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Im Jahr 1607 legen drei britische Schiffe im jungfräulichen Virginia an. Kolonialisten stoßen auf Eingeborene. Unter den Neuankömmlingen befindet sich auch der Abenteurer John Smith, der bei einem Erkundungszug dem Tod ins Auge blickt und von einer namenlosen Häuptlingstochter gerettet wird. Hals über Kopf verlieben sich die beiden ineinander. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer. Denn sowohl Smiths Gefolgsleute als auch die Indianer sorgen dafür, dass nicht nur deren Liebe auf brutalste Weise zerstört wird.
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Nach "Der schmale Grat" verstört Amerikas Regie-Genie Terrence Malick nun mit einer eigenwilligen Interpretation der klassischen Pocahontas-Legende. Allerdings interessiert sich der Filmemacher weniger für die zarte (Love-)Story als den wuchtigen Aufeinanderprall der Kulturen, dokumentiert durch lyrische Bildkompositionen. Unterfordert bleibt Colin Farrell als John Smith, die Neuentdeckung Q'Orianka Kilcher gefällt als Indianermaid. Ein handwerklich makellos gestaltetes Meisterwerk, das allen Ansprüchen gerecht wird.
Blickpunkt: Film
Zelluloid-Visionär Terrence Malick entwirft sieben Jahre nach seinem meisterhaften Kriegsfilm 'Der schmale Grat' mit der ihm eigenen impressionistischen Ästhetik eine weitere esoterische Betrachtung über die Zerstörungswut der Menschheit und geht dabei zum Sündenfall zurück, als Alte erstmals auf Neue Welt trifft.
An dem Drehbuch begann Malick bereits vor 25 Jahren zu arbeiten, wobei ihm die Pocahontas-Legende als historischer Hintergrund für den tragischen Aufeinanderprall von zerstörerischer Zivilisation und unberührter Natur diente. Ausgangspunkt ist das Jahr 1607, als drei englische Schiffe im heutigen Virginia anlegen. Es folgt eine mit Humor versetzte 'Beschnupperungsszene' zwischen den Kolonialisten und den Eingeborenen sowie die Freisprechung von Captain John Smith (Colin Farrell), dem für Meuterei die Hinrichtung gedroht hatte. Wenig später blickt er bei einer Erkundungsexpedition im unbekannten Territorium erneut dem Tod ins Auge, doch diesmal wird er durch die Intervention der jungen Pocahontas (beeindruckend: Newcomerin Q'Orianka Kilcher, beim Dreh gerade 14 Jahre alt), Tochter des Königs Powatan (August Schellenberg), gerettet. Zwischen den beiden entwickelt sich durch den behutsamen Austausch ihrer Kultur und Sprache eine verspielte Freundschaft und schließlich auch eine zarte Romanze, womit das Ideal der Annäherung zwischen zwei verschiedenen Welten beschrieben wird. Doch das Idyll währt nicht lange, denn die anderen englischen Siedler und die Eingeborenen stehen in zunehmendem Konflikt miteinander, und die symbolische Vertreibung aus dem Paradies beginnt. So lebt Pocahontas von ihrem Vater verstoßen unter den Siedlern, die aus diversen niederträchtigen Charakteren bestehen, die rücksichtslos Land und Leute schänden. Dies steht in Kontrast zu den Indianern, die 'weder Habgier noch Eifersucht kennen'. Von Smith, der letztlich nicht mehr als ein arroganter Abenteurer ist, wird Pocahontas feige verlassen, indem er ihr seinen Tod vorgaukeln lässt. Pocahontas' Domestizierung ist damit jedoch nicht beendet. Sie heiratet den Engländer John Rolfe (Christian Bale) und landet schließlich sogar in London. Trotz neuer Kleidung und Umgangsformen ist sie ein unschuldiges Naturkind mit beschämend großem Herz geblieben, deren Lebensessenz in der in jeder Hinsicht kalten Umgebung langsam ausblutet.
Für Malick stellt 'The New World' den vierten Film seiner 32 Jahre umspannenden Karriere dar. Dass er ein Mann ohne Eile ist, spiegelt sich auch in seinen bedächtigen Bildkompositionen voller lyrischer Aussagekraft. Unterlegt zum wiederkehrenden Klangmotiv von Wagners 'Das Rheingold' kreiert er atemberaubende Aufnahmen unberührter Landschaften, die elegant-elegisch esoterische Einsichten in die zerbrechliche Schönheit von Mutter Natur evozieren. Im starken Kontrast dazu steht Fort James, das sich wie ein hässliches Schandmal für die grausame Ignoranz der Siedler ausnimmt. Kameramann Emmanuel Lubezki ('Sleepy Hollow') filmte dabei gänzlich mit natürlichem Licht, was in Kombination mit Wolken verhangenen Himmeln zu einer gedeckten Farbpalette führt. Neue Publikumshorizonte wird Malick mit seinem meditativen filmischen Mahnmal (trotz kurz entschlossener Kürzung von 16 Filmminuten auf dem letzten Drücker) vielleicht nicht erschließen - dafür erweisen sich auch die spärlichen Dialoge und die Voiceover aus verschiedenen Perspektiven zu sperrig - doch Freunde seiner unkonventionellen Kunst werden erneut fasziniert sein. ara.
An dem Drehbuch begann Malick bereits vor 25 Jahren zu arbeiten, wobei ihm die Pocahontas-Legende als historischer Hintergrund für den tragischen Aufeinanderprall von zerstörerischer Zivilisation und unberührter Natur diente. Ausgangspunkt ist das Jahr 1607, als drei englische Schiffe im heutigen Virginia anlegen. Es folgt eine mit Humor versetzte 'Beschnupperungsszene' zwischen den Kolonialisten und den Eingeborenen sowie die Freisprechung von Captain John Smith (Colin Farrell), dem für Meuterei die Hinrichtung gedroht hatte. Wenig später blickt er bei einer Erkundungsexpedition im unbekannten Territorium erneut dem Tod ins Auge, doch diesmal wird er durch die Intervention der jungen Pocahontas (beeindruckend: Newcomerin Q'Orianka Kilcher, beim Dreh gerade 14 Jahre alt), Tochter des Königs Powatan (August Schellenberg), gerettet. Zwischen den beiden entwickelt sich durch den behutsamen Austausch ihrer Kultur und Sprache eine verspielte Freundschaft und schließlich auch eine zarte Romanze, womit das Ideal der Annäherung zwischen zwei verschiedenen Welten beschrieben wird. Doch das Idyll währt nicht lange, denn die anderen englischen Siedler und die Eingeborenen stehen in zunehmendem Konflikt miteinander, und die symbolische Vertreibung aus dem Paradies beginnt. So lebt Pocahontas von ihrem Vater verstoßen unter den Siedlern, die aus diversen niederträchtigen Charakteren bestehen, die rücksichtslos Land und Leute schänden. Dies steht in Kontrast zu den Indianern, die 'weder Habgier noch Eifersucht kennen'. Von Smith, der letztlich nicht mehr als ein arroganter Abenteurer ist, wird Pocahontas feige verlassen, indem er ihr seinen Tod vorgaukeln lässt. Pocahontas' Domestizierung ist damit jedoch nicht beendet. Sie heiratet den Engländer John Rolfe (Christian Bale) und landet schließlich sogar in London. Trotz neuer Kleidung und Umgangsformen ist sie ein unschuldiges Naturkind mit beschämend großem Herz geblieben, deren Lebensessenz in der in jeder Hinsicht kalten Umgebung langsam ausblutet.
Für Malick stellt 'The New World' den vierten Film seiner 32 Jahre umspannenden Karriere dar. Dass er ein Mann ohne Eile ist, spiegelt sich auch in seinen bedächtigen Bildkompositionen voller lyrischer Aussagekraft. Unterlegt zum wiederkehrenden Klangmotiv von Wagners 'Das Rheingold' kreiert er atemberaubende Aufnahmen unberührter Landschaften, die elegant-elegisch esoterische Einsichten in die zerbrechliche Schönheit von Mutter Natur evozieren. Im starken Kontrast dazu steht Fort James, das sich wie ein hässliches Schandmal für die grausame Ignoranz der Siedler ausnimmt. Kameramann Emmanuel Lubezki ('Sleepy Hollow') filmte dabei gänzlich mit natürlichem Licht, was in Kombination mit Wolken verhangenen Himmeln zu einer gedeckten Farbpalette führt. Neue Publikumshorizonte wird Malick mit seinem meditativen filmischen Mahnmal (trotz kurz entschlossener Kürzung von 16 Filmminuten auf dem letzten Drücker) vielleicht nicht erschließen - dafür erweisen sich auch die spärlichen Dialoge und die Voiceover aus verschiedenen Perspektiven zu sperrig - doch Freunde seiner unkonventionellen Kunst werden erneut fasziniert sein. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Terrence Malicks in traumhaften Bildkompositionen erzählte Liebesgeschichte zwischen dem Pionier John Smith und der Indianerprinzessin Pocahontas.
Kurzbeschreibung
Im frühen 17. Jahrhundert machen sich britische Entdecker auf die Reise nach Nordamerika. In der Kolonie Virginia kommt es zum ersten Zusammentreffen der europäischen und amerikanisch-indianischen Kultur. Captain John Smith und Pocahontas, eine Prinzessin der Powhatan-Indianer, verlieben sich ineinander. Doch der anfänglichen Harmonie stehen die gegensätzlichen Traditionen beider Kulturen gegenüber - unaufhaltsame Kräfte auf beiden Seiten sorgen dafür, dass nicht nur die Liebe der beiden zum Scheitern verurteilt ist...
Produktbeschreibungen
Mit dem epischen Abenteur "The New World" erzählt Filmemacher Terrence Malick seine sehr persönliche, bildgewaltige und poetische Version der klassischen amerikanischen Pocahontas-Legende.
Im frühen 17. Jahrhundert machen sich britische Entdecker auf die Reise nach Nordamerika. In der Kolonie Virginia kommt es zum ersten Zusammentreffen der europäischen und amerikanisch-indianischen Kultur.
Captain John Smith (COLIN FARRELL) und Pocahontas (Q′ORIANKA KILCHER), eine Prinzessin der Powhatan-Indianer, verlieben sich ineinander. Doch der anfänglichen Harmonie stehen die gegensätzlichen Traditionen beider Kulturen gegenüber - unaufhaltsame Kräfte auf beiden Seiten sorgen dafür, dass nicht nur die Liebe der beiden zum Scheitern
Im frühen 17. Jahrhundert machen sich britische Entdecker auf die Reise nach Nordamerika. In der Kolonie Virginia kommt es zum ersten Zusammentreffen der europäischen und amerikanisch-indianischen Kultur.
Captain John Smith (COLIN FARRELL) und Pocahontas (Q′ORIANKA KILCHER), eine Prinzessin der Powhatan-Indianer, verlieben sich ineinander. Doch der anfänglichen Harmonie stehen die gegensätzlichen Traditionen beider Kulturen gegenüber - unaufhaltsame Kräfte auf beiden Seiten sorgen dafür, dass nicht nur die Liebe der beiden zum Scheitern