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The Moldy Peaches
 
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The Moldy Peaches

Moldy Peaches Audio CD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (29. Oktober 2001)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Rough Trade/Beggars Group (Indigo)
  • ASIN: B000059TMZ
  • Weitere Ausgaben: Vinyl
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 66.553 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Lucky number nine
2. Jorge Regula
3. What went wrong
4. Nothing came out
5. Downloading porn with Davo
6. These burgers
7. Steak for chicken
8. On top
9. Greyhound bus
10. Anyone else but you
11. Little bunny Foo Foo
12. The ballad of Helen Keller & Rip Van Winkle
13. Who's got the crack
14. Lucky charms
15. D. 2. boyfriend
16. I forgot
17. Lazy confessions
18. NYc's like Graveyard
19. Goodbye song

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gleichsam mit derselben Welle wie die Strokes an New Yorks Festland gespült wurden, gibt das unterschiedliche Duo mit seinem Debüt eine Vorstellung davon, wie dicht Genie und Wahnsinn doch beieinander liegen können. In der Mixtur aus mit Kassettenrekorder aufgezeichnetem Pantoffelpunk, Folk, Pop, Indie und elektronischen Spielereien entfalten sich spröde Liebesliedchen bis bedenklich krank klingende Klangfetzen mit Kultcharakter. Texte, die unmittelbar aus dem prallen Leben gegriffen sind, paaren sich mit einem Melodiegespür voller Hitpotenzial und einem Gesang, der teilweise derart schlecht vorgetragen daherkommt, dass er schon wieder gut ist. Das alles klingt zudem wie morgens um halb vier nach einem eher unbefriedigendem Trinkgelage entstanden.

Der von Indie beinflusste Adam Green lernte die acht Jahre ältere Kimya Dawson 1994 in einem New Yorker Plattenladen näher kennen, nach einiger Zeit der Umwerbung beschloss man auf musikalischer Ebene zusammenzuarbeiten, das Ergebnis spricht für sich. Originell, unterhaltsam, obszön und fragil -- ein Album, wie das Leben. --Felix von Vietsch

INTRO

Meine Platte des Monats, leider exakt zehn Minuten vor dem Layout der Review-Seiten ins Haus gekommen. Da bleibt nur Ignoranz gegenüber der Uhr und wildes fühlen – möge mich die Platte schnell an ihren Kern führen. Während sie das macht, gebe ich euch ein paar hardfacts mit auf den Weg in den local indie store: Kennengelernt haben sich Adam Green und Kimya Dawson in einem Café in Bedford Hills 1994. Green war damals 13 und schrieb Songs über Teenager-Ängste. Die Funken flogen aber erst richtig als Dawson im – so schnell geht das mit der Redundanz in der Besprechung – local indie store zu arbeiten begann, und Green im benachbarten Pizzaladen. Gelegenheiten en masse, sich mit Egotrip-Stories über das Abhängen mit Indiepopstars aus Olympia Washington (Kimya) und Nirvana-inspirierten Schrammelhymnen (Adam) zu belästigen und belustigen. Das war bestimmt nett, mündete aber noch nicht in einem gemeinsamen Projekt. Das startete erst als Adam auf den Vanilla Ice- und MC Hammer-Tripp kam. Von da an kannte ihr System keine Grenzen mehr: Der erste Song „Lucky Number Nine“ öffnet sofort Herzen. Wer schreit bei einem Dialog wie „Indie boys and erotic“ (Kimya) / „makes my eyes bleed“ (Adam) nicht sofort laut und rennt zur Anlage, um lauter zu drehen? Fast so geil wie anno dazumal als ich die erste Half Japanese gehört habe. Der Sound erinnert freilich erst mal an die Pixies – aber nur ganz kurz, dann übernehmen das Schepper-Schlagzeug und die angeslackten Slomo-Stimmen das Kommando. Und auch „Jorge Regula“ ist entspannt und ach so interessant. Da läuft der boy die Straße runter und singt mit der gleichen Selbstverständlichkeit von seiner Liebe zu ihr, vom Baden, vom Essen, vom Filme schauen wie von der Arbeit. Und der Clou: er singt zuerst, sie wiederholt alles. Der gute alte Kanon, hier erwischt er uns lakonisch mit zwei-Sekunden-Versatz. Am schönsten wird es, wenn beide nur ganz leise den Text hauchen – kein Wunder, dass da die letzte Zeile „Let’s get to sleep“ lautet: ja, in diesem Outfit könnte ich mir Kuschelsex ausnahmsweise vorstellen. Doch diese ruhigen Stücke sind nur eine Seite der Moldy Peaches „What went wrong“ ist beispielsweise ein hysterisches Hybrid aus Beziehungsstreit und Psychiatrie – passt ja, hängt ja auch zusammen. Und da gibt es auch Geschichten wie die vom „sucking dick for ecstasy“ oder jene vom aus der Hose hängenden Schwanz. Schon lange wurde verzerrter, kaputter Rock´n´Roll nicht mehr mit so zynisch-witzigen Texten gepaart. Hier treffen sich Doo Rag und Royal Trux. Weiteres Beispiel: „I used to be dead now I am guy“, dahingesagt während er auf der Couch rumlümmelt – für diese Zeile würde der halbe New Yorker Underground töten. Und ein letztes Beispiel – viel zu viel ist mir leider beim ersten Schnellhören (Kollege Volkmann drängt mit heißem Hauch im Nacken) nicht greifbar geworden: „we hate dancing and we hate rap“, aber wir können ordentlich rocken, denn wir sind die Moldy Peaches. Wort. Kollege Ossenkopp hat sie übrigens neulich in Rotterdam live gesehen, im Vorprogramm der Labelkollegen Strokes (siehe Artikel und Nachlese in dieser Ausgabe). Ein Bild zum Schreien, berichtet er. Die beiden saßen auf Barhockern und waren als Robin Hood (Adam) und Bunny (Kimya) verkleidet. Er schrammelte auf der akustischen Gitarre, sie rüttelte irgendwas durch die Luft – Auftrag: für Rhythmus sorgen. Die gesamte Performance lief über die Mimik – und natürlich die Musik. Ich hätte ja erwartet, dass sie wie wild über den Boden kriechen.....

Thomas Venker / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Peter-Thilo Hasler HALL OF FAME REZENSENT
Format:Audio CD
Freunde treffen sich und gründen eine Band - nichts außerordentliches, sollte man meinen. Ungewöhnlich ist, dass sie erst danach damit anfangen, Instrumente zu spielen. Dass sich das Ergebnis dennoch hören lassen kann, beweisen die Moldy Peaches, die es inzwischen sogar zur Vorgruppe der Strokes gebracht haben.

Die Musik ist beabsichtigt einfach, Kritiker nennen das Lo-Fi, sie selbst nennen es "New York Antifolk". Der Gesang erinnert an eine Schülerkombo und ist so unspektakulär, dass einem das Schmunzeln kommt. Die Texte mögen Trink-Liedern oder dadaistischen Kinderreimen entnommen worden sein, nicht selten tragen die beiden Sänger Adam Green und Kimya Dawson zwei unterschiedliche Texte gleichzeitig vor ("Steak For Chicken") oder beenden die Textzeile des jeweils anderen. Sofort kommt einem Velvet Underground in den Sinn, wo ähnliche Duette von Lou Reed und Moe Tucker praktiziert wurden.

Überhaupt die Texte - lange habe ich nicht mehr so gelacht: Ihre Lieder handeln von Mädchen, die sich gerne mit Jungs Cartoons ansehen möchten (bezeichnenderweise "Nothing Came Out" genannt), oder davon dass "My girlfriend's got a dick hanging out of her shorts" ("Downloading Porn With Davo"). Empfehlenswert für den Einstieg ist "Who's got the crack?", das es sogar an die Spitze der britischen Indie-Charts schaffte.

Moldy Peaches sind komisch, ihr Konzept ist authentisch und anarchistisch, die CD macht Spass. Was will man mehr?

War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Eines vorweg. Ja, die Musik der Moldy Peaches klingt trashig und ja, ihre Texte sind zum Teil so dümmlich, als hätten Kinder sie geschrieben. Doch bei dieser Band verkehren sich diese zwei "Kritikpunkte" in eine einzige Lobpreisung: Ihre Musik ist die beste der Welt. Mit welcher Nonchalance und Selbstsicherheit Adam Green und Kimya Dawson in „Jorge Regula“ von der Einfachheit des Lebens singen oder in „Nothing Came Out“ von dem fast kindlichen und reinen Wunsch eines Mädchens mit dem Jungen, den sie liebt, Fahrrad zu fahren und lange aufzubleiben, um Cartoons zu sehen. Doch ihre Musik wäre nicht infantil, spräche sie nicht alles aus und wäre sie nicht eine Antithese zur vorher besungenen Reinheit. Dies kulminiert in einem Song wie „Steak for Chicken“ und Textzeilen wie: „Who mistook the steak for chicken/ Whom I’m gonna stick my dick in“. Besser kann man das jugendliche Drängen nach Sexualität nicht auf den Punkt bringen. Denn egal zu welchen Schlüssen im Leben man kommt, wichtig ist nur, durch wen die eigene Lust Befriedigung findet. Herausragend auch der Song „Lazy Confessions“. Im Duett und ihre Sätze Romeo und Julia gleich ergänzend entsteht ein Werk von Beatlescher Schönheit und vor allem: Harmonie. So singt Adam Green, „I like” und Kimya Dawson ergänzt, „potatoes” und dann: „I don’t like“ – tomatoes“. Zeilen, die einfach nur dumm zu sein scheinen, doch offenbaren sie den Wunsch nach Liebe und einem simplen und glücklichen Leben. Diese Platte lässt uns an die Existenz eines solchen Lebens glauben – und dies mit (einem besonderen) Anspruch.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Garagenband mit Humor 20. August 2002
Von Peter-Thilo Hasler HALL OF FAME REZENSENT
Format:Audio CD
Freunde treffen sich und gründen eine Band - nichts außerordentliches, sollte man meinen. Ungewöhnlich ist, dass sie erst danach damit anfangen, Instrumente zu spielen. Dass sich das Ergebnis dennoch hören lassen kann, beweisen die Moldy Peaches, die es inzwischen sogar zur Vorgruppe der Strokes gebracht haben.

Die Musik ist beabsichtigt einfach, Kritiker nennen das inzwischen "Lo-Fi", sie selbst nennen es "New York Antifolk". Der Gesang erinnert an eine Schülerkombo und ist dermaßen unspektakulär, dass einem das Schmunzeln kommt. Die Texte mögen Trink-Liedern oder dadaistischen Kinderreimen entnommen worden sein, nicht selten tragen die beiden Sänger Adam Green und Kimya Dawson zwei unterschiedliche Texte gleichzeitig vor ("Steak For Chicken") oder beenden die Textzeile des jeweils anderen. Sofort kommt einem Velvet Underground in den Sinn, wo ähnliche Duette von Lou Reed und Moe Tucker praktiziert wurden.

Überhaupt die Texte - lange habe ich nicht mehr so gelacht: Ihre Lieder handeln von Mädchen, die sich gerne mit Jungs Cartoons ansehen möchten (bezeichnenderweise "Nothing Came Out" genannt), oder davon dass "My girlfriend's got a dick hanging out of her shorts" ("Downloading Porn With Davo"). Empfehlenswert für den Einstieg ist "Who's got the crack?", das es sogar an die Spitze der britischen Indie-Charts schaffte.

Moldy Peaches sind komisch, ihr Konzept ist authentisch und anarchistisch, die CD macht Spass. Was will man mehr?

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