Die erste Frage, die man sich stellt, nachdem man ein Folge von "The mighty boosh" gesehen hat, ist: Was war das eigentlich? Danach kommt dann: Wie erkläre ich das meinen Eltern? Natürlich nicht nur, weil die Serie völlig durchgedreht ist - und das ist sie - vor allem, weil sie so verdammt genial ist.
Auch ich bin mir noch nicht sicher, wie ich diese Comedyshow beschreiben soll, aber eines ist sie ganz bestimmt: Punk.
Hervorgegangen ist die für BBC3 produzierte Sendung aus auf der Bühne aufgeführter Comedy, auf die eine Radioshow folgte, bis es Julian Barratt und Noel Fielding in eine eigene Fernsehshow schafften. In derselben arbeiten die Tierpfleger Howard Moon und Vince Noir im Zoo "Zooniverse" (Season 1), von dem sie sich mit diversen anderen Charaktaeren, wie dem Schamanen Naboo (Michael Fielding) oder dem Gorilla Bollo (Peter Elliot und Dave Brown), auf Reisen durch Zeit und Raum begeben, die eingebettet in den Alltag des Zoos sind. Auffällig im Theaterstil gestaltet und komplett in Studios abgedreht begegnet man sprechenden Kaugummis, dem Yeti, man findet sich plötzlich im Jungel wieder und trifft sogar "the soul of jazz". Diese völlige Wahllosigkeit ist aber gerade das besondere an "the mighty boosh". Die Geschichten werden mit viel Phantasie und Liebe ins Detail erzählt, man ist unabhängig von konventionellen Erzählstrukturen und kann in jeder Sendung Tote erneut auferstehen lassen, Menschen durch eine Tür in den Jungel schicken, Zeichnungen zum Leben erwecken und umgekehrt. Gespickt mit viel Musik, Zeichnungen und vor allem Wortwitz, machen die Schauspieler um Barrett und N. Fielding "the mighty boosh" zu einem echten Erlebnis, in dem es viel zu entdecken gibt. Der einleitende Satz: "Come with us now to a journey through time and space to the world of the mighty boosh." ist hier wahrlich Programm.
Also auf! Es gibt nichts zu verlieren als seine eingefahrenen Denkweisen. Viel Spass dabei!