The Jasmine Flower von Heather Nova ist genauso wie ihre Namensgeberin: betörend, klassisch, zeitlos, unaufdringlich und bezaubernd. Man muss sich Zeit nehmen, ein wenig Ruhe, um ganz in Heather Novas Musik einzutauchen. The Jasmine Flower ist sehr puristisch gehalten. Einige Stücke haben den Charme von Demo-Aufnahmen. Sie sind ungekünstelt, nicht geschliffen und mit den Ecken und Kanten, die man sich von der Sängerin so sehr gewünscht hat.
Heather Nova verlässt den Weg, den sie mit dem opulent produzierten Redbird eingeschlagen hat und folgt wieder den Spuren von storm und den first recordings.
Die Texte sind melancholischer, etwas bedrückender, geben auf der anderen Seite aber auch wieder Hoffnung.
Sehr schön und dezent ist die Instrumentierung eingesetzt. Lediglich Gitarre und ein paar Streicher wurden hinzugefügt, aber das reicht schon vollkommen aus. Konzentrieren soll man sich sowieso auf ihre einzigartige Stimme und auf die Texte.
Meine persönlichen Favoriten sind: ride, maybe tomorrow, out on a limb, every soldier is a mother´s son, out in new mexico, looking for the light, if i should die, say something und follow me in grace.
Jedem, der sich dieses Album zulegt, empfehle ich, es in absoluter Ruhe zu hören. Sich ein Stück weit fallen zu lassen. Man darf dabei nicht die heutzutage etwas überproduzierten Alben anderer Künstler im Ohr haben. Man muss sich auf den Ursprung einlassen. Manchmal ist ein Schritt zurück ein enormer Sprung nach vorne.
5 ehrliche Sterne für Heather Nova