"I hope you agree that the truth has a magic of its own. The truth is more magical - in the best and most exciting sense of the word - than any myth or made-up mystery or miracle. Science has its own magic: the magic of reality" (265).
"The Magic of Reality" ist bisher das mit Abstand 'schönste' Buch von Richard Dawkins. Jede der gut 270 Seiten ist mit farbigen Illustrationen hinterlegt, so dass es sich hierbei um einen optischen Hochgenuss handelt. Im Gegensatz zu seinen populärwissenschaftlichen Darstellungen
Selfish Gene und
The Ancestor's Tale, richtet sich Dawkins hier nicht nur an ein interessiertes Fachpublikum, welches sich in das Thema Evolution einlesen möchte, sondern sowohl an bisher nicht an der Thematik Interessierte als auch an jugendliche Leser.
Jedes der 12 Kapitel beginnt mit einer Frage, wie zum Beispiel "Who was the first person?", "What
is the sun?" oder "What and how did everything begin?" Zuerst stellt Dawkins die jeweiligen Antworten vor, die in den Mythologien der diversen Kulturen dieser Erde gegeben werden. Auch wenn das Buch im relativ moderaten Ton gehalten ist, lässt Dawkins keinen Zweifel daran, was er von den Erklärungsversuchen gerade von religiöser Seite hält. Nämlich nichts: "Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic" (264) schreibt er über die selbstauferlegten geistigen Schranken vieler religiöser Welterklärungsversuche. Anschließend liefert Dawkins die aktuellen Erklärungsansätze der Wissenschaft. Dabei, so sein Credo, liege doch in der Wissenschaft viel mehr Weisheit, Tiefe und auch Poesie, als im Reich des Mythischen.
Fazit: Dawkins beweist einmal mehr, dass kaum einer in der Lage ist, mit mehr Begeisterung und Überzeugungskraft über die großen Fragen der Menschheit zu schreiben, als er. So eignet sich "The Magic of Reality" sowohl für Dawkinskenner als auch für Neueinsteiger.