ein paar landeier ziehen nach new york, nennen sich ganz frech THE NATIONAL und liefern ihr selbstbetiteltes debut im (zumindest für die USA) schicksalshaften jahr 2001 ab. eine gratwanderung - auch musikalisch.
irgendwo in alter-folk und americana-bereich ist der sound angesiedelt, drückt und sprengt aber nach außen - richtung nick cave oder tom waits. sänger matt beringer vollführt einen gewagten tanz zwischen sonorem bariton und krächzendem geheule, genial daneben steigt er in den ersten song ein und findet zusehends zu einer kräftigen stimmlage, bestens ausgeführt in "Son". die stimmung des albums gipfelt im morbiden walzer "Theory of the Crows", einem zugleich unpassenden, wie genialen song. ein gehauchtes "29 years" läutet das ende ein, "anna freud" berichtet auf kluge weise von kindern, die in die viel zu großen spuren ihrer eltern treten müssen.
kaufen!!! was gäbe es mehr zu sagen?