Produktinformation
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Stilistisch bewegt man sich irgendwo zwischen den Death-Metal-Eruptionen von Slipknot und brachialem Mittneunziger-Thrash der Marke Machine Head und Pantera. Allerdings lässt man sich nicht auf eine Songschablone festlegen und feuert zwischendurch auch immer wieder unterkühlte Cyber-Thrash-Salven à la Fear Factory ab. Einigen der zwölf Songs mangelt es zwar ein wenig an Höhepunkten, dafür trumpfen Chimaira beim abschließenden Track "Implements Of Destruction" aber groß auf. Das 13-minütige, instrumentale Monumentalwerk sprengt sämtliche Genre-Grenzen und klingt wie ein außer Kontrolle geratenes Raumschiff, das voll beladen mit Black-Sabbath-, Pantera- und Metallica-Riffs auf ein gewaltiges schwarzes Loch zudonnert. Well done! --Michael Rensen
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Und da haben die sechs Jungs aus Ohio wirklich was zu bieten. Brutal sägendes Riffing, das eine undurchdringliche Gitarrenwand bildet, die nur gelegentlich durch in der Geschwindigkeit variierte(!) Double Bass Attacken oder nur Bruchteile von Sekunden dauernde ruhigere Klampfpassagen durchbrochen wird. Über allem liegen allmächtig die bereits angesprochenen Vocals, die - obwohl kreischig - nicht besser zum Gesamtauftritt der Band passen könnten. Wunderschön rund und eingängig wurde das Ganze abgemischt vom Producer-Gott Colin Richardson höchstpersönlich, der bekanntlich Größen wie Fear Factory oder Machine Head schon den richtigen Brachialsound verpaßt hat.
Chimaira bestechen auf dieser Scheibe hauptsächlich durch ihren Gitarrensound und die vorwiegend im Midtempo-Bereich angesiedelten, rhytmusvorgebenden Drums. Die Stärke dieses Albums entfaltet sich auch eher zu Mitte der Durchlaufzeit. Songs wie Power Trip, Down Again, Pure Hatred und Crawl zeigen wo es im amerikanischen Mittelwesten musikalisch langgeht. Mir persönlich gefallen dabei besonders gut die leider viel zu wenig eingesetzten cleanen Gesangsparts, die der Single "Down Again" eine mystische Atmospähre verleihen, für die wohl früher Chris Spicuzza, das 6. Bandmitglied, verantwortlich war. Dessen elektronische Parts stehen bei The Impossibility of Reason aber komplett im Hintergrund. Wo andere Bands also mit rudimentären PC-Kenntnissen dem Hörer zu Leibe rücken, überzeugen Chimaira mit Gitarren und einem exzellenten Drumming, das Fear Factory Fans ganz besonders angesprechen sollte (so zu erleben auf dem Glanzstück dieser Platte, "Eyes of a Criminal").
Fazit: The Impossibility of Reason braucht einige Hördurchläufe, um richtig zu knallen. Geduld und Zeit sind also unabdingbare Voraussetzungen auf Seiten des Hörers, um dieses Machwerk in seiner Gänze schätzen zu lernen. Kleines Schmankerl auf der UK-Edition: der vom Freddy vs. Jason Soundtrack bekannte Song und Rhytmusoberknaller "Army of Me". Chimaira stellen durchaus ihre Eigenständigkeit unter Beweis und sollten daher nicht unnötigerweise mit anderen Bands gleichgesetzt werden. Ein Underground-Juwel.
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