Hatte er mit "Leben und sterben lassen" erstmals ausgesetzt, kehrte John Barry mit diesem Score wieder zur Bond-Serie zurück und die Pause schien ihm gut getan zu haben, wirkt doch der Score zu Bond Nr. 9 wieder innovativer, als Barrys Arbeit zu "Diamantenfieber". Ruhige, ausgeglichene Musik mit asiatischen Klängen, in die immer wieder das Bond-Thema und ein Schuss Spannung verwoben wurden.
Doch auch der Titelsong kann sich im 30er Jahre Jazz-Stil hören lassen (Track 4), ebenso wie in einer romantischen Instrumentalversion im Stück "Goodnight Goodnight". Überhaupt ist es verblüffend, was Barry aus dem nicht so gelungenen Titelsong (meiner Meinung nach die falsche Interpretin) instrumental raus holt, denn dieses Stück ist im ganzen Soundtrack omnipräsent.
Doch auch Tracks, wo die Titelmusik nicht einfließt, die aber spannungsgeladen sind, wie "In search for Scaramangas Island", abgerundet wieder durch asiatische Klänge, sind erstklassig.
Letztlich hat Barry zum meiner Ansicht nach schwächsten aller Bond-Filme (es fehlen einfach viele typische Bond-Elemente) einen seiner facettenreichsten Soundtracks komponiert.