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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolles Adventure!, 3. April 2006
Rezension bezieht sich auf: The Moment of Silence (DVD-ROM) (Computerspiel)
Von diesem Spiel bin ich begeistert. Bisher war Black Mirror mein Favorit. Aber TMOS ist auf dem besten Weg meine Nr. 1 zu werden. Zwar ist, wie schon häufiger bemängelt, die Steuerung nicht ausgereift und Peter läuft immer mal in die entgegengesetzte Richtung. Das konnte aber angesichts der guten und spannenden Story meinen Spielspaß nicht lange trüben. Auch fand ich die Hilfefunktion zum Auffinden der Hotspots sehr praktisch, die extrem langes Herumsuchen verhinderte. Ansonsten bin ich sowieso ein Fan von Point & Click, weil ich es hasse, vor einem Spiel erst stundenlang das Handbuch studieren zu müssen, welcher Knopf jetzt was bedeutet. Was TMOS für mich so herausragend macht, ist zum einen der überaus sympatische Hauptcharakter, der mir viel tiefgründiger und "menschlicher" vorkam, als zum Beispiel Samuel Gordon aus Black Mirror. Letzteren kann ich im Vergleich nur als einen kalten Stockfisch beschreiben. Die Dialoge waren teilweise lang, aber mir wurde dabei nicht langweilig, weil dadurch die Story noch mehr Tiefgang bekam und ich keine Unterhaltung als überflüssig empfand. Bei der Unterhaltung mit Hostess Linda auf Lunar 5 musste ich sowieso dauernd lachen. Die Dame hätte eigentlich blond sein müssen (sollte jetzt keine Beleidigung sein). Überhaupt hat mich die Geschichte von Anfang an gefesselt. Ich hab mich im Fortgang der Story immer wieder dabei ertappt, daß ich schon in der Umgebung nach Spitzeln gesucht habe. Und die Online-Gespräche mit Christine hätte ich schon viel früher beendet. Genauso, wie ich den Messenger schneller weggeschmissen hätte. Natürlich gibt es auch einige Ungereimtheiten (ohne Gepäck auf Flugreise, in Alaska auf dem Jetski nur mit leichter Bekleidung usw.) aber alles in allem hat das meine Begeisterung nicht gedämpft und ich kann dieses Spiel jedem weiterempfehlen, der wie ich gerne ein spannendes Adventure ohne nervenden Zeitdruck spielt und bereit ist, sich auch auf längere Dialoge einzulassen.
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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Adventure der alten Schule, 2. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: The Moment of Silence (DVD-ROM) (Computerspiel)
The Moment of Silence erweckt beim ersten Anspielen sofort wundervolle Erinnerungen an Adventureklassiker vergangener Tage. Die Locations sind liebevoll gezeichnet und voller kleiner Details. Die Steuerung ist im klassischen Point'n'Click-Stil gehalten und bedarf eigentlich keiner Erklärung. Trotzdem ist TMOS längst nicht so farbenprächtig und witzig gestaltet, wie man das von einem The Day of the Tentacle oder vergleichbaren Titeln kennt. The Moment of Silence spielt sich erfrischend ernsthaft und baut wie ein guter Thriller die Spannung Moment für Moment immer stärker auf. Die düstere Sci-Fiction-Story des Spiels ist angelehnt an Orwells Vision eines totalen Überwachungsstaates. Das soll aber nicht heißen, dass Humor ein Fremdbegriff wäre. Das Spiel hat durchaus einen charmanten, wenn auch nicht vordergründigen Spielwitz. Im Spiel übernehmen Sie die Rolle von Peter Wright, einem Kommunikationsdesigener, der seine Frau und seinen Sohn durch einen tragischen Flugzeugabsturz verloren hat. Nach dem Unglücksfall lebt Peter planlos in den Tag hinein, doch das ändert sich schlagartig als eines Tages sein Nachbar, ein unbescholtener Bürger, von einem Sondereinsatzkommando abgeführt wird. Peter entschließt sich der Ehefrau des Nachbarn und ihrem Kind zu helfen und Nachforschungen über den unbescholtenen Ehemann anzustellen. Ohne es zu wissen verfängt sich Peter mehr und mehr in einem Netz aus Intrigen und Verschwörungen, aus dem nur Sie ihm weiterhelfen können. Grafisch ist TMOS sehr gelungen. Die Umgebungen sind sehr detailliert und mit feinen Animationen aufgelockert. Während die Hintergründe komplett in 2D gehalten sind, basieren die Charaktere des Spiels auf 3D-Polygon-Modellen. Das führt leider manchmal dazu, dass das Bild ein wenig steril wirkt. Dafür entschädigen aber die grandiosen Zwischensequenzen, die qualitativ auf dem Niveau eines Final Fantasy sind. Ein echtes Highlight des Spiels ist die äußerst aufwendige Deutsche Synchronisation. Der Hauptcharakter beispielsweise wird mit der Stimme von Manfred Lehmann ( Bruce Willis ) vertont. Seine Nachbarin Mrs. Oswald dagegen mit der dt. Stimme von Julia Roberts. Aber auch die Nebenrollen sind bis zum kleinsten Sprechpart sehr professionell besetzt. Zu gefallen weiß auch die spannende, teils dynamische Hintergrundmusik. Leider hat die gute Vertonung auch einen Haken. Aufgrund der häufigen Sprechanteile der Charaktere muss man nämlich viel Geduld mitbringen, um das sehr dialoglastige Spiel auch genießen zu können. Wenn das für Sie kein Problem darstellt und Sie ein Fable für Science-Fiction oder klassische Adventures haben, dann müssen Sie zugreifen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wechselbad der Gefühle, 26. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: The Moment of Silence (DVD-ROM) (Computerspiel)
The Moment of Silence macht es einem nicht leicht ein Urteil zu fällen. Stärken und Schwächen liegen einfach zu nah beieinander. Die Story um eine große Verschwörung ist sehr gut ausgearbeitet und sorgt für Spannung. Der Bedrückende Anfang baut sofort eine tolle Atmosphäre auf, die einen richtig in die Spielwelt reinzieht. Doch an einigen Punkten versagt dann später einfach die Logik, was für Ratlosigkeit sorgt. Damit ist vor allem - und das macht es eben so gravierend - das Verhalten unseres Protagonisten gemeint. Wenn Peter seiner Nachbarin helfen will, dann kann ich mich gut einfühlen und das ist eine Situation, die ein paar Nachforschungen rechtfertigt. Wenn er aber nur aus Mitleid für eine Frau, neben der er erst seit ein paar Tagen wohnt, plötzlich um die halbe Welt fliegt, mit Tickets, die er auch noch von seinem Chef gestohlen hat, ist das für mich nicht mehr nachvollziehbar. Warum sollte er das tun? Bis zu dem Punkt gibt es nichts an dem Fall, dass ihn persönlich so betreffen würde, um das zu rechtfertigen. Als er über seine Online-Bekanntschaft später ein Reise gewinnt, endet sein Engagement aber plötzlich. Er lässt sich zu diesem Urlaub überreden und bricht sofort auf (ohne Gepäck!). An solchen Stellen, fühlt man sich in eine Richtung gedrängt, die man gar nicht einschlagen will. Das macht sich auch bei den Rätseln bemerkbar. Die Reihenfolge der Aufgaben ist so strikt vorgeschrieben, dass es kaum Möglichkeiten zum Experimentieren gibt. Oft muss man nur alle Orte abklappern, um die nächste sinnvolle Aktion zu finden. Die Rätsel sind zwar fast immer logisch, aber auch nicht besonders reizvoll, weil es fast nur Laufwege sind. Die Suche nach der richtigen Möglichkeit ist einfach Fleißarbeit, die auch nicht gerade versüßt wird. Wo gute Adventures auf die Aktionen und Ideen des Helden immer ein Feedback (und sei es nur ein "Hmm, besser nicht") geben, herrscht hier Stille. Wenn ich ein Foto des Vermissten bei mir trage, würde ich das am liebsten jeder ansprechbaren Person zeigen. Aber gerade mal 2 Leute im ganzen Spiel lassen sich auf dieses Bild ansprechen. Bei allen anderen gibt es keine Reaktion. Nichtmal Peter nennt einen Grund es nicht zu tun. Das macht er nie. Was nicht zum starren Drehbuch gehört (was ausschließlich der "richtige Weg" ist) wird kommentarlos verweigert. Das kostet für mich wieder viel von der sonst tollen Atmosphäre. Der kommen vor allem die sehr schönen Grafiken und die meist subtile Musik zu Gute. Die Schauplätze sind durchweg schön gestaltet und die Zwischensequenzen sogar exzellent gemacht und in hoher Auflösung. Nur die Charakteranimationen wirken teils sehr hölzern. Die Stimmen sind sehr schön gewählt. Bruce Willis markante Synchronstimme wirkt nur ganz selten mal etwas lustlos. Trotzdem liegt TMoS hier weit über Durchschnitt und kann punkten. Schade, dass man in den Dialogen aber sonst keinen Einfluss aufs Spiel nehmen kann. Man muss einfach brav alle Optionen abklicken und dazwischen sehr geduldig zuhören. Umso bedauerlicher, da das Spiel wirklich sehr Laber-lastig ist. Oft löst man durch einen Klick ein ganzes Gespräch aus, das in Extremfällen mehrere Minuten dauert. Das größte Manko ist aber die völlig vermurkste Steuerung. Gerade bei der vielen Latscherei durch sehr, sehr viele, hübsche Hintergründe ist es nervtötend wenn die "Ausgänge" aus einem Bild nicht ersichtlich sind oder Peter einfach woanders hinläuft. So muss man leider sagen, dass sich bei The Moment of Silence klare Stärken (Grafik, Sound, Verschwörungsgeschichte, filmartige Atmosphäre) und eklatante Schwächen (Steuerung, starrer Ablauf, kaum Möglichkeit zu Experimentieren, teils nicht nachvollziehbare Motivation des Helden) nahezu aufwiegen und das Spiel letztlich im Mittelmaß landet. Bei dem Potential gehört es da eigentlich nicht hin. Leider wurde zu vieles vermurkst, um in die Oberklasse zu kommen.
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