Ezri - "Second star to the right..."
von Judith & Garfield Reeves-Stevens:
Es beginnt alles mit einer eigentlich recht ungezwungenen Konversation, entstanden durch einen kleinen Unfall, zwischen Erzi Dax und Vic Fontaine im Ambiente des „alten“ Las Vegas, die zugleich komisch und mit Wortwitz geschrieben ist (kann mich echt oft über Vic’s Ausdrucksart platt lachen), dann aber sehr gefühlsbetont, emotional und ernst, ja gar philosophisch wird.
Zum ersten Mal beginnt Ezri ihre Gefühlswelt jemanden offen zu legen, was meiner Meinung nach sehr gut und bewegend hier im ersten Teil ‚Ezri’ von Judith & Garfield Reeves-Stevens beschrieben wird. Man Erfährt auf sehr lebendige und mitfühlende Weise, was nun wirklich an Bord der USS Destiny geschah, warum und wie es nun genau zur Nottransplantation des Dax – Symbionten, zu Ezri Tigan als Wirt kam. Welche Gefühlswelt herrscht in ihr, wie war ihre erste Interaktion mit Dax? Dies und mehr wird schon hier im wunderbaren Teil ‚Ezri’ beschrieben und leitet gekonnt von Ihren Geschichte, zu Ihren Geschichten über:
Lela - "First Steps“
von Kristine Kathryn Rusch und Jill Sherwin:
Sehr bewegend und dramatisch wird der Leser hier in das „alte“ Trill des Jahres 2071 eingeführt.
Diese Kurzgeschichte ist wunderbar geschrieben und gefühlvoll erzählt. Aufgrund eines Kommunikationsfehlers der traumatische Folgen hat, wird Lela neben ihren Schuldgefühlen noch dazu ihrer Position enthoben...
Die ganze Story die hier nicht verraten wird, ist einfach phänomenal umgesetzt. Auch treffen wir hier eine altbekannte Vulkanierin wieder ihr Dialog mit Lela, ist ein wahres Schmankerl. War echt ein paar Mal zu Tränen gerührt!
Tobin – “Dead Man’s Hand“
von Jeffrey Lang:
Diese Geschichte zeigt uns den Charakter Tobins. Ein junger Trill der sich als Wissenschaftler an Bord eines Raumschiffs befindet, dessen Crew mit Ausnahme eines Vulkaniers nur aus Menschen besteht, in dessen Umfeld er sich nicht recht wohl fühlt. Außerdem ist er obwohl er einen netten Charakter aufweißt, seiner selbst recht unsicher… Erst als eine Krise eintritt und der seine Selbstzweifel überwindet, wird sein wahres Potenzial sichtbar!
Eine weitere hervorragend erzählte Geschichte, die aufzeigt, dass jeder seine Schwächen hat, jedoch auch die Fähigkeit besitzt Diese zu überwinden und darüber hinaus zu wachsen.
Emony - "Old Souls"
von Michael Jan Friedman:
Sogar noch besser als die großartigen drei vorangegangen Teile. Old Souls führt uns hier aus den Augen des jungen McCoys in das Leben von Emony Dax ein, die wie der interessierte Trekkie aus DS9 weiß, eine Spitzensportlerin war. Hier wird beschrieben, wie sich die beiden näher kommen aber auch Fehler passieren, dem noch unreifen McCoy. Sein Zimmergenosse ist Gegner von Emony und McCoy muss erkennen, dass diese Gefühle erschreckend weit über sportliche Rivalität hinausgehen…
Diese Story ist hervorragend umgesetzt und wieder mal zeigt und hier Jan Friedman auf, was Star Trek so einzigartig macht, dass es mehr ist als reine Science Fiction, sondern auch viel Potenzial hat, dass wir dazu nutzen können, um einiges über uns selbst zu lernen.
Audrid - "Sins of the Mother"
von S.D. Perry:
Eine wundervoll, gefühlvoll in Briefform erzählte Geschichte, verfasst im wunderbaren Erzählstiel von S.D. Perry, die es immer wieder schafft mich zu Tränen zu rühren. Eigentlich möchte ich gar nicht zuviel über die Story verraten, außer dass Sie Alles hat was man sich unter einer echt guten Story vorstellt und dem DS9 – Kenner, einige interessante Bezüge einer Spezies der DS9 Relaunch Serie liefert. Sehr gut und gefühlvoll ist auch die Abschlussszene geschrieben, die nach dem Inhalt dieses Briefes sehr rührend ist.
Alle diejenigen Trekkie, denen S.D. Perrys ST-Romane gefallen, werden diese Kurzgeschichte lieben.
Torias - "Infinity"
von Susan Wright:
Infinity ist eine weitere wundervoll gefühlbetont geschriebene Story, die näher auf Torias, den fünften Wirt des Dax – Symbionten eingeht. Es wird trotz der Kürze, sehr intensiv die Beziehung zischen Nilani und Torias dargestellt. Was das Ende sehr dramatisch erscheinen lässt. Die Story selbst ist… der Kern der Star Trek – Essenz selbst und auch die anderen Charaktere sind wunderbar geschrieben, besonders Capt. (Odo ;-) Styles, bekannt aus ST III. und Saavik.
Dies war mein ersten Roman von Susan Wright, den ich im engl. Original gelesen habe und muss sagen ihr Schreibstiel ist, gleichsam schön und trotzdem extrem einfach.
Joran - "Allegro Ouroboros in D Minor"
von S.D. Perry & Robert Simpson:
Diese sehr gut geschriebene Geschichte, lässt uns erstmals nach „Field of fire“ wirklich in die Person von Joran eintauchen. Wunderbar und angst einflössend, wird hier der geistig gestörte Zustand und die systematischen, durch seinem Sinn für Perfektionismus geprägten Morde, denen fast schon so etwas wie rituelle Vorgehensweise zugrunde liegt, dargestellt. Interessant hier auch die psychologische Komponente, die sein Sinn für Musik und Tonlagen dabei spielt, die der Leser dank der wunderbaren Beschreibung seitens der Autoren, förmlich hören kann. Interessant hier auch die Einbringung von Gard, der Kommissar, der den Fall bearbeitet, dies erklärt auch, die Abneigung seitens Gard gegen Erzi Dax, in der DS9 Relaunch – Serie.
Eine wahrhaft gute Story, die dem Charakter von Joran mehr als gerecht wird und das was wir auch der Serie kennen wunderbar ergänzt. Konnte mir aber vorstellen dass Joran aufgrund seiner Charaktertiefe, noch viel Potenzial für weitere Geschichten, in sich birgt.
Curzon - "The Music Between the Notes"
von Steven Barnes:
Endlich erhält man als interessierter Trekkie und Dax- Fan, hier einmal Einblicke wie ein gewisser Curzon Dax, der Mentor eines damals noch sehr unerfahrenen und vor allem jungen Ben Siskos wurde. Erzählt aus der Perspektive dieses jungen Ensigns erfährt man allerhand und nicht selten in philosophischer oder gar metaphysischer Art über das Universum und seine Bewohner. Dies geschieht in schönem Erzählstiel und ist auch recht unterhaltsam zu lesen. Einziger „negativer“ Punkt der mir auffiel ist, das die Story aus Ben’s Perspektive erzählt wird, was im Zusammenhang, dass Erzi Dax’s Leben erzählen soll, etwas sonderbar erscheint. Man mag dies jedoch aufgrund der brillanten Story, Steven Barnes verzeihen.
Jadzia - "Reflections"
von L.A. Graf:
Mit Reflections erzählt hier L.A. Graf, eine sehr bewegende Geschichte, die von einem wunderbaren Band der Liebe zeugt. Der Liebe von Jadzia zu Ziranne ihrer Schwester. Der Lesen erlebt hier hautnah die Ereignisse seit der frühen Kindheit, dieser zwei Charaktere mit und baut hier, sehr gut ein emotionales Verständnis für die nachfolgenden Ereignisse auf, die dieses Band auf unterschiedliche Art beeinflussen.
Interessant und meiner Meinung auch sehr gelungen hier, die Einführung des Charakters, der schon ich glaube in der 1. DS9 Staffel, den Dax- Symbionten stehlen wollte und die „Bewegung“ auf die hier angespielt wird. All zu viel werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten, immerhin sollt ihr vollen Lesegenuss haben. Abschließend halte ich Reflections für eine genauso hervorragende Geschichte, wie die Vorhergegangenen in diesem wunderbaren Sammelband und kann sie nur wärmstens weiter empfählen.
Ezri - "... and straight on "til morning."
von Judith and Garfield Reeves-Stevens:
Und mit diesem letzten Teil findet diese grandiose Analogie ihre würdige Vollendung, die zugleich einen Neuanfang markiert. Auf der Reise zum besseren Selbstverständnis für Ezri aber auch den Rest ihrer Selbst, zu dem sich die Personen die sie durch Dax war und in gewisser Weise ist vereinen. Durch die psychologische Komponente, die mit dieser Offenbarung verbunden ist, denke ich wird sich viel für Ezri ändern aber auch Vic scheint nicht unbeeinflusst von den Folgen die dieses Gespräch hatte…
Ein echtes Glanzstück höchster Star Trek – Kunst, jedem einzelnen Autor, soll hier mein Dank zukommen… Das ist Star Trek, wie man es sich wünscht!