Einen Film sollte man nicht als langweilig einstufen, nur weil nicht die ganze Zeit herumgeballert und irgendetwas in die Luft gesprengt wird. Sicherlich, auch solche Filme machen Laune, aber "The Limey" ist nun einmal kein Film dieser Art und kann daher auch nicht mit solchen verglichen werden. Vielmehr ist dieser Film wohl als extrem realistisch zu bezeichnen. Es gibt eben in Wirklichkeit keine 10-minütige Verfolgungsjagd über einen stark befahrenen Freeway und keine 10 minütige Schießerei auf 5 Schritt Entfernung. Und dann stellt es "the Limey" eben auch nicht so dar, weil der Film das gar nicht will. An Stelle von schneller und cooler Action setzt er auf die Darstellung von Situationen, wie sie wirklich sind: da unterhalten sich angeheuerte Killer eben auch über Alltagsdinge und "the Limey" geht halt schon beim ersten Magenschlag in die Knie. Mir persönlich gefällt diese Art Realismus sehr gut, weil man eben das Gefühl hat: das ist die Wirklichkeit, das ist so, wie es passiert, ohne großes "Krach, Bumm, Fiedeln im Hintergrund" wenn eine Hauptperson in Gefahr o.ä. ist. Fazit: nichts, wenn man gerade Lust auf rasante Bilder hat, aber Definitiv ein toller Film, den man sich gerade weil er so ruhig ist, oft anschauen und immer etwas entdecken kann. Abgesehen davon zählt die Szene in dem Billardladem wo die zwei Killer ihre Mitspieler zusammenschlagen, zum coolsten und fiesesten, was ich je gesehen habe (eben weil es so real ist) - allein schon deshalb 5 Sterne