Dieses Buch erzaehlt die Geschichte eines jungen Anwalts David, der einen Nervenzusammenbruch erleidet, weil er die droege Arbeit in einer grossen Firma nicht mehr ertragen kann. Stattdessen heuert er in der Klitsche seiner Kollegen Oscar und Wally an, die sich ihr Geld mehr schlecht als recht mit Scheidungen und Versicherungskram verdienen. Eines Tages tut Wally das grosse Ding auf: Eine Schadensersatzklage gegen einen Pharmahersteller, dessen Cholesterinsenker im Verdacht steht, Menschen zu toeten. Der Fall wird zur Achterbahnfahrt fuer alle werden, wird die Anwaelte zusammenschweissen und ihr Leben veraendern.
Was dieses Buch spannend und interessant macht, ist nicht so sehr die Geschichte selbst, die man so oder so aehnlich auch schon von Kollegen wie Scott Turow oder David Baldacci gelesen hat, obwohl man natuerlich dem Ausgang des Prozesses entgegen fiebert und auch wieder wie schon in anderen Grishams Interessantes Juristisches und ueber Prozessablaeufe erfaehrt. Was einen packt, ist der Realismus, der fern jeder Perry-Mason-Romantik zeigt, das Gier, Berechnung, Faulheit, Hybris und vieles andere mehr, natuerlich auch Professionalismus, Mut, Umsicht, soziales Engagement, in die Gleichung vor Gericht eingehen und den Ausgang solcher Wettkaempfe entscheiden, fast so, als waeren Justitia die Augen nicht verbunden. Hier gelingt es Grisham ausserdem wieder einmal ueberzeugend, auf seine einfuehlsame und zugleich humorvolle Art wirkliche Menschen zu zeichnen, mit all ihren Staerken und Schwaechen, und so das Scheitern, aber auch den Erfolg eines Menschen fuer den Leser plausibel zu machen.