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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dies ist Teil 3 der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Den meisten wird leider nur der Film etwas sagen, der vor einigen Jahren nach Motiven des ersten Teils gedreht worden ist. Allerdings haben die Comics nicht sehr viel mit dem Film zu tun. Sie haben eine andere Stimmung, und auch eine andere Geschichte. Sie sind auf eine besondere Art Kunstwerke. Ich fürchte, wer nicht zumindest einen der beiden ersten Bände kennt, wird hier überfordert sein. Zumal für einen deutschen Muttersprachler auch das Englisch nicht immer einfach ist. Ich musste mir doch deutlich häufiger als bei anderen Büchern das Lexikon zu Hilfe nehmen.

Es ist dennoch nicht so, dass ich das Buch wirklich komplett verstanden hätte. Dazu ist die Erzählung einfach zu verworren. Zu den einfachen Ereignissen gehört noch der Auftritt von James Bond zu Beginn, der sich allerdings als ein bösartiger und reaktionärer Vergewaltiger erweist. Danach geht es darum, ein Buch, das Schwarze Dossier, in Sicherheit zu bringen. Den beiden Helden der Geschichte gelingt es, das Dossier in die Hände zu bekommen, und während sie sich mit dem Buch in Sicherheit bringen, werden immer wieder Auszüge gelesen - durch die Helden in der Geschichte und auch durch den Leser in der Wirklichkeit. In den Auszügen aus dem Dossier geht es um verschiedene Helden des Empires, um die diversen Gruppen außerordentlicher Gentlemen, die es im Verlauf von Jahrhunderten gegeben hat. Deren Mitglieder nicht nur auf außergewöhnliche Technologie, sondern auch auf Magie und besondere Charakterstärke zurückgreifen konnten. Aber immer haben diese Ligen für das Britische Empire gekämpft. Obwohl, vielleicht galt der Kampf auch mehr einem besonderen England, das wunderbare Helden und Erzähler sein Eigen nennt. Denn die Feinde sind in der Regel im Dienste desselben Empires unterwegs. Der schlimmste Feind ist der in den eigenen Reihen. Am meisten dann, wenn er sich selbst als Politiker versteht. Aber auch diese haben Biographien, eine Vergangenheit, in der Leichen begraben sind. Hört sich das kompliziert an? Das hört sich nicht nur so an, das ist kompliziert.

Man muss sagen, dass hier vor allem ein unglaublich schönes Happy End erzählt wird. Denn dies ist möglicherweise sogar die abschließende Folge der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Und am Ende der zweiten Folge haben wir ja einen Bruch erlebt. Nicht nur in der Liga, sondern auch zwischen den beiden wunderbaren Figuren eines Liebespaares. Dessen Geschichte wird hier fortgesetzt, wie im letzten Band durchaus auch im Bett, mit all der sexuellen Erfüllung, die es zwischen zwei Menschen geben kann. Und obwohl alles klar zu sehen ist, ist das Buch in diesem Moment alles andere als pornografisch. Eine wunderbare Darstellung von Liebe.

Wie in den beiden ersten Bänden auch geht es neben der eigentlichen Geschichte noch um einen Ausflug durch mehrere hundert Jahre von englischer Abenteuerliteratur, die wie üblich großartig zitiert wird. Durchschaut man das alles? Ich fürchte, nicht einmal die Hälfte von allen Hinweisen erkannt zu haben. Im Zweifel sollte man hier davon ausgehen, dass jede Figur und jeder Text im Buch sich auf ein literarisches Vorbild beziehen. Wir müssen wohl erst wieder auf einen Kommentarband von Jess Nevins warten, damit wir das alles genießen können. Shakespeare, Orwell und Lovecraft in einem Buch, wo hat man das sonst schon gesehen?

Ein weiterer Punkt, der den Comic ebenfalls einzigartig macht und damit weit über die Gattung hinausgeht, ist die Darstellung der einzelnen Teile des Dossiers. Das Buch wechselt plötzlich das Format. Es wird mal zum Roman, mal sehen wir eine Bildergeschichte mit naiven, farbigen Bildern, mal gibt es plötzlich erotische, pornografische Zeichnungen in elegantem Schwarzweiss. Und dann ändert sich plötzlich auch noch das Papier. Ein Spiel mit Formen und Farben. Es geht so weit, dass dem Band sogar eine 3D-Brille beiliegt. So etwas habe ich bisher noch nie gesehen, vielleicht ist es in dieser Form noch nie gemacht worden. Gleichsam eine barocke Vielfalt von Ideen und Geschichten, die hier zu finden ist.

Die einzige, schlechte Nachricht: Ich kann mir nicht vorstellen, wie es nach dem wirklich abgefahrenen Ende noch weitere Fortsetzungen geben kann.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Dezember 2007
Moore hatte schon mit Promethea angefangen die Grenzen des Comics neuabzustecken; hier macht er weiter: Die Grenzen zwischen Prosa, Bildergeschichte, klassischem Drama, Gesellschaftssatire und -kritik verwischen.

Moore und O'Neill experementieren nicht nur mit unterschiedlichen Erzähl- und Zeichenstilen aber auch mit unterschiedlichen Materialien und Papierformaten.

Interessant ist sicher auch der Teil in 3D (TuttiFrutti lässt grüßen).

Wer übrigens englisch nicht fließend beherrscht und sich nur wenig mit englischer Literatur auskennt, wird wohl kaum Vergnügen an diesem Werk haben. Für alle anderen ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Lange habe ich auf den dritten Teil der LoEG gewartet und darauf gehofft, einen ähnlich spitzenklassigen Titel zu bekommen wie die ersten zwei Teile. Leider wurde diese Hoffnung sehr enttäuscht.
In den ersten beiden Teilen haben Moore und O'Neil toll auf zwei Ebenen gearbeitet - wer wollte, konnte sich extrem tief in die viktorianische Literatur und Zeitgeschichte einarbeiten, sich von einem Geheimnis zum nächsten arbeiten, und die praktisch in jedem Panel versteckten Anspielungen verfolgen - so tief, dass ein weiterer Autor (Jess Nevins) Bücher mit Kommentaren zum Comic herausgebracht hatte. ABER - wer das nicht wollte, konnte TROTZDEM eine actionreiche, witzige, verrückte und trotzdem irgendwie klassisch wirkende Geschichte verfolgen. Dieses Spiel auf zwei Ebenen ist für mich ein Exempel literarischer Klasse.
In Black Dossier ist dies absolut nicht der Fall. Hier zwingt Moore den Leser dazu, den ersten Strang, also das sich einarbeiten, zu verfolgen, und lässt den anderen Lesertyp völlig abseits stehen. Hier wird nicht mehr "gezeigt", sondern nur noch "erzählt" - man fühlt sich nicht in eine Story hineinversetzt, sondern liest halt, naja, ein "Dossier". Die langen Textpassagen, die nicht unbedingt als spannend bezeichnet werden können, enthalten meist mäßig interessante Details zu den pseudohistorischen Figuren. In anderen Comicveröffentlichungen wird dieses Stilmittel auch gebraucht, da ist der Text aber in die Geschichte eingebunden und steht nicht separat neben dem Plot wie hier (es erinnert mich teilweise an Wikipedia, was in Black Dossier geboten wird).
Warum trotzdem drei Sterne, wenn der Inhalt doch eigentlich eher maximal, mit viel gutem Willen und dem Moore-Bonus, ein Zweisterner ist?
Black Dossier glänzt auf einen ganz anderen Ebene, und das ist die Ausstattung. Wirklich klasse ist, dass man als Leser auf die unterschiedlichsten Materialien trifft - pseudoklassische Literatur (ein "unbekanntes" Shakespeare-Stück) auf dickem Elefantenhaut-Papier mit Maserung, Pulp-Porno schwarzweiß auf billigem, kleinformatigem Querformat, Comics in für Comics typischem Hochglanzdruck, und ein 3D-Teil mit 3D-Brille. Ein Lesebändchen und stabiler Hardcover-Einband mit Schutzumschlag runden das ganze ab. Da man das in dieser extremen Form nirgendswo sonst bisher gesehen hat, verdient sich "Black Dossier" die Extrasterne durch seine Extravaganz und Üppigkeit in dieser Beziehung.
Für mich das beste an Black Dossier ist eben dieses ungewöhnliche Spiel mit Material und Inhalt. Der Inhalt allein ist dabei sehr vernachlässigenswert und keineswegs mit der Klasse von LoEG 1 und 2 vergleichbar. Insgesamt ein "schade", ich hatte mir mehr erhofft, insbesondere da dieser "Novelty Bonus" nach dem ersten Lesen aufgebraucht ist und dann leider nicht mehr viel übrig bleibt von dem Buch, was den Nochmallesen-Reiz stark einschränkt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dies ist Teil 3 der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Den meisten wird leider nur der Film etwas sagen, der vor einigen Jahren nach Motiven des ersten Teils gedreht worden ist. Allerdings haben die Comics nicht sehr viel mit dem Film zu tun. Sie haben eine andere Stimmung, und auch eine andere Geschichte. Sie sind auf eine besondere Art Kunstwerke. Ich fürchte, wer nicht zumindest einen der beiden ersten Bände kennt, wird hier überfordert sein. Zumal für einen deutschen Muttersprachler auch das Englisch nicht immer einfach ist. Ich musste mir doch deutlich häufiger als bei anderen Büchern das Lexikon zu Hilfe nehmen.

Es ist dennoch nicht so, dass ich das Buch wirklich komplett verstanden hätte. Dazu ist die Erzählung einfach zu verworren. Zu den einfachen Ereignissen gehört noch der Auftritt von James Bond zu Beginn, der sich allerdings als ein bösartiger und reaktionärer Vergewaltiger erweist. Danach geht es darum, ein Buch, das Schwarze Dossier, in Sicherheit zu bringen. Den beiden Helden der Geschichte gelingt es, das Dossier in die Hände zu bekommen, und während sie sich mit dem Buch in Sicherheit bringen, werden immer wieder Auszüge gelesen - durch die Helden in der Geschichte und auch durch den Leser in der Wirklichkeit. In den Auszügen aus dem Dossier geht es um verschiedene Helden des Empires, um die diversen Gruppen außerordentlicher Gentlemen, die es im Verlauf von Jahrhunderten gegeben hat. Deren Mitglieder nicht nur auf außergewöhnliche Technologie, sondern auch auf Magie und besondere Charakterstärke zurückgreifen konnten. Aber immer haben diese Ligen für das Britische Empire gekämpft. Obwohl, vielleicht galt der Kampf auch mehr einem besonderen England, das wunderbare Helden und Erzähler sein Eigen nennt. Denn die Feinde sind in der Regel im Dienste desselben Empires unterwegs. Der schlimmste Feind ist der in den eigenen Reihen. Am meisten dann, wenn er sich selbst als Politiker versteht. Aber auch diese haben Biographien, eine Vergangenheit, in der Leichen begraben sind. Hört sich das kompliziert an? Das hört sich nicht nur so an, das ist kompliziert.

Man muss sagen, dass hier vor allem ein unglaublich schönes Happy End erzählt wird. Denn dies ist möglicherweise sogar die abschließende Folge der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Und am Ende der zweiten Folge haben wir ja einen Bruch erlebt. Nicht nur in der Liga, sondern auch zwischen den beiden wunderbaren Figuren eines Liebespaares. Dessen Geschichte wird hier fortgesetzt, wie im letzten Band durchaus auch im Bett, mit all der sexuellen Erfüllung, die es zwischen zwei Menschen geben kann. Und obwohl alles klar zu sehen ist, ist das Buch in diesem Moment alles andere als pornografisch. Eine wunderbare Darstellung von Liebe.

Wie in den beiden ersten Bänden auch geht es neben der eigentlichen Geschichte noch um einen Ausflug durch mehrere hundert Jahre von englischer Abenteuerliteratur, die wie üblich großartig zitiert wird. Durchschaut man das alles? Ich fürchte, nicht einmal die Hälfte von allen Hinweisen erkannt zu haben. Im Zweifel sollte man hier davon ausgehen, dass jede Figur und jeder Text im Buch sich auf ein literarisches Vorbild beziehen. Wir müssen wohl erst wieder auf einen Kommentarband von Jess Nevins warten, damit wir das alles genießen können. Shakespeare, Orwell und Lovecraft in einem Buch, wo hat man das sonst schon gesehen?

Ein weiterer Punkt, der den Comic ebenfalls einzigartig macht und damit weit über die Gattung hinausgeht, ist die Darstellung der einzelnen Teile des Dossiers. Das Buch wechselt plötzlich das Format. Es wird mal zum Roman, mal sehen wir eine Bildergeschichte mit naiven, farbigen Bildern, mal gibt es plötzlich erotische, pornografische Zeichnungen in elegantem Schwarzweiss. Und dann ändert sich plötzlich auch noch das Papier. Ein Spiel mit Formen und Farben. Es geht so weit, dass dem Band sogar eine 3D-Brille beiliegt. So etwas habe ich bisher noch nie gesehen, vielleicht ist es in dieser Form noch nie gemacht worden. Gleichsam eine barocke Vielfalt von Ideen und Geschichten, die hier zu finden ist.

Die einzige, schlechte Nachricht: Ich kann mir nicht vorstellen, wie es nach dem wirklich abgefahrenen Ende noch weitere Fortsetzungen geben kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
1958. Das Big Brother Regime ist zu Staub zerfallen und England beginnt sich gerade von dessen Schreckensherrschaft zu erholen. Zwei verdächtige Individuen(eine gewisse Mina und ein junger Mann namens Alan), überlisten den Geheimagenten "Jimmy" und stehlen das namensgebende "Black Dossier". Eine halsbrecherische Jagd beginnt, in der der verhinderte Geheimagent im Trio mit Hugo Drummond und Emma Night(besser bekannt als Emma Peel), den eigentlichen Hauptprotagonisten durch England bis zu einem überraschenden Finale folgt.

The Black Dossier ist etwas für Liebhaber. Für Leute die es lieben die verschiedenen Referenzen aus den entnommenen Vorlagen herauszupicken, für experimentierfreudige Naturen, Leute die sich auch über das Medium Comic literarisch bestätigen und die während des Lesens gerne mitdenken. Denn passend zum tonangebenden Thema der Agentenstory, muss der Leser kombinieren und notieren, um an den Erkenntnissen Minas und Alans teilzuhaben und von ihnen, genau wie sie überrascht zu werden. Darin liegt auch der eigentliche Reiz der recht geradlinigen, aber spannenden Story, weswegen ich nun in den nächsten Zeilen auf das Dossier an sich eingehen möchte.

Erfuhr man in Volume 2 alles über die Geographie der Ligawelt, so erfahren wir hier über Umwege bis zum Jahre 1953 alles über die Geschichte dieses Paralleluniversums, in dem sich finstere Zeitalter, mit strahlenden Epochen abwechseln und Helden wie Schurken immer ihren Platz finden. Aufgeteilt in pseudowissenschaftliche Texte, Tagebucheinträge, einer Tijuana Bible, die so tut als sei sie im Verlauf des Big Brother Regimes entstanden, einem "unvollendeten" Stück von William Shakespeare und Berichten von Agenten des MI5's, werden hier einige Wissenslücken aus den vorangegangenen Bänden geschlossen und entfaltet sich hier das Gesamtbild einer Welt, die zur Zeit sich in einem Zeitalter der Wunder befindet und doch selbst nach dem Ende Big Brothers einem weiteren, düsteren Zeitalter entgegenblickt, wie es Helden wie Jimmy(James Bond übrigens, der hier als frauenhassender Vergewaltiger und unfähiger Psychopath dargestellt wird) deutlich machen, weswegen die "Flucht" der alten Helden(Mina ist Mina Murray aus Bram Storkers Dracula und Alan der berühmte Abenteurer Alan Quartermain. Beide die Hauptfiguren aus den ersten beiden Teilen der Liga), wohl doppelt symbolisch gesehen werden kann. Zu deren Darstellung möchte ich noch einmal anmerken, dass es sich hierbei um zwei in sich ausgereifte Persönlichkeiten handelt, deren Liebe über Jahrzehnte hinaus(auch wenn man nur indirekt durch die vorliegenden Dokumente darüber erfährt) bestehen blieb und die sich trotz mancher Streitigkeiten immer noch fest miteinander verbunden fühlen. Ein wirklich schöner Aspekt des Comics, der ihm einen kleinen Teil seiner düsteren Grundstimmung nimmt.

Komplett finster kann man das Ende des Bandes auch nicht bezeichnen, denn wie die Geschichte der Ligawelt lehrt, ist nichts für die Ewigkeit festgeschrieben und wer weiß, ob dem nicht ein weiteres Zeitalter der Hoffnung und wundersamen Errungenschaften folgen wird?

Als Leser kann man wohl nur auf weitere Abenteuer der Liga hoffen, um weiterhin gemeinsam mit dessen Helden diese zu durchreisen und sich an ihren Schrecken wie Wundern zu erfreuen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
1958. Das Big Brother Regime ist zu Staub zerfallen und England beginnt sich gerade von dessen Schreckensherrschaft zu erholen. Zwei verdächtige Individuen(eine gewisse Mina und ein junger Mann namens Alan), überlisten den Geheimagenten "Jimmy" und stehlen das namensgebende "Black Dossier". Eine halsbrecherische Jagd beginnt, in der der verhinderte Geheimagent im Trio mit Hugo Drummond und Emma Night(besser bekannt als Emma Peel), den eigentlichen Hauptprotagonisten durch England bis zu einem überraschenden Finale folgt.

The Black Dossier ist etwas für Liebhaber. Für Leute die es lieben die verschiedenen Referenzen aus den entnommenen Vorlagen herauszupicken, für experimentierfreudige Naturen, Leute die sich auch über das Medium Comic literarisch bestätigen und die während des Lesens gerne mitdenken. Denn passend zum tonangebenden Thema der Agentenstory, muss der Leser kombinieren und notieren, um an den Erkenntnissen Minas und Alans teilzuhaben und von ihnen, genau wie sie überrascht zu werden. Darin liegt auch der eigentliche Reiz der recht geradlinigen, aber spannenden Story, weswegen ich nun in den nächsten Zeilen auf das Dossier an sich eingehen möchte.

Erfuhr man in Volume 2 alles über die Geographie der Ligawelt, so erfahren wir hier über Umwege bis zum Jahre 1953 alles über die Geschichte dieses Paralleluniversums, in dem sich finstere Zeitalter, mit strahlenden Epochen abwechseln und Helden wie Schurken immer ihren Platz finden. Aufgeteilt in pseudowissenschaftliche Texte, Tagebucheinträge, einer Tijuana Bible, die so tut als sei sie im Verlauf des Big Brother Regimes entstanden, einem "unvollendeten" Stück von William Shakespeare und Berichten von Agenten des MI5's, werden hier einige Wissenslücken aus den vorangegangenen Bänden geschlossen und entfaltet sich hier das Gesamtbild einer Welt, die zur Zeit sich in einem Zeitalter der Wunder befindet und doch selbst nach dem Ende Big Brothers einem weiteren, düsteren Zeitalter entgegenblickt, wie es Helden wie Jimmy(James Bond übrigens, der hier als frauenhassender Vergewaltiger und unfähiger Psychopath dargestellt wird) deutlich machen, weswegen die "Flucht" der alten Helden(Mina ist Mina Murray aus Bram Storkers Dracula und Alan der berühmte Abenteurer Alan Quartermain. Beide die Hauptfiguren aus den ersten beiden Teilen der Liga), wohl doppelt symbolisch gesehen werden kann. Zu deren Darstellung möchte ich noch einmal anmerken, dass es sich hierbei um zwei in sich ausgereifte Persönlichkeiten handelt, deren Liebe über Jahrzehnte hinaus(auch wenn man nur indirekt durch die vorliegenden Dokumente darüber erfährt) bestehen blieb und die sich trotz mancher Streitigkeiten immer noch fest miteinander verbunden fühlen. Ein wirklich schöner Aspekt des Comics, der ihm einen kleinen Teil seiner düsteren Grundstimmung nimmt.

Komplett finster kann man das Ende des Bandes auch nicht bezeichnen, denn wie die Geschichte der Ligawelt lehrt, ist nichts für die Ewigkeit festgeschrieben und wer weiß, ob dem nicht ein weiteres Zeitalter der Hoffnung und wundersamen Errungenschaften folgen wird?

Als Leser kann man wohl nur auf weitere Abenteuer der Liga hoffen, um weiterhin gemeinsam mit dessen Helden diese zu durchreisen und sich an ihren Schrecken wie Wundern zu erfreuen.
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am 19. Mai 2010
"League 1" und "League 2" zählen mit Sicherheit zum Besten, was der Comicmarkt zu bieten hat. Hier nun erhält man eine Materialsammlung (im weitesten Sinne), die die Geschichte bis zu ersten englischen Liga zu Zeiten Shakespeares und der fiktiven Königin Gloriana aufzeigt. Hier taucht auch eine der zentralen Figuren dieses Bandes auf: Fürst Prospero.

So interessant, spannend und unglaublich vielschichtig dieser Band auch gelungen ist (lediglich bei dem Beatnik-Romanfragment habe ich kapituliert), mit der Figur des Prospero und den letzten Seiten der Comicgeschichte im "Dossier" habe ich jedoch so meine Probleme. Weder kann ich mich sonderlich mit der (ursprünglichen) Kinderbuchfigur Golliwog anfreunden, noch überzeugt mich die Verschachtelung der Realitäts- und Erzählebenen in der "Blazing World" am Ende. Hier wollte Moore vielleicht ein wenig des Guten zu viel.

Alles in allem ein Comic (und weit mehr als das), der seine Leser ernst nimmt und garantiert nicht unterfordert...
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Here Moore an O'Neill take the narrative model of "Watchmen" one step further, so that the pictures are even rarer than there. We learn a lot about this parallel universe of the league and this is certainly a lot of fun as is the search for all the intertextual hints in the text and in the pictures. Not easy to read, but fun.
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am 21. Februar 2009
Die League ist zurück+so gut wie eh+je!Wer Allan Moores erste Bände mochte,wird von diesem ebenso angetan sein,es ist eine Freude die Kreativität des Teams Moore/O'Neill zu bewundern+hinter die Geheimnisse der unzähligen Geheimnisse der verschiedenen Figuren zu gelangen!Und natürlich ist dieser Band auch wieder ganz anders als die vorherigen!!!Für Fans einfach ein Muss!!!Ein kleines Manko:man muss für manche Texte schon sehr gut Englisch können!Trotzdem volle Punktewertung!!!
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2 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Mit dem Rest der LXG in etwa ebenso vergleichbar wie 'Das Land Mu' mit anderen Abenteuern von Corto Maltese. Ziemlich verworren, insbesondere das Ende.
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