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Auch das Wort "Genial" ist selbstverständlich mit Vorsicht zu genießen. Dennoch ist die Virtuose Spielart der Band einfach nicht von der Hand zu weisen.
Filigrane Drums, manchmal mit treibenden Double-Bass parts, dann wieder Tempo- und Taktwechsel, dass es einfach unmöglich scheint den weiteren Verlauf eines Liedes zu erahnen. Die fliegend trällernde Leadgitarre (sorry für diese blumige Umschreibung ^^) sorgt für eine unglaubliche Leichtigkeit. Die mal brachiale, mal dezente Rhythmus-Gitarre schafft den satten Basissound und spart nicht an Triolen und anderen musikalischen Spielereien wie zweistimmiges Zusammenspiel mit der Lead Gitarre, die aber keineswegs überladen oder fehl am Platze wirkt. Der abwechslungsreiche Bass garniert die Songs fernab von profaner Grundton-Begleitung. Die exzellente Stimme von Frontmann Dustin ist vollgeladen mit Emotionen und purer Energie in einem Spektrum von melodiösem Gesang bis gewaltigem Screaming.
Die Tracks unter der Lupe:
01. Kill Me Quickly: erst volles Tempo, dann langsamer, dennoch harter Tobak als Einleitung für's Album (8/10)
02. A Subtle Dagger: kurz und knapp, schöner Wechsel zwischen brachial und virtous, sehr gelungene Riffs (8/10)
03. See You In The Shallows: meiner Meinung nach das beste Lied des Albums. Brillianter Einstieg, brilliante Gitarren, sehr eingängig und melodiös, immer wieder interessant zu hören. (10/10)
04. Betrayal Is A Symptom: wieder ein Song der härteren Gangart, und trotzdem nicht simpel gestrickt, schönes "Takt-Gefrickel" gegen Ende (8/10)
05. Deadbolt: schön schnell und gute Tempowechsel, schöner low tempo part am Ende. Leider Abzüge für das Piano nach dem eigentlichen Lied, was nach ein paar Mal hören den Finger zur Skip-Taste führt. Dennoch (8/10)
06. In Years To Come: eines der besten Lieder des Albums, trotz des im Vergleich etwas langsameren Tempos voller Energie und harter Gitarren Riffs. (9/10)
07. The Red Death: stilistisch eher im Punk-Sektor anzusiedeln, ein nettes Solo gegen Ende und die Lead Gitarre macht aus dem sonst vielleicht etwas gewöhnlichen Lied trotzdem ein hervorragendes. (8/10)
08. A Living Dance Upon Dead Minds: ruhiger Anfang, ruhiges Ende. Das "ruhigste" Lied auf dem Album und toller Kontrast zu den anderen Songs. (8/10)
09. Where Idols Once Stood: zurück zur härteren Gangart. Brachiales Drum-Intro, perfekt gelungene Tempowechsel und fetteste Riffs. Einer meiner Favoriten. (10/10)
10. Trust: hebt sich schon etwas vom Rest ab. Balladen-Charakter mit schönem Screamo-Intermezzo. (9/10)
11. To Awake And Avenge The Dead: ziemlich punkig, gute Tempowechsel, interessante Lead-Gitarre, sehr guter Track. (9/10)
12. So Strange I Remember You: wunderschönes Gitarren-Intro, das nur wenig später in schnelle Drums und treibende Gitarren wechselt. Tolles Ende, dass sich vom Rest des Liedes abhebt. (10/10)
13. The Beltsville Crucible: fettes hi-speed Gitarren-Intro, bewusst minimalistische Drums, tolle Lead-Gitarre und ein Ende, bei dem man schon fast vergisst, wie der Anfang des Liedes klang. Grandioser Abschluss der CD. (9/10)
Sollte überhaupt noch jemand lesen... man kann alles, was ich bis dato geschrieben habe, in 3 Sätze fassen:
Ich habe selten interessantere und dennoch so eingängige Musik gehört. Jeder Freund schneller, harter, komplexer und doch so melodiöser Gitarren-Musik wird dieses Album bis zum Koma hören wollen. Auf jeden Fall kaufen!
Meine Favoriten:see you in the shallows,Deadbolt,to awake and avenge the dead,aber eigentlich sind es alle :)
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