Lieber Musikfreund. Sie suchen mal nach langer Zeit wieder ein Album, was sie mit den ersten Schlägen und Akkorden packt und dann durchgängig festhält? Hier werden sie fündig. Tiger Lou's Zweitwerk The Loyal" wird sie begeistern. Vom ersten Takt, bis zum letzen Ausklingen.
War das Debüt Is my Head still on?" noch sehr ruhig und melancholisch so macht Rasmus Kellermann aka Tiger Lou auf dem Nachfolger schon etwas mehr Druck. Der Tiger fährt quasi die Krallen aus. Nach einem kurzen Intro gibt das Titelstück The Loyal" bereits die Richtung, den Takt vor. Druckvoll, aber nicht zu hart, melancholisch, aber nicht zu sanftes Gesäusel. Diese Songs vermitteln Tiefe, Atmosphäre und Gefühl. Von Anfang bis Ende. In der richtigen Situation entfalten sie erst ihre volle Pracht. Diese richtige Situation erkennt man leicht, wenn man bedenkt, dass der junge Musiker aus der Tiefe Skandinaviens kommt. Da kommen uns natürlich sofort kühle Nadelwälder, lange menschenleere Landstriche und noch längere kalte Herbst- und Winternächte in den Sinn. Und hier ist die Musik dazu. Das Licht, was einen nachhause führen wird, welches Wärme vermitteln wird. Ein Song wie Patterns" regt zum Tanzen und Träumen gleichzeitig an. Eine Nummer wie Functions" offenbart überraschende Referenzen an Interpol und Konsorten. Like my very own blood" ist ein Song, den man auf dem jüngsten Coldplay-Album vermisst und "All I have" könnte auch von einer dieser hippen neuen Indiebands aus England stammen. Ja, und in Nummern wie National Ave" oder Days will pass" will man am liebsten versinken.
Es gibt hier nichts zu meckern. Eine perfekte, richtige Weiterentwicklung des Tiger Lou gilt es zu erforschen. Und das macht so viel Spaß. Ich kann gar nicht mehr sagen, ohne jetzt unnötig zu schleimen. Dieses Album ist wunderbar, ein echtes Juwel. Mit jedem Hören wird es besser und besser. Die Songs sind klasse und bieten die perfekte Mischung, die man für einen musikalischen Nachtflug braucht. Also bitte gleich bedenkenlos in den Warenkorb legen. Danke!