Dieses Album setzt die Meßlatte für (oriental Death)Metal verdammt hoch. Ich muss sagen, dass mein Interesse für Metal in den letzten Jahren nachgelassen hat, da ich einfach nichts interessantes neues entdecken konnte, doch mit Orphaned Land (vor allem den Scheiben "Mabool" und "The neverending way of ORwarriOR") hat sich das geändert. Metal lebt! Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Stimmungen auf diesem Album zum Ausdruck kommen. Mal feierlich, dann wieder düster; im einen Moment böse und im nächsten wieder fröhlich - die überraschenden Stimmungswechsel sorgen dafür, dass das Album selbst nach dem 50igsten Durchlauf noch interessant ist.
Und das ganze wurde auch noch perfekt produziert, was bei so vielen Intsrumenten (Metalband+Saz, Bouzouki, Flöten, Trommeln, Streicher, Keyboards, piano...) keine leichte Aufgabe ist. Unglaublich auch, wie vielseitig Kobi Fahri seine Stimme einsetzen kann und das Gitarrensolo auf "The Warrior" gehört zu den schönsten, die ich je auf einem Metalalbum gehört habe. Ich würde mal behaupten, dass dieses Album jetzt schon ein Meilenstein ist.
Insgesamt hat die Musik eine sehr positive Ausstrahlung (OR bedeutet übrigens "Licht" auf hebräisch), ohne dabei den Tiefgang zu vernachlässigen.
Orphaned Land müssten eigentlich Stadien füllen, doch für die breite Masse ist die Musik wohl doch zu intelligent... Jedenfalls auch eine sehr empfehlenswerte live-band!