'was Mudvayne auf ihrem vierten Studioalbum bieten. Nach der erbärmlichen Best of war das gar nicht zu erwarten.
In kurz: Selbe Richtung wie 'Lost and Found' nur besser.
In lang:
Fish Out Of Water fängt für Mudvayne relativ ungewöhnlich an, schwenkt dann aber in den typischen Mudvayne Groove ab. Schon bei diesem Track merkt man, dass alte Tugenden neue Beachtung bekommen; der Bass knarzt wieder (für Standardverhältnisse zu) laut und die Drums wiederholen sich kein einziges Mal.
Do What You Do ist ein super Lied zum Autofahren. Nachdenklich, rockig und sehr groovy. Dazu noch eine wunderbare Hook und ein Doppelsolo; super.
A New Game soll wohl die Singel werden' Abgesehen davon, dass der Track etwas ZU eingängig gemacht ist, macht er Spaß. Trotzdem das Low-Light des Albums; Mudvayne sollten die Finger von Uptimebeats und Blasts lassen'
Have it Your Way klingt zunächst etwas unzugänglich, macht dann aber umso mehr Spaß. Das tolle an dem Song ist, das er viele schöne Details in dem typischen Mudvaynesound versteckt, anstatt sie dem Hörer ins Gesicht zu klatschen.
Mit A Cinderella Story schlägt das Album dann düstere Töne an (vor allem Textlich). Hier schaffen es Mudvayne wesentlich besser als auf früheren Alben Groove, Härte und Melodie in einer (Halb-) Ballade zu verbinden. Was mir hier besonders aufgefallen ist: wieder lassen Mudvayne das Lied ausfaden. Normalerweise mag ich sowas gar nicht, aber bei Mudvayne kommt das super an, denn man könnte den letzten Part immer weiterhören und will gar nicht, dass er abbricht.
The Hate in Me ist wie der Titel schon verspricht eine härtere Nummer. In Sachen Härte kein Vergleich zu Songs wie Internal Primates Forever, dafür aber ausgereifter und mehr auf den Punkt.
The Scarlett Letters ist einfach ein grandioses Lied. Hier kommt das Melodiegespür der Band raus. Perfekt auf den Punkt und durchgehend schön. Ein echter Ohrwurm. Und netterweise hat die Band nicht vergessen die für sie typischen Ecken und Kanten einzubauen, sodass der Song auch länger Spaß macht.
Dull Boy? Auf diesem Album?! Zum Glück habe ich mir die Best of doch nicht geholt, denn dies war der einzige Kaufgrund. Könnte auch auf The End of All Things to Come sein; muss jeder selbst wissen, ob das gut ist oder nicht. Mir gefällt dieser Blick zurück in die Bandentwicklung.
Same Ol` hält nicht, was der Anfang verspricht. Auf eine melodiöse Klanglandschaft folgt Sludgemetal alter Mudvayneschule. Somit passt auch der Songtitel (?). Eher Langweilig aber gut platziert; denn danach folgt mit
Never Enough eine Schmusenummer. Könnte den ein oder anderen Fan verschrecken. Ich kann es ihnen bei den schönen Melodien und dem Breakdown gegen Ende nicht übel nehmen.
We the People ist dann nochmal schönes Gebretter. Das ganze gipfelt dann in einer Albumabschließender Hook. Gut gemacht.
Insgesamt ist das Album mehr Rock als Metal, mehr straight als Math, mehr Mitsingen als Moshen. Es muss wohl jeder selbst entscheiden, was er sich von dem neuen Mudvaynealbum erwartet. 'Objektiv lässt sich festhalten, dass der Sound und die Arrangements sehr erwachsen sind. Meiner Meinung nach ihr bestes Album.