Zum Inhalt haben die anderen Rezensenten schon einiges gesagt. Daher nur zwei Ergänzungen:
1.) Wer andere Bücher Bill Bysons kennt, weiß wie gelungen er Information mit Humor verbinden kann. Selbst in seiner Einführung in die Naturwissenschaften (The History of Nearly Everything) gelingt ihm das schier Unmögliche - geballte Faktenvermittlung in ironisch-plauderndem Tonfall ohne jemals ins Flache abzugleiten. Auch in The Lost Continent finden wir diese beiden Element, doch war Brysons Humor nie frecher und bissiger als hier. Ich schließe mich der u.a. Warnung an: Nie in der Öffentlichkeit lesen! Das doch sehr schlichte Wesen seine provinziellen Landsleute stachelt den aus Iowa stammenden, aber in aller Welt umhergereisten Bryson zu Spotttiraden an, die einfach umwerdend komisch sind.
2.) Bei aller Bissigkeit - das Buch vermittelt eine große Fülle Informationen zum "echten" Amerika. Bryson schaut durch die Brille eines gebildeten Linken, der viele Jahre im Ausland gelebt hat. Immer wieder hält er sich länger an einzelnen Begegnungen und Eindrücken auf, sei es das TV-Programm, die Küche des Süden, der Rassimus, die Sehenswürdigkeiten etc. So nimmt der Leser nicht nur die Reiseroute wahr, sondern diese wird ausführlich kommentiert.