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The Man Who Wasn't There
 
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The Man Who Wasn't There

Billy Bob Thornton , Frances McDormand , Joel Coen    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Trotz all seiner Kalter-Kriegs-Paranoia der späten 40er-Jahre, Groschenromandialogen und rasender Habgier ist Joel und Ethan Coens The Man Who Wasn't There ihr besonnenster und gelassenster Film seit Blood Simple.

Ed Crane (Billy Bob Thornton) ist ein bescheidener Herrenfriseur mit einer gerissenen Frau (Frances McDormand) und einer ernsten Nikotinsucht. Wie ein Außenstehender blickt er auf sein eigenes Leben -- eine geisterhafte Existenz vor einem silbernen Film-Noir-Hintergrund. Erst als er sich entschließt, seinem Schicksal auf die Sprünge zu helfen und den Liebhaber seiner Frau (James Gandolfini) zu erpressen, um in die "Werden-Sie-über-Nacht-zum-Millionär"-Idee eines Handelsreisenden (Jon Polito) investieren zu können, beginnen wir, das ganze Ausmaß von Eds subtilem Weltschmerz richtig zu erfassen.

Thorntons ausdruckslos vorgebrachte Wortgewandtheit und die präzise Ausleuchtung des Kameramannes Roger Deankins schaffen das perfekte Gegengewicht zu den witzigen Bemerkungen und Plot-Wendungen, die in letzter Zeit so typisch für die Filme der Gebrüder Coen geworden sind. Geradezu trotz der vielen zwanghaften kulturellen Verweise (fliegende Untertassen, Nabokovs Lolita, Heisenbergs Unbestimmtheitsrelation), geht Ed Crane aus dem Kampf hervor als einer der denkwürdigsten Desillusionierten des Kinos. --Fionn Meade

Produktbeschreibungen

Billy Bob Thorntons Plan, seinem tristen Leben zu entfliehen, geht gründlich schief.

Eine kalifornische Kleinstadt Ende der vierziger Jahre: Der schweigsame Barbier Ed Crane hadert mit der Monotonie seines Lebens. Unzufrieden mit Job und Ehe, scheint sich ihm plötzliche eine neue Chance zu bieten als ein Kunde von dem Erfolg seiner Trockenreinigung erzählt und ihm anbietet, mit 10.000 Dollar Geschäftspartner seines florierenden Unternehmens zu werden. Ed beschließt, das ihm fehlende Geld von Kaufhausbesitzer Big Dave zu erpressen, der ein Verhältnis mit Eds Frau hat. Doch Big Dave bekommt heraus, dass Ed der Erpresser ist, und verwickelt ihn in ein

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Haare im Staub 18. September 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD
Über 10 Millionen Dollar haben die Coen-Brüder mit ihrer 2001 in Cannes präsentierten Persiflage/Hommage auf den US-Kriminalfilm der 40-er Jahre in den Staub gesetzt - nun, es war erstens ihr eigenes Geld, zweitens sind sie sicher mehr künstlerisch als geschäftlich motiviert und drittens korreliert Erfolg nicht gerade zwangsläufig mit Qualität. Immerhin durfte sich Joel Coen für "Der unauffällige Mr. Crane" den Regiepreis mit David Lynch teilen, der Film selbst hatte gegen Die Klavierspielerin schlechte Karten.

Dennoch muss man sich fragen: Wo liegt der Nutzen dieses fast zweistündigen, stilistisch durchaus eindrucksvollen Werks? Was kann man daraus lernen? Wo wird man berührt? Etwas überspitzt formuliert: Hat man mehr als eine Dauer-Zigarettenwerbung gesehen?

Ed Crane (Billy Bob Thornton, 46) ist dieser dauerqualmende und äußerst schweigsame Frisör, dessen philosophischer Tiefgang bei der Frage endet, wieso die Haare eigentlich immer nachwachsen, und wie es kommt, dass er den kostbaren Stoff zusammenkehrt und respektlos wegwirft. Haare als "pars pro toto" für den Menschen, für Crane selbst, der sein eigenes Leben stets als weggeworfen und sinnlos betrachtet hat und durch das kurios-tragische Geschehen rutscht wie ein unbeteiligter Zuschauer, der bestenfalls gelegentlich den Kopf darüber schüttelt, wie sich das alles entwickelt.

Wie sich die Coen-Brüder anhand der gerichtlichen Verfolgung von Cranes Taten und Nicht-Taten mit der Ironie des Schicksals beschäftigen, hat durchaus Amüsantes - auch wenn einem zuletzt das Lachen vergeht. Ein überaus raffinierter Plot, von dem mancher Thriller-Autor noch was lernen könnte.

Wenn man kurz vor dem Ende steht, "hat man plötzlich merkwürdig viel Zeit - da gehen einem nochmal die wichtigen Stationen des Lebens durch den Kopf". Aber Ed benötigt keine Zeit, weil er nicht handelt. Er WURDE Frisör, WURDE geheiratet, WURDE betrogen, WURDE, WURDE. Seine meistgeschätzte Qualität ist die Schweigsamkeit.

Deswegen beschäftigt ihn zuletzt auch nur noch - mit gewohnt mäßigem Interesse - was ihn nun "da drüben" erwartet. Die kaum belastbare Hoffnung aller derer, die glauben, ihre Existenz sei nicht begrenzt und daher auch beliebig verspielbar.

Insgesamt bietet der Film einiges, über das sich nachzudenken lohnt. Emotional vermittelt er die große Gleichgültigkeit des Helden und der Zeit, eine triste Stimmung wie durch den Nebel des Rauchs und der künstlichen Farblosigkeit [1] gedämpft - wer aber die Emotion aufzunehmen bereit ist, wird Depression verspüren.

Wäre noch anzufügen, dass Ed ein gewisses Interesse für die Junge "Birdy" (Scarlett Johansson, 17) und die von ihr vorgetragenen Beethoven-Sonaten entwickelt - die einzige Spur von Leben in dieser blutleeren Raucherexistenz. Lustigerweise ebenso der zehnte Film der Johansson wie der von Regisseur Joel Coen.

Glücklicherweise in beiden Fällen nicht der letzte.

Im Original 116 Minuten, Format 1,85:1 auf 35 mm Film [1], DTS|DD|SDDS (IMDB)

film-jury 3* A0732 18.9.2011eg 10A 1F

[1] Der Film wurde in Farbe gedreht und erst später auf S/W kopiert - dadurch ergibt sich ein von "richtigen" S/W-Filmen abweichender Bildcharakter.

Joel David (1954) und Ethan Jesse Coen (1957, beide geboren in Minneapolis, Minnesota)
---------------------- ---------------------- ----------------------
1998 -* A0000 The Big Lebowski
....... R+B+S+P: Coen Brothers D: Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi
2001 3* A0732 The Man Who Wasn't There
....... R+B+S+P: Coen Brothers D: Billy Bob Thornton, Scarlett Johansson
2007 5* A0603 No Country For Old Men [Blu-ray]
....... R+B+S+P: Coen Brothers D: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin
2010 -* A0000 True Grid
....... R+B+S+P: Coen Brothers D: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Gleich vorweg: die Coen-Brüder haben hier einen Film ganz anderen Stils geschaffen als ihre bisherigen Werke (Fargo, The Big Lebowski oder Oh Brother...). Dieser Film ist ganz anders - düsterer, viel ruhiger, und doch ein Coen. Auch im Hinblick auf die Darsteller. U.a. Frances McDormand als Ed Cranes Frau dürfte Kenners der Coen-Filme bekannt sein.
Insgesamt, um nicht den Inhalt zu beschreiben (s.o.!), ein erstklassiger, sehr ruhiger Film. Ed Crane als absoluter Loser, der wirklich nichts auf die Reihe kriegt, wird erstklassig von Billy Bob Thornton dargestellt. Er passt perfekt in diese Rolle. Und mit ihm wird es im Laufe des Films immer schlimmer... aber mehr will ich nicht verraten. Unbedingt anschauen!!!
Bedingt zu empfehlen ist der Film allerdings für Leute, die sowieso schon an Depressionen leiden: besser werden die durch "The Man Who Wasn't There" bestimmt nicht ;-).
Zur DVD:
das Menü ist nett gemacht, komplett in s/w, wobei mich die etwas zu langen Wartezeiten gestört haben, bis ich in ein Untermenü gekommen bin. An Bonusmaterial gibt's 70 Min., darunter ein Making Of (wohl eher eine Interviewshow mit den Darstellern) von 16 Min., diverse Trailer, sowie ein Interview mit dem Kameramann von ganzen 46 Min. Länge. Desweiteren kann der Film mit Kommentar angeschaut werden und es gibt einige geschnittene Szenen zu begutachten, davon viele aber nur von 3 Sek. Länge. Leider sind alle Zusatzmaterialien wie Interviews und Making Of nicht untertitelbar, also nur in Originalsprache verfügbar.
Insgesamt eine gute DVD. Film: Note 1, Bonusmaterial: 2-3.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sprachlosigkeit 12. April 2009
Von Ascola
Format:DVD
Enthält "Spoiler" (nicht lesen, wenn Film noch nicht gesehen):

Als ich den Film sah, wusste ich nicht, dass er von den Coens ist. So sollte man immer Filme schauen, denn jede - auch positive - Voreingenommenheit entfällt.

Obwohl der Filmbeginn mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern, der lakonischen Erzählweise aus dem Off und dem Kontrast des einerseits Gewöhnlichen, das zunächst geschildert wird, und der ästhetisierenden Art, wie dies geschieht, Interesse erzeugt, habe ich mich zu Beginn gelangweilt.

Der Film nimmt dann Fahrt auf, als Crane den Entschluss zur Erpressung fasst, um seinem Barber-Dasein zu entfliehen. Aber mangels Gelegenheit, Vorbildern und Fantasie kommt er bei seinen Zukunftsplanungen auf nichts anderes, als es von nun ab mit "Dry Cleaning" zu versuchen. Da er Big Dave erpresst (um das notwendige Startkapital zu bekommen), mit dem seine Frau eine Affäre hat, reagiert er zugleich zum ersten Mal auch auf diese Kränkung und auf seine gescheiterte Ehe.

Die Ereignisse geraten sofort außer Kontrolle, und Crane kann bis zum bitterbösen Ende des Films nie wieder ihrer Herr werden, nachdem er einmal aus seinem unerfüllten Dasein auszubrechen versuchte.

Am Ende sind drei (oder vier? was geschieht mit Cranes Frau?) Menschen tot. Das ist ein monströses Resultat vor dem Hintergrund der kleinbürgerlich-spießigen Vorstadt- und Nachkriegswelt, in der der Film spielt. Außer Big Dave sterben sie alle aufgrund von Missverständnissen, Fehlurteilen, gegenseitigen Fehleinschätzungen und -schlüssen. Auch Big Dave stirbt aus Versehen, genauer gesagt: aus Notwehr, also nicht geplant.

Die Coens lassen keinen der zunehmend verworrenen Handlungsfäden liegen und lösen alles am Ende auf. Ihre Lust daran, die Handlung bis zum konsequent rabenschwarzen Ende zu Ende zu treiben, wirkte auf mich nicht nur positiv. Es ist eher Stilistik, die immer weitere absurde Wendungen diktiert, und nicht Realismus, der bis zur Mitte des Films auch eine Option gewesen wäre (aber nicht machbar für die Coens).

Natürlich ist der Film auf seine Weise groß: Wir sehen, dass ein frustrierter Friseur, der sich nicht vermitteln kann, weil ihm auch niemand zuhört - diesen Kreislauf stellt der Film immer wieder dar - die Ereignisse nicht beeinflussen und auch nicht aufklären kann: sie überrollen ihn einfach. Alle anderen Beteiligten reden umso mehr, je weniger er sagt, aber niemand erkennt die Wahrheit, die nur der Barber Crane kennt. Sie stirbt fast mit ihm, aber er offenbart sie noch einem "Men's magazine". Was daraus wird, erfahren wir nicht. Am Ende macht Crane dennoch seinen Frieden mit dem Unausweichlichen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben im nächsten. Das mildert nur wenig den grausamen Schluss, gerade auch in seiner ästhetischen Darstellungsweise.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Film ohne untertitel?
Leider gab es keine Information darüber aber es handelt sich hier um ein DVD ohne UNTERTITEL.

Ich kann es auch nicht mehr zurückschicken!

Schade!
Vor 13 Tagen von Karacaoglan veröffentlicht
film noir in schwarz weiß
An diesem Film ist alles brilliant. Die Story, die Schauspieler, die Ausstattung, die Musik, die Regie, die Kamera, die nicht vorhandenen Farben. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Ripley veröffentlicht
Bildformat zu eng gerahmt
The man who wasn't there ist einer der filme, die durch das einfache, aber gelungene setting mit den dazu gehörenden bildkomposition beeindrucken. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Mai 2009 von CS
Sicher hat der Film eine ganze Reihe von genialen Momenten
- etwa wenn eingangs die Situation in dem Friseursalon ins Bild gebracht wird und die ganze Ödnis des Lebens, die die Hauptfigur durchmacht, in den rasch wechselnden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. April 2009 von Tom Kadi
Gegen diesen Film wirken einige Hollywood Blockbuster farblos.
Ed Crane (Billy Bob Thornton) führt ein tristes Dasein. Sein Beruf als Frisör und seine Ehe sind sein Leben, was in Eds Fall nichts gutes heisst, denn er kann weder dem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. November 2008 von GrafKoks
Ein stiller, genialer Film, wie es kaum noch Filme gibt!
Ich habe den Film auf Premiere irgendwie verpasst und dieses Jahr erst in der WDR-Ausstrahlung "entdeckt". Ich war einfach hin und weg. Die Optik (der Look! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. November 2008 von technotorsten
stylisher Film Noir der Extraklasse
Was für ein Film! Ästhetische Bilder, grandiose Besetzung, einfühlsam erzählt, ohne unnötig viel Worte zu verlieren (Hinweis an den Nachwuchs der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2008 von Tino Schwanemann
Das ist doch mal was!
Die Handlung ist eher still, alltäglich und führt doch an die Abgründe der menschlichen Existenz. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2008 von U. Neugebauer
Gruselig
Die Hauptfigur dieses Films ist eine sagenhaft erbärmliche Gestalt, sie ähnelt dem Titel"helden" aus "Der Fremde" von Albert Camus, der ein Verbrecher aus Langeweile und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. März 2008 von Lothar Müller-Güldemeister
Mein Wunschfriseur
Einfach ein weiderer klasse Film der Coen-Brüder.

Darsteller sind durch die Bank weg überzeugent. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juni 2007 von I. BERGER
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