Wenn man von französischem Metal redet, fallen in der Regel drei Namen:
GOJIRA, BENIGHTED und NIGHTMARE.
Gelegentlich hört man dann auch Namen wie DAGOBA, PLEYMO oder DESTINITY,
die nicht unterschätzt werden sollten.
Letztere Band gibt es seit 1996, die auch mittlerweile schon fünf Alben
und eine DVD auf den Markt gebracht haben.
Während DESTINITY in Frankreich schon lange gehypt werden,
waren Sie bis jetzt in Deutschland nur als Underground-Tipp bekannt.
Aber das ändert sich nun schlagartig mit dem Labelwechsel
von ADIPOCERE RECORDS zu LIFEFORCE RECORDS
und dem neuen Album THE INSIDE.
Wer die fünf Jungs aus Lyon im Osten Frankreichs
noch von früheren Tagen her kennt weiß,
dass Ihre musikalische Ausrichtung mehr in Richtung Black Metal ging.
Das hat sich nun geändert, und das ist auch gut so! Bei THE INSIDE
erwartet Euch grooviger, druckvoller Melodic Death Metal
auf hohem technischem Niveau. Wenn man DESTINITY
in eine Schublade packen müsste,
wären dort auch Bands wie AT THE GATES oder HYPOCRISY.
Während Sänger MICK
sich mittlerweile ausschließlich um die Growls und Shouts kümmert,
übernimmt Schlagzeuger MORTEUS den Part des klaren Gesangs.
Auch Live schafft es MORTEUS seine Doublebass Attacken
mit dem Gesang zu performen, wie er das macht weiß keiner,
aber den Respekt jedes Konzertbesuchers ist Ihm damit sicher.
Das Riffing der beiden Gitaristen PONCH und DAVID ist sehr abwechslungsreich
und eingängig, Bassist DAVID schmelzt mit seinen brachialen Basseinlagen
alles perfekt zusammen.
Die Abwechslung macht THE INSIDE so interessant,
während einerseits fette Breakbeats die ballernden Passagen abwechseln,
löst im Refrain die cleanen Vocals das Shouting ab,
was äußert ansprechend umgesetzt ist. Die beiden Hits 'MURDER WITHIN'
und vor allem 'THINGS I WILL NEVER FEEL' treiben einfach nur nach vorne.
Die perfekte Mischung aus Death und Thrash mit technischen Raffinessen
gibt es in Songs wie 'MY SENSELESS THEORY'
oder 'INHUMAN CORROSIVE REPORT'.
Wem die beiden Songs immer noch zu modern sind,
besinnst sich dann auf dem oldschoolig anmutenden Song 'THE INSIDE'.
Auch die gut abgestimmten Synthies runden das Album ab,
wie zum Beispiel in 'ENEMY PROCESS'.
Beim ZABBADUSCHDER OPEN AIR 2008 bewiesen DESTINITY
dem Deutschen Publikum, dass Sie Ihre Songs auch Live so umsetzten,
wie Sie diese in den HANSEN STUDIOS aufgenommen haben.
Produziert wurde das ganze übrigens von niemand geringerem
als JACOB und MICHAEL HANSEN. Die Jungs verstehen Ihr Handwerk
und somit ist auch klar, dass jedes Detail perfekt aufeinander abgestimmt ist.
Alles in Allem haben DESTINITY mit THE INSIDE einen riesen Schritt
nach vorne gemacht. Sie haben den Absprung aus dem Underground
geschafft und sind nun weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Sie haben sich aus der Masse der neuen Generation aus Melodic Death
Bands heraus gehoben und liefern somit ein intelligentes,
druckvolles und abwechslungsreiches,
ohne dabei an Komplexität zu verlieren Album ab.
Frankreich ist nicht nur ein Land aus dem sehr gutes Essen
und hervorragender Wein kommt,
denn durch DESTINITY auch ein Land
aus dem auch weiterhin mit genialem Metal gerechnet werden muss.
Ich freue mich schon riesig auf das nächste Konzert!