Die wichtigsten Punkte wurden durch meine Vorgänger bereits angesprochen. Ihr baut ein Filmstudio auf und investiert in neue Technologien/Erfindungen. Das Studio haltet ihr sauber und auf dem neuesten Stand der Dinge, nebenbei betreut ihr euer Personal, allen voran die Schauspieler, Regisseure und Statisten. Auch die anderen Mitarbeiter müssen bei der Stange gehalten werden. So arbeitet beispielsweise niemand an einem neuen Drehbuch, wenn ihr ihn nicht dazu befehligt. Auch ein Film macht sich nicht von selbst. Ihr nehmt dazu ein Drehbuch, ordnet dem Besetzung zu, dann gebt ihr es zum Dreh frei, wenn er schließlich fertig wird, gebt ihr ihn der Marketingateilung und schlussendlich könnt ihr ihn veröffentlichen. Wenn der Film "out" ist, müsst ihr ihn per Hand ins Archiv schieben. Klaro ist das irgendwie der Sinn des Spiels. Aber nach 50 Jahren macht ihr als Produzent noch immer die selben Aufgaben. Es gibt keine Möglichkeiten dies zu automatisieren oder vereinfachen. Die Schauspieler bekommen kaum etwas selbst auf die Reihe, sie müssen an die Hand genommen werden zum futtern, trinken, ausruhen, spielen, lernen - und jammern wenn sie nicht in der Presse gelobt werden... Irgendwann ist man dauerbeschäftigt die Schauspieler zu unterhalten und sie werden trotzdem unglücklich. Ich habe es beispielsweise nie hinbekommen einen 4-Sterne-Star zu ziehen. Daher kam ich mit meinen Auszeichnungen nicht weiter (wenn man bestimmte Ziele erreicht, gibt es Extra-Gebäude zu bauen, leider sind die aufeinander aufbauend).
Wenn man einen einzelnen Schauspieler zu sehr aufbaut werden seine Kollegen neidisch. Daher ist es nahezu unmöglich einen oder gar alle Schauspieler glücklich zu machen.
Darüber hinaus gibt es einige Fehler, bzw. Probleme auf die ich noch keine Lösung gefunden habe z.B. was passiert, wenn ein Schauspieler kündigt, während der Film gedreht wird - eine nachträgliche Besetzung scheint nicht möglich, dann wird der Film neu gedreht (merkwürdig, weil in Stuntszenen werden die Schauspieler schließlich auch ausgetauscht). Es gibt auch chronischen Personalmangel - nicht nur unter Schauspielern, da nur eine begrenzte Zahl zur Verfügung steht (und die kommen nur wenn das Studio hoch in den Charts ist - ich war Dauer-Bestes Studio und hatte immer zu wenig).
Sehr gelungen ist der interne Zeitstrahl. Die Zeit läuft und Erfindungen und Ereignisse schreiten voran. Im Jahre
69 beispielsweise sind SciFi-Filme besonders beliebt. Idealerweise sollten mit der Mondlandung SciFi-Filme released werden. Der Zeitstrahl zeigt auch die nahe Zukunft, sodass man sich auf derartive Ereignisse einstellen kann.
Ihr merkt schon wie detailverbliebt das Spiel eigentlich ist. Weiter möchte ich gar nicht ausholen, darum möchte ich nur noch eine Sache hervorheben. Die normale Wirtschaftssimulation beginnt und endet mit der Schaffung eines Geländes. Bei The Movies kann über das Spielende hinaus der Filmeditor von Nutzen sein. Der online Support für derartige Filmchen wurde leider eingestellt, aber es gibt schließlich noch weitere Clip-Portale. Jedenfalls könnt ihr innerhalb gewisser Grenzen eure eigenen Drehbücher schreiben und eigene Spielfilme drehen. Nachteilig ist, dass der normale Spielmodus deratige Handlungen nicht unterstützt (elendig lange Drehzeiten und die üblichen Producer-Probleme). Daher gibt es einen Patch, den ihr euch herunterladen könnt. Dieser erleichtert das Filmedrehen erheblich.
Fazit: Als Simulation ist The Movies sehr detailverliebt - eigentlich zu sehr detailverliebt, sodass man sich wie ein Babystitter von divenhaften Sims vorkommt. Aber trotzdem macht es unglaublich Spaß seine ersten Filmchen in die Tat umzusetzen und an den Entwicklungen des letzten Jahrhunderts teilzuhaben. Die Software um eigene Filmchen herzustellen, ist ein einzigartiger Zusatz, um seine Fantasie ohne großen Aufwand umzusetzen.
p.S.: das Drehen guter Filme ist nicht besonders lukrativ, ich drehe meist die ganz alten kurzen Filme, die strapazieren die Schauspieler nicht so sehr und bringen schnelle Erfolge - aber leider hakt das Drehbuch (Technik und Bühne) dann sehr und das Publikum verliert langsam Interesse an den Schauspielern...