"The Infernal City" ist definitiv ein gutes Buch und eine wundervolle Ergänzung für alle Fans der "Elder Scrolls"-Reihe, welche den Leser neben bereits bekannten Regionen (Kaiserstadt, Bravil, Vivec) auch durch fremdes Terrain (Black Marsh, Elsweyr) führt. Es ist dabei schon ein seltsames Gefühl von Orten zu lesen, die man "selbst besucht hat", und an Ereignisse erinnert zu werden, in denen man (im wahrsten Sinne der Worte) eine tragende Rolle gespielt hat... Und es ist genau das, was diesem Buch eine besondere Note verleiht und den Leser zu fesseln vermag. Da stellt sich schon so etwas wie Nostalgie ein wenn man über den Namen Martin Septim, die Daedra-Prinzen oder andere wohl bekannte Begriffe, Orte und Dinge stolpert - welche allerdings zu Stolpersteinen für alle werden, die sich mit Tamriel und Oblivion nicht auskennen; denn Erklärungen zu den angedeuteten historischen Geschehen und Hintergründen finden sich in diesem Buch keine. Wer also nicht weiß, dass "Mer" ein Wort für "Elf" ist, der wird bis zur letzten Seite über den Begriff rätseln und noch immer keine Antwort finden.
Ein gewisses Maß an Vorwissen wird gefordert - Und endlich erfährt man, was sich nach den Vorkommnissen in Cyrodiil und dem Opfer Martins ereignete. Vierzig Jahre sind inzwischen seit der Oblivion-Krise vergangen, der Wiederaufbau ist noch nicht einmal zum größeren Teil abgeschlossen; und doch droht der Welt bereits neues Unheil: Umbriel, eine fliegende Stadt, nähert sich vom Meer aus dem Ort Lilmoth in Black Marsh. Faszinierend fand ich dabei besonders die Beschreibung der argonischen Stadt und der Umgebung, welche man in der Spiel-Reihe leider noch nicht erkunden konnte. Neben der Haupthandlung, welche zum größten Teil in Umbriel spielt, wird der Leser zudem mit Ereignissen und Intrigen in der Hauptstadt Cyrodiils konfrontiert und lernt den Sohn des Kaisers kennen, welcher bald eine tragende Rolle in der Entwicklung der Ereignisse einnehmen wird.
Wie mein Vorredner allerdings bereits sagte liest man eher aus Interesse und Neugier weiter - Das Buch ist nicht langweilig, allerdings auch nicht so action- und spannungsgeladen wie ein Krimi oder ein guter Warhammer-Roman. Und es "schlabbert wie ein Telefonbuch" :).
Fazit: "The Infernal City" passt sich sehr gut in die Welt der Elder Scrolls ein, weckt Erinnerungen, erzählt einige Neuigkeiten und sorgt dadurch für ein solides Lese-Vergnügen. Das Ende des Buches schließt die Geschichte keinesfalls ab, man darf sich also auf ein zweites Werk freuen (welches ruhig etwas dicker sein darf als dieses).
Für Fans von Oblivion, Morrowind, Daggerfall und Arena - alle anderen sollten sich entweder das nötige Wissen aneignen oder dieses Buch auslassen.
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A fantastic tale, which shows the reader already known as well as still unknown regions of Tamriel. Forty years after the Oblivion crisis, order and rebuilt still not fully accomplished, a new foe threatens the world: Umbriel, a flying city waking the death in its shadow, feeding on souls. The book fits well in the world of The Elder Scrolls, waking interest and something quite like nostalgia, but builds largely on knowledge the reader should already have about the provinces, races, gods, historic events, terms and so on. It therefore is suited well for fans of the game Oblivion and the other parts of the Elder Scrolls. Other readers could be disappointed.