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Vier Jahre nach Monument, dem letzten Studioalbum, präsentieren sich Blank & Jones auf The Logic Of Pleasure in bestechender Form. Piet Blank, Jaspa Jones und Andy Kaufhold zählen bereits seit Ende der 90er Jahre zu den Aushängeschildern der deutschen Danceszene. Mit Alben wie DJ Culture (2000) oder Substance (2002) platzierten sie sich hoch in den Charts. Im Gegensatz zu vielen Kollegen, die ihr Heil in Coverversionen suchen, bleiben Blank & Jones ihrer Linie treu und setzen auf eigenes Material. Die drei Musiker verfügen über genug Erfahrung um sich nicht permanent zu Widerholen und sie wissen zudem ganz genau, wie ein guter Song funktioniert. Zu den herausragenden Stücken von Monument zählt ohne Zweifel Miracle Cure, eingespielt mit tatkräftiger Unterstützung von Bernard Sumner, dem Sänger von New Order. Eine hymnische Elektronik-Pop-Nummer feinsten Zuschnitts, mit der sich Blank & Jones wieder einmal selbst übertroffen haben. Auch der Rest des Programms kann sich hören lassen, angefangen beim melodisch ungeheurer reizvoll inszenierten "The Nigh Starts Here" über die schleppende Zeitlupen-Ballade "Don't Stop", bei der Claudia Brücken, die ehemalige Sängerin von Propaganda, die Gesangsparts bestreitet, bis hin zu dem mit pumpenden Beats ausgestatteten Track "So Cold". Blank & Jones erweisen sich auf Monument, das in enger Zusammenarbeit mit Bob Kraushaar entstand, seit zwei Jahrzehnten der Toningenieur der Pet Shop Boys, einmal mehr als außergewöhnliche Klangvirtuosen mit großer stilistischer Bandbreite. -- Norbert Schiegl
Keys, Juni 2008
Die Älteren unter uns erinnern sich noch an einen deutschen Außenminister namens Hans-Dietrich „Genschman“ Genscher, dem nachgesagt wurde, er werde sich irgendwann auf einem seiner zahllosen Interkontinentalflüge selbst begegnen. Ähnlich omnipräsent ist das hessisch-rheinische Duo Piet Blank & Jaspa Jones, das schon von fast Jedem für RMX-Arbeiten angeheuert wurde (z.B. Yello, Moby, Die Ärzte, Pet Shop Boys) und vermutlich längst aufgehört hat, seine Bonusmeilenpunkte zu zählen. Heute Russland, morgen Polen, Holland, Mexiko, Kanada, Südamerika: die Zahl der Clubs, die das mittlerweile von Köln aus operierende Trance- Tandem gerockt hat, ist Legion. Seit ihrem Remake des The Cure- Klassikers „A Forest“ (mit Robert Smith als Gastsänger) haben Blank & Jones auch auf dem schwierigen US-Markt sechs Füße in der Tür. Die dürfte sich im Gefolge der aktuellen Hitsingle „Miracle Cure“ (Vocals: Bernard „New Order“ Sumner!) noch ein Stück weiter öffnen. Denn „The Logic Of Pleasure“ hat alles, was ein internationaler Mega-Seller braucht: elf auf den Punkt gemixte, pure Techno-Romantik verströmende Tracks mit catchy Hooks, unerbittlich marschierenden Beats, bodenlos pumpenden Bässen und ausgeklügelten Delay-Effekten. Die ideale Bühne für den Auftritt von drei Ausnahme-Sängerinnen: Bobo (ex White Wooden Houses), Claudia Brücken (ex Propaganda) und Vanessa Daou. Die New Yorkerin löste mit ihrem wiederentdeckenswerten 1995er Album „Zipless“ das Versprechen ein, das Madonna drei Jahre zuvor mit „Erotica“ gegeben hatte, und brilliert hier in gleich drei Songs („Consequences“, „Manifesto“, „Heart Of Wax“) mit kongenialen cool-erotischen Performances. Sound 10 von 10 Music 10 von 10
Produktbeschreibungen
BLANK & JONES LOGIC OF PLEASURE