nichts mehr gemein, wenn man mal von Komponist und Arrangeur absieht - das ändert aber nichts an der Qualität der Platte.
Nach dem Weggang der langjährigen Sängerin Geike Arnaert haben Hooverphonic mit Noémie Wolfs eine wirklich gute neue Sängerin gefunden, die glücklicherweise keine Kopie von Geike sein möchte, sondern ihre eigenen Qualitäten in den Vordergrund stellen darf. Die Stücke des Albums wirken auch wie für sie gemacht. Weder an der Produktion, noch an der Qualität der Musik gibt es irgendetwas auszusetzen.
Wer ein wirklich gutes Pop-Album kaufen möchte ist mit "The Night Before" gut beraten. Wer TripHop haben möchte, der sollte sich lieber doch nach etwas Anderem umsehen oder die frühen Hooverphonicaufnahmen wieder hervorziehen.
Wie üblich Perfekt produziert. Typischer Hooverphonic-Sound mit leichtem sixties- und Trip-Hop-touch, aber wesentlich getragener als auf ihren bisherigen Alben. Obwohl der Longplayer nicht schlecht klingt fehlt meiner Meinung nach das gewisse Etwas. Liegt vielleicht auch daran, dass Hooverphonic nun eine neue Sängerin (Noémie Wolfs) hat. Geike Arnaert verließ die Band 2008 nach Erscheinen des vorherigen Albums "The President Of The LSD Golf Club" und brachte meinem Empfinden nach mit ihrem Gesang mehr Variation in das Repertuar der Band. Ich halte eigentlich nichts davon wenn Bands ihren Sänger, ihre Sängerin auswechseln und unter dem gleichen Namen weitermachen als sei nichts geschehen. Erinnert Trip-Hop-Kenner irgendwie an den Werdegang von Morcheeba. Hier kehrte letztendlich die ursprüngliche Sängerin wieder. - Ganz so schlimm klingt es bei Hooverphonic nicht und es wäre falsch bei Noémie Wolfs, die ihren Job gut macht den alleinigen Grund zu suchen, aber wie schon gesagt, meiner persönlichen Meinung nach Fehlt etwas.