Durch die recht originalgetreue Verfilmung wurde dieses schreckliche Abenteuer auf ein Neues weltberühmt. Während des Baus der Eisenbahnstrecke 1898 von Mombasa nach Nairobi durch den heutigen Tsavo Nationalpark wurden von den etwa 2500 indischen Gastarbeitern fast 140 Mann durch zwei Löwen gerissen und oft vor den Augen ihrer entsetzten Kameraden gefressen. Doch die vielfältigen Versuche, die Löwen zu töten, schlugen gerade zu magisch fehl. Die Arbeiter hielten die Tiere schließlich für Dämonen und gaben ihnen die Namen "Ghost" und "Darkness".
James H.Patterson leitete damals als Teilprojekt einen Brückenbau mit einigen hundert Mann. Da er sich nicht mit der Strecke weiter bewegte, sondern über Monate an einer Stelle lagerte, konzentrierten sich die Löwen auf seine Gruppe. Die Zustände und Beschreibungen werden geradezu grausig, sind aber, wie er betont, keineswegs übertrieben.
Allerdings nimmt diese Story nur etwa ein Drittel des Buches ein. Patterson schreibt dann auch noch sehr ausführlich über die Ureinwohner (Kiyutu, Masai, Wa Kamba) und weiterhin - und das wird Tierliebhabern weniger gefallen - über die Großwildjagd, die er als Sport betrieben hat. Immerhin kann man in seinem Fall die Motivation noch nachvollziehen, und es handelte sich um klassische Jagd, während bspw. Hemingway ("Die grünen Hügel Afrikas") Tiere teilweise gezielt nur anschoss, um sie über den Tag hetzen zu können. Insgesamt ist dieses Buch eine wertvolle Dokumentation der damaligen Zeit und Lebenseinstellung, die zumindest in meiner Ausgabe mit vielen alten Fotos von Mombasa 1898, dem Brückenbau und den Vorfällen selbst geschmückt ist.