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90 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. August 2008
"First I was driven... Second I was brilliant. Not just your run-of-the mill brilliance either. I was extraordinary brilliant. Lastly I was lucky. Plain and simple."

Tja und sofort geht's auf in eine meiner Lieblingsdomänen in Form einer Bar, wo der geneigte Leser das zweifelhafte Vergnügen hat, von einem dermaßen unscheinbar aussehenden Barbesitzer bedient zu werden, dass man an dessen Existenz zweifeln könnte. Aber - welch' Überraschung - dahinter verbirgt sich der größte Held dieser Zeit: Kvothe, the Bloodless - Mittelpunkt zahlloser Geschichten und Legenden, die samt und sonders an der Wahrheit vorbeigehen. Zufällig stapft auch noch der größte Chronist dieser Zeit, um den sich ebenso viele qualitativ hochwertige Legenden drehen, herein und verlockt Kvothe dazu, seine Geschichte zu erzählen - Kvothe sagt zu, legt aber fest, dass seine Geschichte nicht weniger als exakt 3 Tage braucht.

Kvothe selbst ist ein überdurchschnittlich intelligenter junger Mann, der die Ermordung seiner Eltern durch einen Dämonen der Chandrian miterlebt. Danach im statischen Schockzustand überlebt er drei Jahre als Straßenjunge in einer Großstadt, aus der er nach einem Erweckungserlebnis flieht und sodann sein großes Lebensziel anpeilt: Die Universität. Er wird trotz seiner 15 Jahre aufgenommen und widmet sich in Folge den Problemen, die wohl so jeder Student hat: Lernen, Geld und Frauen. Daneben macht er sich wahre Freunde und wahre Feinde und und und....

Amüsant, spannend, mitreißend. Patrick Rothfuss hat einen wahrhaft bildgewaltigen Sprachstil, der es schafft, selbst alltägliche Tätigkeiten seines Helden spannend zu machen. Ich war völlig überrascht von dem qualitativ hochwertigen Sprachniveau, das den werten Leser bereits am Anfang mit den 3 Arten der Stille begrüßt - klingt langweilig, ist es aber nicht - da das dermaßen detailliert und eindrucksvoll beschrieben wird, dass man unwillkürlich selbst anfängt zu lauschen - und DAS nenne ich inspirierend! Vor allem die Dialoge sind derart geschliffen und humorvoll, dass neben vielen ausgefeilten Überraschungen wahre Lachexplosionen unausweichlich sind. Und nicht zuletzt hat das Buch viel Herz: So singt und spielt der Held eine romantische Ballade über zwei liebende Sagengestalten und man fühlt sich als wäre man dabei, ist emotional berührt, gelähmt und spürt die Macht der Emotionen genau so stark wie beim detailliert beschriebenen Publikum, ach was man wird derart zum Publikum, als säße man dabei.

Die Personen - maßgeblich der Held - sind sehr tiefgründig beschrieben. Da die Handlung in Form von Kvothes Lebensgeschichte, bis auf kleine Zwischenepisoden in der Bar, aus der Ich-Perspektive geschildert ist, kann man dem Helden auf einer sehr menschlichen Ebene folgen. Er ist nicht der strahlende Sieger, sondern trotz aller Intelligenz ein junger Mensch, der mit Mühe seinen Weg geht, alltägliche Probleme meistert und trotz aller Widrigkeiten nie den Mut verliert. Menschlich macht ihn vor allem ein latentes Geldproblem, was sich zu einem Kampf gegen Windmühlen entwickelt und fast schon zu sehr auf die Spitze getrieben wird. Insoweit passt auch die vielschichtige Handlung, die sich vergleichsweise langsam entwickelt und man spürt mit jedem neu aufgedecktem Detail, dass díes nur der Anfang zu etwas Größerem ist. Aus dem gelungenen Rahmen fallen allein die Passagen im Wald von Trebont heraus, die zwar sprachlich gewohnt eloquent sind, sich aber ohne wirklichen Sinn sehr sehr zäh über ein ganzes Kapitel hinziehen. Einmal überwunden wandelt das Buch aber wieder auf alten Pfaden u ein höchst faszinierendes und nicht zuletzt neugierig machendes Ende versöhnt den Leser fast mit den vorherigen Längen.

Und last but not least lernt der geneigte English-Laie hier noch unheimlich viel Vokabular dazu, selten habe ich bei einem Fantasy-Buch dermaßen viele Worte an Beschreibung statt Handlung vorbeiziehen sehen - und nicht ein Wort war verschwendet.

Fazit:

Das Buch war ein wahres Vergnügen und ich wurde fast durchgehend auf höchstem Niveau unterhalten. Da man derart stilistisch ausgefeilter und intelligenter Fantasy heutzutage viel zu selten begegnet, vergebe ich für dieses gelungene Auftaktwerk trotz der Trebontpassage die vollen 5 Sterne!

"It is not very heroic." I said dismissively. "I was expecting something with a little bit more flair." - "Well, I left my armor and my warhorse at home."
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2008
Zugegebenermaßen war ich nach den ersten paar Seiten dieses Romans ganz und gar nicht überzeugt, eine richtig gute Fantasy-Story in den Händen zu halten. Ein bäuerliches Dorf, das plötzlich von unheimlichen Wesen heimgesucht wird? Das gab's schon viel zu oft, um innovativ zu sein. Doch dann entfaltet sich die Geschichte erst richtig: Man merkt schnell, dass die Begebenheiten auf den ersten Seiten (noch) nicht zur wirklichen Handlung gehören. Viel mehr geht es um die Erinnerungen von Kvothe, eines Mannes, dessen Geschichte gar nicht spannender sein könnte und die er einen Chronisten innerhalb von 3 Tagen zu Papier bringen lässt.
Rothfuss schafft es hier gekonnt, die beiden Handlungsstränge voneinander zu trennen: Einmal das Geschehen im Wirtshaus, während die Geschichte erzählt wird und auf der anderen Seite die Geschichte selbst. Schnell bekommt man das Gefühl, wirklich eine der Personen zu sein, die der Geschichte lauschen und jedesmal, wenn Kvothe seine Erzählung unterbricht, hat man den Eindruck, tatsächlich aus der Geschichte gerissen zu werden und sich im Gasthaus wiederzufinden.
"The Name of the Wind" ist ein großartiger Auftakt und ich bin wirklich gespannt, wie sich die Geschichte um Kvothe, den "Kingkiller" noch entwickeln wird.
Somit kann ich diesen Roman auch nur wärmstens empfehlen. Jeder, der anspruchsvolle Fantasy-Literatur und Lagerfeuergeschichten liebt, wird dieses Buch ebenso schnell verschlingen, wie ich es tat (auch, wenn ich es leider nicht an nur einem Tag geschafft habe, die Zeit, die Kvothe auch zum Erzählen benötigt. Aber das kann ja nachgeholt werden, wenn die Trilogie vollständig ist...)
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42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Mai 2007
Zahlreiche Legenden umranken Kvothe, den berühmt berüchtigtsten Zauberer und Musiker aller Zeiten - Geschichten von Genius, Schönheit und Heldentum sowie Ignoranz, Verrat und abscheulichen Verbrechen.
Ein eifriger Chronist will das Gespinst aus Lügen und Wahrheit durchdringen und spürt den Zauberer in einem Provinznest auf, wo er in einer Taverne arbeitet und auf das endgültige Vergessen wartet. Nur widerwillig teilt Kvothe seine Erinnerungen. Doch manchmal müssen Helden daran erinnert werden, dass sie Helden sind und gebraucht werden.

Wer Scott Lynch, Joe Abercrombie oder Sarah Monette mag, wird von Patrick Rothfuss begeistert sein. Ich wage sogar zu behaupten, dass er qualitätsmäßig eine Stufe höher einzuschätzen ist.
Das Buch hat zwei Ebenen: die Gegenwart, in 3. Person gehalten, in der Kvothe ein gebrochener Mann ist und widerwillig seine Memoiren diktiert und Kvothe als Ich-Erzähler, der seine Kindheit als Teil einer Wandertruppe und seine Jugend an der Universität für Magie wiederauferstehen lässt. Mit bewundernswerter Leichtigkeit wechselt Rothfuss zwischen den Ebenen, weckt geschickt die Neugier des Lesers und wird, so nehme ich an, im dritten Band die Gegenwart "weiterlaufen" lassen (nach dem Motto: Memoiren als Therapieform für einen gefallenen Helden).
Während die Knochen der Geschichte altbekannt sind, ist ihre Präsentation es nicht. Sie ist voll düsteren Realismus, was durch Kvothe, einen ungewöhnlich undurchsichtigen Hauptcharakter verstärkt wird. Trotz seiner Talente ist er menschlich. Er begeht Fehler, aus Unwissenheit, Arroganz oder Unbesonnenheit (viele seiner späteren Probleme und sein schlechter Ruf gründen darin) und wird durch seine schwierigen Lebensumstände aufgehalten. TNotW ist das erste Fantasybuch, das ich gelesen habe, in dem Geldmangel ein gravierendes Dauerhindernis für den Hauptcharakter ist. Doch gerade diese Menschlichkeit macht Kvothe so sympathisch und obwohl das Buch streckenweise düster ist, wird es durch Lebensfreude gepaart mit unbändiger Wissbegier und intimen Momenten aufgehellt.
Einziger Wehmutstropfen ist, dass der Leser wenig von den aktuellen Zuständen in Kvothes Welt erfährt - es gibt allenfalls düstere Andeutungen von einem kürzlich beendeten Bürgerkrieg (an dem Kvothe mitschuld gewesen sein soll) und einer magischen (Monster-)Plage. Aber die gegenwärtige Situation steht auch nicht im Mittelpunkt des Buches, sonders Kvothes Vergangenheit und man darf sich gewiss mehr davon in Band zwei und drei erwarten.

THE NAME OF THE WIND ist auf jeder Ebene schön - inhaltlich, stilistisch, emotional. Es ist die Neuentdeckung des Jahres 2007!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2011
Ein empfehlenswerter Romen mit einem sympatischen jungen Helden, der sich schön liest.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass (mit einigen Ausnahmen) die anderen Charaktere etwas blaß bleiben: Beispielsweise Kvothes Mitstudenten an der Akademie. Was weiß man man ihren außer ihren Namen und ihrer Herkunft... Was sind ihre Ziele, ihre Wünsche, ihre Motive? Das geht in der Ego-Perspektive des Romans etwas unter. Lediglich Denna, Kvothes Schwarm besitzt m.E. etwas mehr Tiefe.
Der Roman ist dennoch kurzweilig, man langweit sich nie. Das überrascht vor allem deshalb, weil auf über 700 ENG beschriebenen Seiten verhältnismäßig wenig passiert.
Manch anderer Autor handelt da ganze Familiensagen über halbe Jahrhunderte ab. Nicht so hier.
Bei der Breite hat man kein Problem sich vorzustellen, dass der Autor problemlos 10 bis 20 Bände schreiben könnte... es sollen aber wohl nur drei werden. (Ob da das Tempo noch anzieht?)
Wen das nicht abschreckt, ruhig zugreifen. Wer mehr Aktion sucht greift besser zu einem anderen Autoren (...oder wartet auf die weiteren Bücher?).
Guter Roman, aber bestimmt nicht DER Räumer schechthin, auf den man schon IMMER gewartet hat, wie es die frenetischen Lobeshymnen am Anfang suggerieren möchten. (Werden all diese Autoren bezahlt für ihre [nicht wirklich gereichtfertigten] Superlative? Man möchte es vermuten)
Werde auf jeden Fall auch den nächsten lesen... solides Werk.

Ein Nachtrag: Bereits in diesem Werk klingt etwas an, das ich persönlich gar nicht abkann: Omnipotenz des Helden. Kann alles, weiß alles, lernt alles... quasi eine Inselbegabung mit eigenem Archipel. Offensichtlich walzt der Autor diesen (hier noch halbwegs moderaten)Aspekt im folgenden Buch noch breiter (statt ihn zurückzufahren). Das finde ich persönlich abschreckend. Man möge also einkalkulieren, dass sich die Saga in diese Richtung entwickeln wird, bevor man mit ihr beginnt.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2014
Ich habe mir "The Name of the Wind" aufgrund der vielen positiven Kundenkritiken bei Amazon gekauft - und spätestens jetzt gelernt, dass diese zumindest für mich nur bedingt hilfreich sind.

Aber der Reihe nach. Patrick Rothfuss hat mit "The Name of the Wind" ein Fantasy-Werk vorgelegt, an dem man vor allem seine sprachliche Reife loben kann. Rothfuss versteht sich auf griffige Metaphern, lebendige Beschreibungen und spart auch nicht am Wortwitz. So hat mir das Lesen dieses Buches gerade am Anfang durchaus Freude bereitet und ich bin nach wie vor der Meinung, dass man in Sachen Formulierungskünste viel von Rothfuss lernen kann.

Der gelungene Sprachstil sowie die Tatsache, dass es viele Szenen gibt, die für sich alleine genommen sehr gelungen sind, können mich aber nicht darüber hinwegtrösten, dass "The Name of the Wind" unter massiven Problemen zu leiden hat.

Da wäre die schon häufiger kritisierte Ereignislosigkeit des Buches zu nennen. Tatsächlich passiert auf etlichen der mehr als 600 eng bedruckten Seiten kaum etwas, das wirklich der Rede wert wäre. Stattdessen zieht Rothfuss ohne jedes Gespür für das Wesentliche jede noch so kleine Bagatelle unendlich in die Länge und lässt seine Charaktere dabei ohne größere Entwicklung auf der Stelle treten. Das soll nicht heißen, das nicht ab und an doch mal etwas Wichtiges oder Spannendes passiert. Doch in weiten Teilen dümpelt die Handlung nur so vor sich hin und dem relativ weit vorne in Aussicht gestellten großen Konflikt (Kvothe gegen die Chandrian) sind wir am Ende des Buches auch nicht merklich näher gekommen. Dem Helden Kvothe passieren Dinge, er erledigt Krams...und ich kann mich kaum dazu überwinden, zur nächsten Seite zu blättern.

Apropos Kvothe: Rothfuss' Protagonist ist für mich das zweite große Manko an diesem Werk, handelt es sich hierbei doch in meinen Augen um den fast schon denkbar langweiligsten Heldentypus überhaupt, nämlich den des Alleskönners. Egal ob es darum geht zu singen, zu tanzen, die Laute zu schlagen, bei gesellschaftlichen Ereignissen zu brillieren, komplizierte Währungsumrechnungen vorzunehmen, Magie zu wirken, Artefakte zu erstellen oder sonst irgendeine wahnsinnig schwere Aufgabe zu meistern, für Kvothe ist kein Ziel zu weit, keine Hürde zu hoch.

Das einzige, was ihm nicht so recht gelingen möchte, ist beim schönen Geschlecht zu landen, aber auch das liegt nur daran, dass er nicht kapiert, dass er die halbe Damenwelt durch seinen Charme und durch sein (natürlich) gutes Aussehen quasi im Vorbeigehen um den Finger wickelt. Wo andere Helden also nicht nur mit übermächtigen Gegnern, sondern auch noch mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten zu kämpfen haben (was sie irgendwie menschlich erscheinen lässt), ist Kvothe ein vor Selbstbewusstsein trotzendes Multitalent, von dem man sich nicht so recht vorstellen kann, dass ihm mal etwas nicht gelingt.

Deshalb wirken seine detailliert erörterte Geldsorgen auch stets aufgesetzt. Denn ja, er ist arm, doch was soll's? Wer alles kann, kommt schon irgendwie an Geld und sollte es mal doch nicht klappen, kann er ja immer noch zur Geldverleiherin Devi gehen (die - na klar - auch nichts gegen einen Besuch privater Natur einzuwenden hätte) und einen Kredit aufnehmen, unverschämte Zinsen hin oder her.

Negativ ankreiden muss ich Rothfuss auch, dass er Kvothe keinem ebenbürtigen Gegenspieler aussetzt. Da die Chandrian, wie gesagt, im ersten Teil noch nicht so richtig zum Zug kommen, liefert Kvothe sich einen Kleinkrieg mit dem Berufskotzbrocken Ambrose. Auch hier wird schnell langweilig, was zu Beginn noch wenigstens zu amüsieren wusste. Denn ersten ist Ambrose fürchterlich eindimensional (reich, schnöselig, nicht sonderlich intelligent und handgreiflich gegenüber Frauen) und zweitens für Kvothe natürlich auch kein ebenbürtiger Gegner. Liefern die beiden sich ein Wortgefecht, so lässt Kvothe stets elegant das rhetorische Florett durch die Luft schwirren, während Ambrose sich mit der groben Keule begnügen und praktisch jedes Mal den Kürzeren ziehen muss.

Alles in allem kann ich hier also leider nicht von einem gelungenen Buch sprechen. Für den sehr schönen Sprachstil sowie die durchaus vorhanden gelungenen Szenen vergebe ich 3 Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juni 2009
Auch wenn mir das nur schwer über die Lippen (oder die Tastatur) geht - denn eigentlich vergöttere ich The One Kingdom von Sean Russell und habe ihm ewige Treue geschworen - aber dieses Buch ist einfach unglaublich gut! Ich glaub, ich hab so ein dickes Buch noch nie so schnell durchgelesen! Die Sprache ist wunderschön - Patrick Rothfuss kann wirklich toll Geschichten erzählen. Und obwohl ich Bücher in der Ich-Perspektive eigentlich nicht mag, stört es mich hier garnicht. Es werden zwar auch viele Kleinigkeiten erzählt - schließlich beschreibt er sein ganzes Leben - trotzdem ist es die ganze Zeit über interessant. Dadurch erfährt man eben einfach alles über diesen Charakter und versteht ihn immer besser. Man hat außerdem die ganze Zeit wirklich das Gefühl, dass man bei Kvothe im Waystone Inn sitzt und er erzählt... Patrick Rothfuss schafft es vollkommen einen in den Bann zu ziehen.
Ich finde dieses Buch einfach weltklasse und es wird bei mir immer einen Ehrenplatz haben! Ich kann es kaum erwarten, bis die nächsten Teile rauskommen!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. August 2014
Before writing anything about the content: This book was published in 2007, its sequel in 2011. Now it's 2014 and the third and final book is not yet in sight. Instead, a novella is announced for this autumn. The first book moves very slowly, without any of the exciting things happening that are hinted at on the first few pages. According to reviewers that won't really change in the second book. Two whole books of "prelude" in a series intended for three books? Had I realized this before starting, I would have waited to see whether the third book ever gets published, and whether it is really the last.

I have one other problem with this book: I don't much like the hero.

A huge compliment to the author for being so good at inventing and telling his story that he got me hooked in spite of that. Because as a rule, finding someone to like is about the first prerequisite for me reading a book to the end.

In part this is certainly due to the fact that I find Kvothe, though not likeable, at least interesting. I cannot agree with those reviewers who complain about his being too perfect. I wouldn't have a problem with that - I love to indulge in a little hero worship now and then. Kvothe is physically strong and agile and intellectually brilliant, but emotionally he's anything but a super hero. I think what made me dislike him, especially at first, was that he gave me the impression of being erratic and unbalanced yet convinced of his own superiority.

As the story unfolded, dislike dimmed and interest grew. I can't imagine he'll make it to my list of favorite novel characters through the remaining books, and yet I like to follow his adventures, even though, so far, those are anything but overexciting. As mentioned, almost all the first book does is building up the background: Kvothe's childhood with an actors' troupe, the traumatic experience that changes his life and is the reason for his later search (which will - hopefully? - come to fruition in the third book), his magical and general training at the university, his early friends and enemies, his struggles to earn his living. Little of this is really exciting, but most of it is surprisingly pleasant to read.

One thing about the style: some have praised the author's excellent command of words. With that in mind, the opening scene ("silence of three parts") almost made me put away the book at once. It gave me the impression of an author trying to be extraordinarily clever and artistic, and it didn't work for me at all. If this was the excellence mentioned I could never stand it through the whole book. But luckily, most of the book is free from such "overdoses of artistry". For me the best told story is the one where most of the time you hardly notice the telling for being wrapped up in the story: a few highlights are a treat, but too much art destroys the story. And most of the book does exactly that: wrap you up in the story.

If you want a lot of action, this is not for you. If you want to be sure to get a finish for your story, better wait. But if neither of this is important to you, and you're in the mood for a well told epic fantasy story with an ambivalent hero, you might want to give it a try.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2011
Eigentlich hat dieses Buch alles was es braucht. Einen jungen gutaussehenden Helden mit dem wir von Anfang an mitfühlen können. Treue Freunde die ihm zur Seite stehen und sein Leben bereichern. Die mysteriöse Frau die auftaucht und wieder verschwindet wie es ihr passt und an die unser Held natürlich sofort (naja, zumindest beim zweiten Treffen) sein Herz verliert. Und einen Gegner wie wir ihn aus vielen anderen Romanen kennen: reich, mächtig und absolut unausstehlich.

So gestaltet sich das Buch dann auch genau so wie man es sich als erfahrener Fantasyleser erwartet. Kvothe (unser Held) zieht aus um den Tod seiner Eltern zu rächen. Zunächst muss er aber erstmal lernen wie und wo ginge das besser als an "Der Universität"? Dort trifft er seine Freunde, schlägt sich mit deren Hilfe und dank seines Verstandes immer irgendwie so durch und erreicht schließlich... aber moment mal.

Leider erreicht Kvothe nämlich genau gar nichts. Auf über 700 Seiten wird uns erzählt wie Kvothe aufwuchs, wie seine Eltern zu Tode kommen, wie er danach seinen Weg zur Universität findet (über Umwege natürlich) und dann seine Studien beginnt. Klingt vertraut? Klingt nach Harry Potter für Erwachsene? Ist es auch. Aber das macht die Geschichte ja noch lange nicht schlecht. Rothfuss hat einige grundlegende Konzepte sicherlich bei Rowling entliehen, aber die wiederrum hatte ja auch schon fleissig geklaut, so dass man da keinem richtig böse sein darf. Das alles stört nicht, was stört ist dass auch nach 250 Seiten die Geschichte nur langsam Fahrt aufnimmt und auch nach 350 ist sie noch nicht so ganz ins Rollen gekommen. Und das tut sie auch bis zum Schluss nicht. Wen das bei Tolkien schon nicht gestört hat, der wird auch Rothfuss lieben. Ich aber fand schon Der Herr der Ringe unnötig langsam in der Erzählweise, ähnlich geht es mir nun mit NOTW. 700 Seiten in denen eigentlich nichts wirklich weltbewegendes passiert plätschern unterhaltsam vor sich hin. Rothfuss kann schreiben, dass muss man ihm zugestehen, aber davon wie man eine Geschichte aufbaut und sinnvoll gestaltet hat er keine Ahnung.

The Wise Man's Fear: The Kingkiller Chronicle: Day Two (Kingkiller Chronicles), der zweite Band, ist vor kurzem erschienen und scheint die Geschichte noch weiter zu verlangsamen, wenn man den Rezensenten glauben darf. Da stellt sich dann die Frage ob es nicht sinnvoll ist zu warten bis alle Bände erschienen sind bevor man mit dem Lesen beginnt. Denn nach Band 1 hängt man mitten in der Luft und das nicht mal mit dem Gefühl, dass es sich wirklich gelohnt hat diese Vorgeschichte zu Kvothes Leben zu lesen.

Fazit: Ich musste mich oft zwingen weiter zu lesen und konnte nicht glauben, dass ich ein Buch das auf so vielen Bestsellerlisten stand so langweilig finden kann. Aber das ist eben das gute am eigenen Geschmack, der darf sich nämlich durchaus von dem der anderen unterscheiden. 3 Sterne gibt es weil so viele andere das Buch genial finden, dass ich erwarte dass es sich zu einem der Klassiker des Genres entwicklen wird, den man einfach gelesen haben muss (Ähnlich wie HdR oder Song of Fire and Ice).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Mai 2009
Mir gefällt an diesem Buch vor allem, dass es sich deutlich vom derzeitigen Fantasy-Mainstream abhebt.

Keine zehn parallelen Handlungsstränge mit je 6 Hauptcharakteren, die man nach der Hälfte des Buches nicht mehr auseinander halten kann.
Dafür eine fast altmodisch einfache Erzählstruktur mit einem Handlungsstrang in der ersten Person, der in eine Rahmenhandlung in der dritten Person eingebettet ist.

Keine seitenlangen Monologe in denen der Protagonist dem Leser seine Gedanken und gefühle erläutert.
Dafür die Sichtweise eines lebenserfahrenen Erwachsenen, der seine eigene Jugend mit einer Mischung aus Toleranz und Selbstkritik Revue passieren lässt.

Das Ganze in einer etwas altmodisch anmutenden Sprache, mit sauber ausgearbeiteten Charakteren. Endlich mal wieder ein Buch dass ich nicht aus der Hand legen mag, und wenn es bis morgens um 5 dauert bis ich es durch habe.

Einfach nur herrlich.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2011
Die Schönheit der Sprache (englische Fassung) ist zusammen mit der schön ausgearbeiteten Welt der größte Pluspunkt des Buchs.
Sehr gut gefällt mir das atmosphärische Erzählen von Geschichten am Lagerfeuer, deren Abwandlungen sowie die Legenden- und Liederwelt.
Weniger gut gefallen mir die Charaktere. Ein Alleskönner als Hauptcharakter, hmpf. Na gut.
Aber die Bösewichter (Ambrose vor allem) sind allesamt völlig unmotiviert und daher durchweg langweilig.
Die große Liebe des Helden ist wirklich überhaupt gar nicht nachvollziehbar und nervt zunächst, wird gegen Ende jedoch fast unerträglich. Gott sei Dank ist sie die meiste Zeit weit, weit weg.
Trotzdem liest sich das Buch insgesamt ungemein gut, ist unterhaltsam und zuweilen sogar witzig, daher 3 Sterne.
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