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Im ersten Abschnitt, „Portrait of an invisible man“, beschreibt Auster seine Reaktionen, Emotionen und die veränderte Wahrnehmung seiner Umwelt nach dem Tod seines Vaters. Im zweiten Teil, „The book of memory“, wechselt Auster die Perspektive und sinniert über sich und das Verhältnis zu seinem Sohn.
Im Mittelpunkt des gesamten Buches steht jedoch die Frage, inwiefern Sprache fähig ist, eine externe Realität oder gar eine Wahrheit überhaupt darzustellen. So stellt Auster bereits zu Beginn fest, dass „the story I am trying to tell is somehow incompatible with language, that the degree to which it resits language is an exact measure of how closely I have come to saying something important, and that when the moment arrives for me to say the one truly important thing (assuming it exists), I will not be able to say it.” (32)
Sprache ist also ein ungenügendes Medium, um das Phänomen der menschlichen Existenz zu fassen. Je näher man sich ihm nähert, desto nutzloser wird Sprache, was wiederum bedeutet, dass das Schweigen eigentlich das beste Mittel ist, um möglichst viel über den Menschen auszusagen. Dass dies durchaus möglich ist, haben vor allem Beckett und Pinter bewiesen.
Doch was ist denn dann eigentlich Sprache, wenn nicht das Medium um auf eine externe Realität zu verweisen? „Language is not truth. It is the way we exist in the world.“ (161)
Sprache verweist also nicht auf eine metasprachliche Wahrheit, sondern nur auf sich selbst, sie beschreibt nicht, sondern sie erschafft erst die Welt, die sie zu erfassen vorgibt. Es gibt also gar keine externe Realität, sondern nur die Sprache selbst. Es gibt kein Bezeichnetes sondern nur ein Bezeichnendes oder um es mit Derrida zu sagen: „Il n’y a pas de hors text“. Dies ist das Fundament, auf dem Auster seine Romane baut.
Fazit: „Postmodern“, ein oft benutzter und fast nie erläuterter Begriff. „The invention of solitude“ ist auch heute noch der beste Weg sich dieser Weltanschauung anzunähern!
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