Max haust im Kellerzimmer seiner Großeltern. Sein mieser Vater sitzt im Knast, seine Mutter ist ermordet worden. Max ist ein monströser Plumpsack mit wenig Grips in der Birne, der für seine Mitschüler ein idealer Fußabtreter ist. Sein neuer Nachbar Kevin ist eine verkrüppelte Intelligenzbestie mit frechem Mundwerk, die Max Nachhilfe geben soll. Beide für sich allein genommen sind hilflose Außenseiter. Aber als Max bei einer Feuerwerksshow auf die Idee kommt, Kevin auf seine breiten Schultern zu hieven, ist ein unschlagbares Duo mit Herz, Hirn und Muckis geboren, das sich ritterliches Handeln auf die Fahne geschrieben hat und es mit dem Rest der Welt aufnehmen kann.
Mal schäumt es über vor Lebensfreude - mal drückt die Träne im Auge. "The Mighty" ist ein großes, unter der Haut wühlendes Stück Leinwandpoesie. Prominent besetzt in den Nebenrollen (Sharon Stone, Gena Rowlands, Harry Dean Stanton, Meat Loaf), glänzt die ergreifende Literaturverfilmung durch weniger populäre Namen in den Hauptrollen: Elden Henson und Kieran Culkin (der mittlere der drei schauspielernden Culkin-Brüder) agieren in ihren Rollen trotzdem so professionell, als würden sie den ganzen Tag nichts anderes machen. Wer statt der Synchronisation den noch besseren O-Ton einschaltet, merkt das relativ rasch. Beide Jungs waren 1997 (Drehbeginn) auch längst keine Neulinge vor der Kamera mehr.
Nach zwei Komödien ("Hear my Song", "Funny Bones") hatte der britische Regisseur Peter Chelsom das Genre gewechselt und gab damit sein Hollywood-Debüt. Zwar gibt es in "The Mighty" auch was zu lachen, aber der Hauptakzent liegt auf der Dramaturgie. Eine Geschichte über ein Zweckbündnis, das sich in wahre, ewige Freundschaft verwandelt.
DVD-Specials: Star Portrait, Audiokommentar, Interviews, Making Of, Romanauszüge aus der Jugendbuchvorlage, einem US-Bestseller von Rodman Philbrick, Filmmusik-Highlights (inklusive dem Sting-Clip mit dem schmissigen Soundtrack "Freak the Mighty").