Den Älteren unter uns ist er als Partner von Will Smith alias "The Fresh Prince" in Erinnerung. Mit Titeln wie "Girls Ain`t Nothing But Trouble" mit dem wunderbaren Sample der Titelmelodie von "Bezaubernde Jeannie" landeten sie Millionenhits. Nach der Trennung des Erfolgsduos produzierte Jeffrey Townes u.a. Will Smith, Teddy Pendergrass oder Jill Scott. Auf seinem neuen Album hätte er natürlich ohne weiteres die üblichen Verdächtigen der HipHop-Szene als Gäste einladen können, doch ehrt es ihn, dass er neben vielen Underground MC`s als bekannte Namen nur Shawn Stockman von Boyz 2 Men und Jill Scott mitwirken ließ. Nach einem schwerfälligen Einstieg ist seine Single "For Da Love Of Da Game" mit elegantem Flow und entspanntem Refrain der erste Höhepunkt dieses abwechslungsreichen Albums - denn es pendelt gekonnt zwischen Soul ("Rock Wit U", "My Peoples") und HipHop der abgeklärten, reduzierten Sorte. Eben von musikalischen Erwachsenen gemacht. Mit der Liebe fürs Detail produziert Jazzy Jeff teilweise minimale Arrangements ("Music Lounge", "How I Do"), die sich aber in den Gehörgängen festsetzen. Und mit seinem von Jill Scott in bester Spoken Word-Manier vorgetragenem "We Live In Philly" verbeugt er sich vor Roy Ayers, dessen "We Live In Brooklyn" er covert. Es ist schön, mal wieder was von Jazzy Jeff zu hören.