Es war jetzt ein Geschenk, vorher kannte ich "Moriarty" noch nicht. Mit dem Namen hätte ich zuvor eher den Widersacher
Sherlock Holmes' oder den
"On-the-Road"-Charakter verbunden.
Was fiel mir an diesem 2011-er-Album "The Missing Room" auf? Das Schlagzeug ist nicht einmal immer präzise, die Gitarre simpelt ihre schlichten Einwürfe, die Abmischung reißt es auch wirklich nicht heraus (das erinnerte mich schon an die Schulband-Zeiten). Das haben TalkTalk oder Suzanne Vega bereits vor 25 Jahren oder die Beatles vor 45 Jahren souveräner und musikalischer hinbekommen.
Die Musik ist wenigstens durch den Mut zur Dissonanz interessant. Sängerin Rosemary Standley wirkt wie eine etwas melancholischere ton- und volumenärmere Joan Baez oder Emmy Lou Harris, die Melodielinien sind oft nur bluesige Bewegungen um Töne herum. Der Satz ist sparsam. Ein paar Geräusche sind hineincollagiert. Die Musikrichtung geht in Folk, Country, Blues, vielleicht auch noch Chanson. Die Texte wirkten auf mich fragmentarisch, vergeblich suchte zumindest ich Geschichten oder Impressionen. Die CD-Ausstattung beinhaltet ein in die Hülle eingeklebtes Heftchen mit so etwas wie Kunst und den Texten.
Neben der hoffentlich hilfreichen Beschreibung, so dass Sie sich eine eigene Meinung möglichst umfassend bilden können, auch mein Gefühl: meins ist dies sicher nicht, doch zweieinhalb bis drei Sterne doch noch.