Der Nachfolger zum überraus erfolgreichen Erstling von Machine Head "Burn my Eyes" ist bei weitem kein so ein "durschnittlich-gutes" Album wie oft gesagt wird. Es ist eine brachiale Breitseite, die jeder mal gehört haben sollte, der sich für modernen Metal interessiert. Es steht nur leider im Schatten des großen Vorgängers.
Ist das gerecht? Von den Songs selber überzeugt "Burn my Eyes" wohl schon noch ein bisschen mehr, doch schon bei der Produktion kann "...the more things change" weitaus besser Punkten! So ist gerade der Schlagzeug Sound um einiges besser, was aber auch daran liegen könnte, dass McClain seinem Vorgänger am Schlagzeug schon was vorraus hat.
Das Machine Head den Vorhänger is Sachen Härte übertrumpfen wollten, wird spätestens bei "struck a nerve" klar. Nach dem garstigen Opener "ten ton hammer" (den ich trotzdem für etwas überschätzt halte) und dem Live Kracher "take my scars" schießen Machine Head mit "struck a nerve" wirklich alles nieder.
Vielleicht nicht der beste, doch sicherlich der krasseste Song den die fünf bisher gebracht haben.
Danach folgen zwei etwas unnötige Songs , die aber sofort relativiert werden durch "spine" und vor allem "bay of pigs". Grade im Mittelteil groovt dieser Song einfach ohne Ende!
Danach folgt mit "violate" noch einmal ein sehr interessanter Song der grade durch seine zähe Eintönigkeit zu besticht.
Er geht nicht wirklich als "Balade" oder ähnliches durch, dafür wird gegen ende einfach nochmal so gut geschossen.
Den Abschluss bildet "Blood of the zodiac", wo Machine Head es endgültig schaffen an "i'm your god now" und "none but my own" vom Vorgänger- Album anzuschließen. Geiles mid-tempo-Intro, geile Strophen und ein nettes Wechselspiel Solo.
Insgesamt muss man sagen, dass Machine Head an manchen Stellen sehr auf ziemlich billige Riffs gesetzt haben, die nicht viel mit exorbitanten Riff-orgien wie z.B: "Old" zu tun haben, die aber trotzdem nie zu plattem Bollo-Geschrubbe á la Hatebreed werden.
Es bleibt ein fast durchweg gutes Album, auf dem Machine Head ein letztes Mal vor den insgesamt schwächeren Alben "the burning red" und "Supercharger" eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben, wieviel Eier Metal haben kann!