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Produktinformation
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Wer noch an Werte wie Kooperationsbereitschaft, Fleiß oder gar Altruismus glaubt, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen und sich einer Dissertation über liebevolle Hamsterpflege oder ähnlichem zuwenden, davon hätten wir alle mehr, vor allem der Hamster. Die übrigen 6 Milliarden selbstsüchtigen Zyniker werden an The Joy of Work vielleicht Gefallen finden. So erfährt man im teilweise ausgesprochen witzigen Textteil, wie man seinen Chef in einen willenlosen Zombie-Sklaven verwandelt oder auf dem schnellsten Weg in eine irakische Gefängniszelle befördert.
Treffend wird der Alltag in den menschlichen Legebatterien namens Bürozellen beschrieben -- 17 Jahre Berufserfahrung in solchen Großraumbüros haben Scott Adams zum Kenner gemacht. Bosse werden in die Kategorien bösartig/harmlos und fähig/unfähig unterteilt. Aufgrund der verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten läßt sich laut Adams jeder "Boß-Typ" klassifizieren und entsprechend managen. Merke: Bösartigen Bossen gehe man am besten aus dem Weg, harmlose sollte man benutzen, um Arbeit zu vermeiden. Apropos Arbeitsvermeidung: Neben Tips für entspanntes Schlafen im Büro stellt Adams unzählige weitere Methoden zur effektiven Minimierung der Produktivität vor -- aber lassen Sie sich nicht erwischen!
Zynisch wird es, wenn die Strategien zum Kollegen-Mobbing angesprochen werden. "Eine ansteckende Krankheit ist noch lange kein Grund, der Arbeit fernzubleiben.[...] Solange Sie noch in der Lage sind, einigermaßen aufrecht zu gehen, können Sie sich genausogut ins Büro begeben und einer der wenigen legalen Methoden frönen, Ihren Mitmenschen mit voller Absicht körperliche Schäden zuzufügen." Sehr witzig -- genauso wie die absichtliche Erzeugung der unangenehmsten Büro-Geräusche per Computer, um die Kollegen zu quälen. Der Bürosadismus wird perfektioniert. So wie es schon seit langem Handbücher für Manager gibt, die beschreiben, wie man Mitarbeiter los wird, die nicht freiwillig gehen wollen, existiert nun auch ein Mobbing-Handbuch für Arbeitnehmer.
Gegen Ende des Buches referiert Adams ein wenig über seine Art des Humors und erzählt vom Umgang mit Kritikern. Insbesondere der letzte Teil, in dem eine Privatfehde mit dem Medienkritiker Norman Solomon aufgerollt wird, ist überflüssig, aber unterhaltsam.
Im Krieg zwischen Managern und Untergebenen, aber auch zwischen Mitarbeitern ist Scott Adams nicht der Schlichter, sondern der Waffenverkäufer. Ansätze konstruktiver Kritik fehlen völlig. In einem konsequenten Kulturpessimismus erklärt Adams den Egoismus implizit zur einzig gangbaren Lebensform -- die Utopien in The Joy of Work bestehen ausschließlich in neuesten technischen Gimmicks zur Arbeitsvermeidung (so zum Beispiel ein Bewegungsmelder, der bei Boß-Alarm das Computerspiel auf dem Monitor durch eine fingierte Tabellenkalkulation ersetzt).
Wie man die Fehler im System, die meist von höheren Managementebenen kommen, langfristig beheben könnte, interessiert den Autor nicht im geringsten -- er sucht nur nach teilweise durchaus ernstzunehmenden Möglichkeiten der individuellen Kompensierung. Exemplarisch verdeutlicht das Dilemma eine abgedruckte E-Mail. Beschrieben wird, wie ein zuvor inhaltlich kritisierter Revisionsbericht für den Geschäftsführer alleine aufgrund größerer Schrift und professioneller Bindung akzeptabel wurde. Nicht der Inhalt zählt, sondern die Optik. Aber anstatt das Problem der Inkompetenz auf Entscheidungsebene -- gerne auch in satirischer Form -- zu analysieren, beschränkt sich Adams auf seine teilweise zynischen Bürotips.
Was bleibt ist ein humorvolles Buch, teilweise Realsatire, dessen Ratschläge man nicht zu ernst nehmen sollte, wenn man seine Freunde behalten will. Die enthaltenen Dilbert-Comics sind den Kauf allemal wert, und wer sich an ein wenig Zynismus nicht stört, wird auch bei der Lektüre des Textteils des öfteren in unkontrollierte Lachkrämpfe ausbrechen. Schon alleine aufgrund des Wiedererkennungseffekts aus der Wirklichkeit. --Erik Möller
Scott Adams erklärt Ihnen wie Sie geschickt Ihre Arbeit umgehen und sich Ihren wichtigeren privaten Erledigungen widmen können. Auch tolle Tricks zum Mobbing finden Sie in diesem sehr flüssig und witzig geschriebenen Buch. Allerdings trifft die vermeindliche Satire sehr oft mit der Realität zusammen.
Als europäischer Leser ist es zwar manchmal schwer sich in die amerikanische Großraumbüroatmosphäre hineinzudenken, das mindert aber auf keinen Fall den Lesespaß. Auch die reiche Bebilderung mit Dilbert Cartoons macht das Buch zu einem meiner Lieblingsbücher.
Im letzten Teil gibt Scott Adams einen Einblick in "sein" Arbeitsleben (In Unterhosen vor dem Computer sitzen und Diät Cola schlürfen). Auch erklärt er dem Leser wie man mit Kritikern umzugehen hat und wie man sich gegen sie zu wehren hat.
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