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Within the high-powered milieu of the public defender's office in Washington DC, Grisham's protagonist is an ambitious young lawyer who finds himself saddled with what appears to be a nothing case: one of a wave of crack cocaine killings that are the bane of the capital. But as Clay Carter investigates, he finds that something more than a random street murder is involved here and a massive conspiracy becomes apparent. The stakes are suddenly very high indeed.
If the skulduggery here (involving one of the largest pharmaceutical companies in the world) is a tad familiar, Grisham remains nonpareil when it comes to delivering a smoothly engineered plot. A fresh touch is Carter's desire to break free from the routine cases he has been handling: this quickly becomes a case of beware what you wish for. Another innovative touch is the refusal to tie up the narrative in the expected ways: The King of Torts has much more verisimilitude in this area than most legal thrillers. One more thing, Grisham's prose now has a sardonic, satirical quality that suggests the Tom Wolfe of Bonfire of the Vanities. --Barry Forshaw -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Der Protagonist, Clay, erlebt im Laufe der Handlung viele charakterliche Wandlungen. Ich hatte den Eindruck, dass an ihm gezeigt werden sollte, wie Geld den Charakter verderben kann. Dabei ist es dem Autor aber leider nicht gelungen, eine Bindung zwischen dem Leser und dem Protagonisten aufzubauen: Ich habe nicht mit Clay mitgefühlt, habe seinem Schicksal eher gleichgültig gegenüber gestanden. Darunter hat auch die Spannung gelitten - wem das Schicksal der Hauptfigur relativ egal ist, der fiebert auch nicht sonderlich den Geschehnissen entgegen...
Bei den anderen handelnden Personen kann man sehr gut zwischen „Gut und Böse" unterscheiden: Die eine Gruppe wird durch die Mitarbeiter Clay's, seine ehemaligen Kollegen aus der Public Defense, repräsentiert. Sie haben bei Clay einen sehr gut bezahlten Job gefunden, und Clay zeigt sich ihnen gegenüber nach dem Abschluss des ersten Falles auch sehr großzügig, indem er ihnen hohe Prämien auszahlt und alle auf eine Reise nach Paris einlädt. Alle diese Leute gehen mit dem schnell gewonnen Geld sehr vorsichtig um und bleiben auf den Boden. Auf dem Gipfel ihrer Karriere kündigen sie und setzten sich mit dem schnell verdienten Geld zur Ruhe - frei nach dem Motto, man solle aufhören, wenn es am schönsten ist.
Dem gegenüber steht die Welt der großen Anwälte für Sammelklagen, Multimillionäre, die wie hungrige Haie versuchen, so viel Kläger wie möglich zu sammeln und durch den Abschluss von Vergleichen relativ schnell und ohne zu prozessieren sehr hohe Honorare kassieren. Dabei steht eindeutig die Quantität vor der Qualität: Sie steigern ihre Honorare durch das Vertreten möglichst vieler Kläger, deren persönliche Interessen und Schicksale im Hintergrund stehen. Hauptsache, es wird ein Vergleich geschlossen - egal, ob die vereinbarte Höhe dem einzelnen Kläger reicht.
So interessant der Einblick in die Arbeitsweise dieser Spezies Anwälte doch ist, es bleibt dem Leser nicht verborgen, was Grisham von ihnen zu halten scheint. Er illustriert ihren Reichtum und ihre Gier im scharfen Kontrast zu den Klägern, die z.B. durch fehlerbehaftete Medikamente schwer erkrankt und finanziell am Ende sind, aber nicht die vom Anwalt versprochenen Millionen Entschädigung erhalten, sondern nur ein paar Tausend Dollar.... Durch die Darstellung der Arbeit der Anwälte für Sammelklagen merkt man auch, was der Autor neben dem ethischen Aspekt in fachlicher Hinsicht von seinen Kollegen hält: Sie sind eigentlich keine richtigen Anwälte, sie führen keine Prozesse, sondern sammeln eigentlich nur die Daten von Klägern. Das Einzelschicksal ist ihnen egal....
Ich persönlich fand diese Darstellung zu einseitig, um sie richtig ernst zu nehmen. Diese Schwarz-Weiß-Malerei (gute Anwälte vs. böse Anwälte) gepaart mit der märchenhaften Geschichte Clay's haben dazu geführt, dass das Buch am Rande der Banalität schlittert.
Aber keines seiner Bücher hat mich so wenig gefesselt, wie "The King of Torts". Während seine bisherigen Bücher regelrechte "Page-turner" waren, quäle ich mich durch dieses Buch schon seit mehreren Wochen - ich habe zwischendurch sogar zu anderen Lektüren gegriffen, was mir bei Grisham früher nicht passiert wäre.
Es gelingt Grisham nicht ansatzweise, eine spannende Handlung und den zugehörigen roten Faden zu spinnen.
Grisham, für mich bisher ein Garant für unterhaltsame (Gerichts-)Romane enttäuscht hier. Ich werde zukünftig genauer hinsehen, bevor ich einen Grisham kaufe.
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