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The League of Extraordinary Gentlemen: The Black Dossier
 
 
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The League of Extraordinary Gentlemen: The Black Dossier [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Alan Moore , Kevin O'Neill
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: WildStorm (13. November 2007)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 140120306X
  • ISBN-13: 978-1401203061
  • Größe und/oder Gewicht: 26,5 x 17,9 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 87.422 in Englische Bücher (Siehe Top 100 in Englische Bücher)

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Alan Moore
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Alan Moore, geboren 1952 in England, begann seine Karriere Ende der 70er Jahre als Strip-Autor und-Zeichner für "Sounds". In den frühen 80er Jahren konzentrierte er sich aufs Schreiben und veröffentlichte u. a. für die britischen Magazine '2000 AD' und 'Warrior'. Seine Verlagsarbeiten machten ihn zu einem sehr populären Comic-Autor. 1996 erste Romanveröffentlichung. Auszeichnungen mit fast allen Preisen für einen 'Comic'-Autor sowie mit dem Max-und Moritz-Preis als bester Szenarist. 2008 erhielt Alan Moore den Max und Moritz-Preis als Sonderpreis für sein Lebenswerk. Der Autor lebt in Mittelengland.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kreativer geht es nicht mehr 26. November 2007
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist Teil 3 der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Den meisten wird leider nur der Film etwas sagen, der vor einigen Jahren nach Motiven des ersten Teils gedreht worden ist. Allerdings haben die Comics nicht sehr viel mit dem Film zu tun. Sie haben eine andere Stimmung, und auch eine andere Geschichte. Sie sind auf eine besondere Art Kunstwerke. Ich fürchte, wer nicht zumindest einen der beiden ersten Bände kennt, wird hier überfordert sein. Zumal für einen deutschen Muttersprachler auch das Englisch nicht immer einfach ist. Ich musste mir doch deutlich häufiger als bei anderen Büchern das Lexikon zu Hilfe nehmen.

Es ist dennoch nicht so, dass ich das Buch wirklich komplett verstanden hätte. Dazu ist die Erzählung einfach zu verworren. Zu den einfachen Ereignissen gehört noch der Auftritt von James Bond zu Beginn, der sich allerdings als ein bösartiger und reaktionärer Vergewaltiger erweist. Danach geht es darum, ein Buch, das Schwarze Dossier, in Sicherheit zu bringen. Den beiden Helden der Geschichte gelingt es, das Dossier in die Hände zu bekommen, und während sie sich mit dem Buch in Sicherheit bringen, werden immer wieder Auszüge gelesen - durch die Helden in der Geschichte und auch durch den Leser in der Wirklichkeit. In den Auszügen aus dem Dossier geht es um verschiedene Helden des Empires, um die diversen Gruppen außerordentlicher Gentlemen, die es im Verlauf von Jahrhunderten gegeben hat. Deren Mitglieder nicht nur auf außergewöhnliche Technologie, sondern auch auf Magie und besondere Charakterstärke zurückgreifen konnten. Aber immer haben diese Ligen für das Britische Empire gekämpft. Obwohl, vielleicht galt der Kampf auch mehr einem besonderen England, das wunderbare Helden und Erzähler sein Eigen nennt. Denn die Feinde sind in der Regel im Dienste desselben Empires unterwegs. Der schlimmste Feind ist der in den eigenen Reihen. Am meisten dann, wenn er sich selbst als Politiker versteht. Aber auch diese haben Biographien, eine Vergangenheit, in der Leichen begraben sind. Hört sich das kompliziert an? Das hört sich nicht nur so an, das ist kompliziert.

Man muss sagen, dass hier vor allem ein unglaublich schönes Happy End erzählt wird. Denn dies ist möglicherweise sogar die abschließende Folge der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen". Und am Ende der zweiten Folge haben wir ja einen Bruch erlebt. Nicht nur in der Liga, sondern auch zwischen den beiden wunderbaren Figuren eines Liebespaares. Dessen Geschichte wird hier fortgesetzt, wie im letzten Band durchaus auch im Bett, mit all der sexuellen Erfüllung, die es zwischen zwei Menschen geben kann. Und obwohl alles klar zu sehen ist, ist das Buch in diesem Moment alles andere als pornografisch. Eine wunderbare Darstellung von Liebe.

Wie in den beiden ersten Bänden auch geht es neben der eigentlichen Geschichte noch um einen Ausflug durch mehrere hundert Jahre von englischer Abenteuerliteratur, die wie üblich großartig zitiert wird. Durchschaut man das alles? Ich fürchte, nicht einmal die Hälfte von allen Hinweisen erkannt zu haben. Im Zweifel sollte man hier davon ausgehen, dass jede Figur und jeder Text im Buch sich auf ein literarisches Vorbild beziehen. Wir müssen wohl erst wieder auf einen Kommentarband von Jess Nevins warten, damit wir das alles genießen können. Shakespeare, Orwell und Lovecraft in einem Buch, wo hat man das sonst schon gesehen?

Ein weiterer Punkt, der den Comic ebenfalls einzigartig macht und damit weit über die Gattung hinausgeht, ist die Darstellung der einzelnen Teile des Dossiers. Das Buch wechselt plötzlich das Format. Es wird mal zum Roman, mal sehen wir eine Bildergeschichte mit naiven, farbigen Bildern, mal gibt es plötzlich erotische, pornografische Zeichnungen in elegantem Schwarzweiss. Und dann ändert sich plötzlich auch noch das Papier. Ein Spiel mit Formen und Farben. Es geht so weit, dass dem Band sogar eine 3D-Brille beiliegt. So etwas habe ich bisher noch nie gesehen, vielleicht ist es in dieser Form noch nie gemacht worden. Gleichsam eine barocke Vielfalt von Ideen und Geschichten, die hier zu finden ist.

Die einzige, schlechte Nachricht: Ich kann mir nicht vorstellen, wie es nach dem wirklich abgefahrenen Ende noch weitere Fortsetzungen geben kann.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Baetge
Format:Gebundene Ausgabe
Moore hatte schon mit Promethea angefangen die Grenzen des Comics neuabzustecken; hier macht er weiter: Die Grenzen zwischen Prosa, Bildergeschichte, klassischem Drama, Gesellschaftssatire und -kritik verwischen.

Moore und O'Neill experementieren nicht nur mit unterschiedlichen Erzähl- und Zeichenstilen aber auch mit unterschiedlichen Materialien und Papierformaten.

Interessant ist sicher auch der Teil in 3D (TuttiFrutti lässt grüßen).

Wer übrigens englisch nicht fließend beherrscht und sich nur wenig mit englischer Literatur auskennt, wird wohl kaum Vergnügen an diesem Werk haben. Für alle anderen ist dieses Buch uneingeschränkt zu empfehlen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helmut Barro TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Lange habe ich auf den dritten Teil der LoEG gewartet und darauf gehofft, einen ähnlich spitzenklassigen Titel zu bekommen wie die ersten zwei Teile. Leider wurde diese Hoffnung sehr enttäuscht.
In den ersten beiden Teilen haben Moore und O'Neil toll auf zwei Ebenen gearbeitet - wer wollte, konnte sich extrem tief in die viktorianische Literatur und Zeitgeschichte einarbeiten, sich von einem Geheimnis zum nächsten arbeiten, und die praktisch in jedem Panel versteckten Anspielungen verfolgen - so tief, dass ein weiterer Autor (Jess Nevins) Bücher mit Kommentaren zum Comic herausgebracht hatte. ABER - wer das nicht wollte, konnte TROTZDEM eine actionreiche, witzige, verrückte und trotzdem irgendwie klassisch wirkende Geschichte verfolgen. Dieses Spiel auf zwei Ebenen ist für mich ein Exempel literarischer Klasse.
In Black Dossier ist dies absolut nicht der Fall. Hier zwingt Moore den Leser dazu, den ersten Strang, also das sich einarbeiten, zu verfolgen, und lässt den anderen Lesertyp völlig abseits stehen. Hier wird nicht mehr "gezeigt", sondern nur noch "erzählt" - man fühlt sich nicht in eine Story hineinversetzt, sondern liest halt, naja, ein "Dossier". Die langen Textpassagen, die nicht unbedingt als spannend bezeichnet werden können, enthalten meist mäßig interessante Details zu den pseudohistorischen Figuren. In anderen Comicveröffentlichungen wird dieses Stilmittel auch gebraucht, da ist der Text aber in die Geschichte eingebunden und steht nicht separat neben dem Plot wie hier (es erinnert mich teilweise an Wikipedia, was in Black Dossier geboten wird).
Warum trotzdem drei Sterne, wenn der Inhalt doch eigentlich eher maximal, mit viel gutem Willen und dem Moore-Bonus, ein Zweisterner ist?
Black Dossier glänzt auf einen ganz anderen Ebene, und das ist die Ausstattung. Wirklich klasse ist, dass man als Leser auf die unterschiedlichsten Materialien trifft - pseudoklassische Literatur (ein "unbekanntes" Shakespeare-Stück) auf dickem Elefantenhaut-Papier mit Maserung, Pulp-Porno schwarzweiß auf billigem, kleinformatigem Querformat, Comics in für Comics typischem Hochglanzdruck, und ein 3D-Teil mit 3D-Brille. Ein Lesebändchen und stabiler Hardcover-Einband mit Schutzumschlag runden das ganze ab. Da man das in dieser extremen Form nirgendswo sonst bisher gesehen hat, verdient sich "Black Dossier" die Extrasterne durch seine Extravaganz und Üppigkeit in dieser Beziehung.
Für mich das beste an Black Dossier ist eben dieses ungewöhnliche Spiel mit Material und Inhalt. Der Inhalt allein ist dabei sehr vernachlässigenswert und keineswegs mit der Klasse von LoEG 1 und 2 vergleichbar. Insgesamt ein "schade", ich hatte mir mehr erhofft, insbesondere da dieser "Novelty Bonus" nach dem ersten Lesen aufgebraucht ist und dann leider nicht mehr viel übrig bleibt von dem Buch, was den Nochmallesen-Reiz stark einschränkt.
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