Mich wundert der negative Anklang über diese DVD. Ein Mann begegnet seinem achtjährigen Kinder-Ich und kann es zunächst nicht ausstehen. Wer würde schon erfreut sein, dem achtjährigen Kind zu begegnen, das man früher einmal war? Unsere Kinder-Ichs hatten doch alle Ziele, die wir nie erreicht haben und Macken, die wir inzwischen zu verbergen wissen. Dieser Imageberater hat also gewaltig zu knacken, bis er sein früheres Ich akzeptieren kann, wie es ist (war): Zu sensibel, zu unentschlossn, zu traurig, zu hungrig und viel zu dick.
Der kleine Junge toleriert sein erwachsenes Alter-Ego leichter, obwohl es für ihn hart ist zu erfahren, dass er seine kindlichen Hoffnungen nicht verwirklichen wird "Ich bin 40, nicht verheiratet und habe keinen Hund!" Aber was soll danach vorhersehbar sein? Der Mann muss den Jungen loswerden, aber da das nicht mögich ist, tauchen beide in ihr gemeinsames achtes Lebensjahr ein. Weder dem Mann noch dem Jungen ist dabei klar, wo sie dort in der Kindheit suchen müssen, um das von beiden erlebte Trauma zu überwinden, und so vollziehen sie gemeinsam verschiedene Erfahrungen dieses 8. Lebensjahres, um zu einer (buchstäblichen!) Lösung zu finden.
Auch an Komik fehlt es durchaus nicht: "Das bin ich, im Alter von acht Jahren, und Sie sollen machen, dass er verschwindet!"
Hut ab vor dem Kinderdarsteller:
Reichlich fett und dennoch natürlich + unbekümmert in der vorgeschriebenen Rolle des kleinen pummligen Schreihalses. Ist es nicht leichter, einen jungen Helden zu spielen als ein ess-süchtiges Sensibelchen? Mich hat der Junge überzeugt. Die Schreiereien gehören zum Drehbuch. Wer war denn mit acht nie eine Nervensäge?
Mich hat es auch bewegt darüber nachzudenken, wie es sein würde, wenn ICH meinem achtjährigen Ich begegnen würde. Vorhersehbar? - Für mich überhaupt nicht!
Dieser Film ist empfehlenswert für alle, für die eine Movie auch mal ohne viele Wendungen und Umwege zum (erhofften) Ziel kommen darf - Entspannen und einfach wirken lassen!