Anouk kennt jeder hier zu Lande wahrscheinlich nur angesichts des MTV und Radio-Hits "Nobodys Wife"... mittlerweile hat die Niederländerin einige Alben veröffentlicht und legt hier mit "The Lost Tracks" fast eine Art "Best Of der besonderen Art" vor...
Wer schon im Besitz einiger Alben von ihr ist, findet hier Bekanntes zur knappen Hälfte in akustischen (Live-)Versionen, außerdem "Redemption" in Kooperation mit den Rappern von Anonymous, "Nobody´s Wife" (in einer dahin plätschernden Reaggaeversion), "Sacrifice" (in einer fast komerziellen Stringversion) und "I Alone" im Duett mit Sarah Bettens (das wie eine Wohnzimmersession klingt, anders halt als das wuchtige Original von "Live").
Die Perlen sind hier eindeutig die akustischen Versionen, in denen Anouk mit Ihrer Stimme brilliert, ansonsten erschließt sich "Lost Tracks" erst nach mehrmaligen hören.
Fans von Anouk sei dieser Silberling ans Herz gelegt... ansonsten ist dieses Album ein Wagnis und als Einstieg um die "holländische" Melissa Etheridge kennenzulernen, eher nicht zu empfehlen. Da greift man dann doch besser zu "Together Alone" von 1997.