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The Lucky Ones [Vinyl LP]
 
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The Lucky Ones [Vinyl LP]

Mudhoney Vinyl
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Vinyl (30. Mai 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Sub Pop (Cargo Records)
  • ASIN: B0016MJ7U0
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 302.969 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. I'm Now
2. Inside Out Over You
3. The Lucky Ones
4. Next Time
5. And The Shimmering Light
6. The Open Mind
7. What's This Thing?
8. Running Out
9. Tales Of Terror
10. We Are Rising
11. New Meaning

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LUCKY ONES

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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Die große, fast vergessene Seattle-Welle nahm vor um und bei 20 Jahren ihren Anfang, gewann schwindelerregend schnell an Höhe und brachte im September 1991 "Nevermind" hervor, veränderte also quasi die Welt. Seitdem gibt es "Rock" und "Alternative Rock", was ja an sich schon reichlich bescheuert ist. Nur ein bisschen weniger bescheuert ist der Terminus "Grunge", der mit dem Release von "Superfuzz Bigmuff" auf die Welt kam und in den Monaten danach als Etikett für einen Haufen Gitarrenbands diente, die alle mehr oder weniger aus Seattle kamen und lange Haare hatten; soviel zur Begriffsklärung und (etwas groben) historischen Einordnung eines Phänomens, dessen einzige Überlebende Pearl Jam und Mudhoney zu sein scheinen...Bands, wie sie verschiedener nicht sein könnten; und doch haben spätere Pearl Jam- bzw. Mudhoney-Mitglieder in den 80ern bei den semi-legendären Green River zusammengespielt, die sich letztlich auflösten, weil die einen ambitionierte Rock-Langweiler werden wollten (genau genommen: Alternative-Rock-Langweiler) und Mark Arm darauf keinen Bock hatte. Gitarrist Steve Turner war genau deswegen schon vorher ausgestiegen.
"Superfuzz Bigmuff" erscheint dieser Tage als aufgepumptes 2-CD-Jubiläums-Reissue mit den üblichen Demo- und Liveversionen und war 1988 Mudhoneys Karrierehöhepunkt. Seitdem ist Beharrlichkeit (eher schon Renitenz) die herausstechende Eigenschaft dieser Band, und neue Fans werden sie mit "The Lucky Ones" wohl auch nicht gewinnen. Man muss sie nehmen, wie sie sind, denn sie werden den Teufel tun und versuchen, Aussenstehende zu becircen. Andere Bands entwickeln sich, Mudhoney haben immer ungefähr den selben Kram gemacht: Stooges-beeinflussten Gröhlrock mit verschwenderischem Einsatz bestimmter amerikanischer Effektpedale, in den frühen 90ern geschmackvoll um Sixties-Elemente (Farfisa-Orgeln und sowas) erweitert, Richtung Jahrtausendwende mit etwas mehr Seventies-Breitbeinigkeit. "The Lucky Ones" eine Rockjounalisten-Floskel wie "Back to the roots" anzutackern, wäre für Mudhoney schon zu prätentiös, aber nachdem auf den letzten zwei Alben sogar einfallsreich gesetzte Bläser zu hören waren, reduziert sich der Sound hier größtenteils auf das, was die Band mitbringt; eigentlich sogar auf noch weniger, denn Mark Arm spielt gar keine Gitarre, singt nur, was aber kaum einen Unterschied macht. "The Lucky Ones" liegt damit etwa zwischen dem ersten Album (1989) und der wunderbaren "Every Good Boy Deserves Fudge" v. 1991.
Immer schon waren Mudhoney da, wo andere Richtfest feiern, schon fertig, diesmal wirken die Songideen aber noch angerissener, noch weniger zuendegedacht; die Riffs bekannt, Mark Arms Gegreine wie gewohnt. Kalkulierte Irritationen wie die Pause vor der Soloverlängerung bei "Inside Out Over You" oder die häßliche Türklingel in "I'm Now" konterkarieren den Eindruck einer gewissen Beliebigkeit wie kleine Ohrfeigen. "What's This Thing?", ein Höhepunkt der Platte, kippt bei 2:33 um in eine schraddelige walking-bass-Polka, die bald harsch ausgeblendet wird. Am Ende von "New Meaning", nach knapp 37 Minuten Spieldauer, macht ein Schlußakkord KLONG! wie bei Sgt. Pepper, aber die Bockigkeit des ganzen Albums lässt diese Reminiszenz wie eine Verhöhnung grosser Gesten der Rockmusik klingen, und sowas kann man ja gar nicht oft genug machen. "The Lucky Ones" ist miesgelaunt, sarkastisch und anti aber völlig frei von Larmoyanz oder gar Cobain-mässigem Leiden. Und rockt wie Sau. Das erzeugt Sympathien und macht mit jedem Anhören mehr Spass. Mudhoney sind Verweigerer, und der ganze, schmierige Rockzirkus braucht genau solche Leute: Typen, die ihr Ding durchziehen, ohne sich anzuwanzen; oder, wie Mark Arm es in für ihn typischer Weise bei "The Open Mind" formuliert: "The open mind is an empty mind, so I keep mine closed."
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von madd
Format:Audio CD
Mudhoney zeigt sich sehr vielseitig auf diesem album. Mal etwas ruhiger und dann wieder etwas wilder wie bei Tales of Terror. Die Songs sind energiegeladen während der Sound kraftvoll ist und an manchen stellen auch etwas fuzzig. Die Gestaltung des Albums ist ein Kunstwerk für sich und beim Aufschlagen erwartet einen eine Überraschung. Die hülle in der sich die CD befindet passt thematisch zu der angesprochenen Üerraschung. Insgesamt is es ein gutes Sub Pop Album.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von V-Lee TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Ja Sie bleibt schlammig und schmutzig diese Musik, aber So daß man sich trotzdem gerne in ihr wälzt, denn es ist vertrauter Schlamm; Schlammbäder sollen ja auch sehr gesund sein, was auch hier zutrifft, vor allem für Frontmann Mark Arm, denn wie er sich hier wieder den Frust von der Seele brüllt; - der Mann bekommt garantiert kein Magengeschwür!
Musikalisch ist das ganze wieder bei den Stooges und MC5 angesiedelt - Mudhoney sind sicher die originalsten Epigonen von Iggy + Co und auch ,The Lucky Ones' klingt wieder wie ein verlorenes Stooges Album ca. 1974 (sogar die Vocals klingen immer mehr nach dem jungen Hr. Osterberg). Warum Sie immer dem Grunge zugerechnet wurden ist mir allerdings nach wie vor schleierhaft, denn sowohl die Attitüde mit der Sie ihre Musik machen, als auch die Musik selbst und die - ähäm - Fähigkeiten der Musiker sind einfach Punk.
Nun ist es ja Grundsätzlich nichts Schlechtes den Stooges nachzueifern und den Detroit Sound zu pflegen - auch wenn er aus Seattle kommt, und viele hätten sich so ein Album von den Stooges als Comeback erwartet, aber wenn man begrenzte Songwriterfähigkeiten hat (die Songs haben tw. echt gute Ideen, doch heben Sie nie so richtig ab), dann wäre es doch ratsam zumindest soundmäßig ab und zu etwas Neues auszuprobieren. Puristen, Mudhoney Fans u. Alt-Grunger werden dieses Album lieben, keine Frage, der Rest bleibt eher ratlos zurück und greift dann doch lieber zu ,Kick Out The Jams' od. ,Raw Power'.
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