Als das SNES herauskam, war "Zelda: Link to the Past" *der* Grund sich diese Konsole zu kaufen. Leider kam dann kein Nachfolger auf dem SNES, was man nur als traurig bezeichnen kann (in Anbetracht der langen SNES-Herrschaft). Als ich Ewigkeiten später dieses Game wiedersah - diesmal als GBA-Variante - musste ich zugreifen. Ich spiele dieses Game auf dem GameCube-Game Boy-Player und NintendoDS, klappt wunderbar, keine Probleme.
Was Zelda so grandios macht, ist nicht nur eine nostalgische Verklärung. Es ist die wirklich schöne Grafik. Gut, kein 3D oder Rendersequenzen, aber das Paket stimmt trotzdem ... oder gerade deswegen. Der Schwierigkeitsgrad ist fordernd, aber schaffbar - das macht den Reiz des Games aus, die Gewichtung ist sehr gelungen und darf heute noch als vorbldlich bezeichnet werden. Die Steuerung ist auch gelungen, nur mit dem GameCube-Kontroller hat man anfänglich leichte Schwierigkeiten. Mein Tipp - nicht den Analogstick nutzen, die Schnelligkeit und Präzision leidet sonst zu stark.
Der Rest ist spielen bis zum abwinken. Der Reiz ist noch immer stark und mit der GBA-Version rette ich nun das 5te Mal die Prinzessin Zelda. Das Faszinierende - jedesmal gab es etwas zu entdecken. Das ist einfach genial. Wenn ich meine Erfahrungen hochrechne, dann gibt es schlicht kein Actionadventure, was an "Zelda: Link to the Past" herankommt. Ich denke da an diverse NextGen-Titel oder gar "Outcast" (PC). Aber die Spielbarkeit und der Anspruch ist zeitlos. Die Optik ist heute noch ansehnlich und noch mehr - besser als bei "Zelda: The Minish Cap".
Nun ist zu sagen, dass "The Minish Cap" (GBA) ein spaßiges Spiel ist, eben Zelda in Reinkultur. Aber die Handhabung und Spielbarkeit ist kein Vergleich zu "Link to the Past". Es fehlt einfach etwas. Ich gehe sogar weiter - "Zelda: Ocarina of Time" ist ein geniales Actionadventure ... aber "Link to the Past" ist einfach runder, man muss es sich erspielen, um diese Einschätzung zu verstehen.
Damals hockte die Familie vor dem Fernseher, um die Abenteuer Links zu erleben, heute schaut mir meine Freundin gebannt zu. Diesen Zauber kann man nicht beschreiben. Es handelt sich also nicht um das Aufwärmen uralter Software, damit man künstlich Content für den GBA erzeugt - es ist einfach schön, wenn man dieses Spiel auf aktuellen Plattformen zocken kann, ohne das SNES aus den Tiefen des Kellers zu kramen. Dazu gesellen sich aktuelle Verbesserungen, wie den Standby-Modus des GBA.
Four Swords kann ich leider nicht spielen, da der DS nicht kompatibel zu GBA ist (leider!). So ist mir dieser Multiplayer-Spaß verwehrt, welcher dieses Paket aber wieder in altbekannte Sphären hebt - 90% oder mehr hat die GBA-Variante erhalten und das zu Recht.
Gäbe es 6 Sterne, dieses Spiel hätte es verdient.