Die Geschichte vom jüdischen Yonah zur Zeit der spanischen Inquisition hat mich sehr stark beeindruckt.
Besondere Parallelen zum „Medicus" habe ich dabei nicht feststellen können, da der Gesamtkontext doch zu anders ist.
Besonders beeindruckend fand ich - neben seinen Wanderungen durch Spanien - , wie Yonah seinem Glauben stets treu blieb obwohl er sein Jüdisch-Sein verstecken mußte, und wie er durch seine Tätigkeit als Mediziner zu sich selbst fand und dabei lernte, alte Haßgefühle zu überwinden. Interessant fand ich auch einige Charaktere, denen Yonah auf seiner Wanderung durch Spanien begegnete, wie zum Beispiel Mingo, dem Roma. Außerdem lernt man etwas über die Geschichte Spaniens, das Judentum und der Tätigkeit des Mediziners im Mittelalter. Ein toller Roman und ein Geschichtsbuch in einem!
Der „letzte Jude" (Medicus von Saragossa) hat mich fast ein wenig mehr beeindruckt als der „Medicus".