Ich kann meiner Vorrednerin nur bedingt zustimmen... Viele Bands vermögen ihre Alben heutzutage mit Lückenfüllern zu stopfen und kommen damit auf Spielzeiten von weit über einer Stunde. Doch was nützt es, wenn daran, wie so oft, die Qualität leidet? Ich könnte so einige Klassiker aufzählen, deren Spielzeit noch unter einer halben Stunde liegt. Schlechter sind sie dadurch nie gewesen...
Doch das ist bei der neuen NOEKK in keinster Weise der Fall! Baldachin und Yugoth alias Schwadorf & Helm (The Vision Bleak, Empyrium etc.) setzen den eingeschlagenen, märchenhaft und romantisch verklärten, Weg unbeirrt auf "The Ministrel's Curse" fort. War "The Watersprite" noch eindeutig vom romantischen Folk Empyrium's und "The Grimalkin" vom schweren Doom beeinflusst, so lebt "The Ministrel's Curse" von seiner vordergründigen, klassischen Heavy Metal-Schlagseite und das macht das Album zum metallischsten, welches NOEKK jemals aufgenommen haben. Der Rote Faden, also die unorthodoxe NOEKK'sche Kompositionsweise sowie die Liebe zum 70's-Rock eint nach wie vor alle Alben, so auch das aktuelle Werk und macht es einmal mehr so unvergleichlich.
Die Herren Yugoth und Baldachin haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass NOEKK für sie eine musikalische Spielwiese ist, um ohne Vorbehalte experimentieren und sich ohne Zwänge verwirklichen zu können. Gerade das macht diese kindlich naive Mischung aus Folk, Metal und Rock aus.
Allen Liebhabern der ersten beiden Alben sei auch "The Ministrel's Curse" ans Herz gelegt!!! Menschen, die NOEKK noch keine Chance gegeben haben möchte ich wärmstens empfehlen, sich einmal in der Märchen- und Sagenwelt der Band zu verirren!!!