Das hören die drei Armeeangehörigen Colee(Rachel McAdams), Cheever(Tim Robbins) und TK(Michael Pena) jedes Mal, wenn sie sich bedanken wollen. Und dafür gibt es im Heimaturlaub dieser drei völlig verschiedenen Charkatere reichlich Gelegenheit. Die drei Soldaten kommen direkt aus dem Irak. Cheever hat nach einem Unfall einen Wirbelschaden und den Dienst quittiert. TK hat einen Schrapnelltreffer in den Genitalbereich erhalten und Colee einen Schuss ins Bein. Beide sind auf Heimaturlaub. Beim Abflug in Landstuhl lernt sich das Trio kennen und rückt zusammen, als es bei der Ankunft auf dem Kennedyairport in New York feststellen muss, dass alle Flüge wegen eines technischen Defekts gecancelt sind. Cheever will unbedingt zu Frau und Sohn nach St.Louis, deshalb mietet er einen Wagen. Colee und TK schließen sich an und wollen von St.Louis aus weiter fliegen.
Die Fahrt der drei seltsam hilflosen und auch verschlossenen Charaktere beginnt damit, dass sie sich aus dem Auto ausschließen und kurze Zeit später in eine Kneipenschlägerei verwickelt werden. Das schweißt zusammen. Als sie in St.Louis ankommen, muss Cheever festellen, dass sein Leben nicht mehr so weiterlaufen wird, wie er sich das vorgestellt hat. Daran zerbricht er fast.
Colee will in Vegas die Familie ihres gefallenen Freundes Randy aufsuchen. Randy hat ihr das Leben gerettet und sie möchte Randys Gitarre zu dessen Eltern bringen. Dabei hofft sie, dass Randys Familie sie aufnimmt, denn mit ihrer eigenen Familie hat Colee gebrochen.
TK will zu seiner Freundin, aber mit seiner Verletzung hat er Angst, dass er sie nie wieder befriedigen kann. Bevor er nach Hause kommt, will er in Vegas testen, ob seine Männlichkeit noch funktioniert.
Obwohl sich unsere drei Hauptdarsteller in St.Louis trennen wollten, kommen sie doch nicht auseinander. Und so geht die Fahrt durch Amerika weiter. Hin zu einem Ziel, dass keiner der drei Soldaten am Anfang der Reise auch nur ansatzweise im Visier hatte.
Neil Burger hat mit -The Lucky ones- ein besinnliches Roadmovie der Extraklasse geschaffen. Die liebenswürdige Hilflosigkeit der Protagonisten ist dabei das Salz in der Suppe der Geschichte. Wenn zum Beispiel Cheever nach einem schweren Schicksalsschlag auf einer Party eine Blondine ins Bett bekommt, Colee ihn fragt: "Wollen sie sich jetzt immer noch umbringen?" und Cheever antwortet: "Nein, im Moment nicht" ist das so tragisch, wie komisch.
-The Lucky ones- funktioniert nach einem ausgeklügelten Drehbuch und wunderbaren Dialogen. Dabei folgt der Plot zunächst scheinbar völlig richtungslos einer Serie von Irrungen und Wirrungen, ehe wir erkennen, dass Neil Burger mit seiner Geschichte einen perfekten Kreis beschreibt.
Wie Burger die Schicksale und Legenden von TK, Colee und Cheever aufklärt und offen legt, das ist nicht nur für die drei Soldaten, sondern auch für die Zuschauer spannend, witzig und kreativ mitzuerleben. Mit -Lucky Ones- sind im Irakkrieg die Soldaten gemeint, die überleben. Colee, TK und Cheever tun nicht nur das. Sie suchen ein Leben nach dem Krieg. Wie schwierig und oft unmöglich das sein kann, dass zeigt uns -The Lucky ones- mit großer Eindringlichkeit. Ein hervorragender Film mit Anspruch und Klasse. Absolut sehenswert!