Einleitung:
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Nun ja, habe mir das Album nun angehört und versuche, mit gemischten Gefühlen eine halbwegs objektive Rezension zu verfassen.
Bin auf Staind durch das Album "Break the Cycle" aufmerksam geworden (natürlich wegen "It's been awhile") und habs wochenlang rauf und runter gehört. Dem langsamen, düsteren Sound mit trotzdem deftigen Gitarreneinsatz und dem depressiven Gesang von Aaron Lewis konnte ich mich einfach nicht entziehen.
"14 Shades of Grey" war dann auch nicht übel, "Chapter V" ging aber schon relativ spurlos an mir vorüber.
Zum Album "The Illusion of Progress":
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Der Opener ließ mich hoffen, daß der "alte" Aaron Lewis wieder da ist, ebenso die 2. Nummer "The Way I am". Sehr gute Nummern im bekannten "Break the Cycle"-Stil.
"Believe" hat diese Hoffnungen schonungslos wieder zunichte gemacht. Meine erste Vermutung war, daß aus irgend einem Grund plötzlich ein Nickelback-Album läuft.
Nach der Kontrolle (es waren weiterhin Staind) der Gedanke "Nickelback haben einen Gastauftritt auf dem Album". Aber nein, es sind wirklich Staind, die das verbrochen haben.
Eine SO kommerzige, nickelbackige Ballade wäre wahrscheinlich selbst Nickelback peinlich...
Daß es auch anders geht sieht bzw. hört man bei "Pardon Me", ebenfalls ein langsames Stück, aber um Längen besser!
"The Corner" überrascht einen im Lauf des Liedes mit bluesigem Backgroundgesang, was dem Lied eine positive Wende gibt.
Über die übrigen Lieder kann ich nicht viel sagen, außer, daß sie mich eher unbeeindruckt zurücklassen. Durchwegs wird auf der Akustischen geklampft, ein Punkt, der mich an diesem Album stört, weil es dadurch einfach öde wird.
Nun ja, offensichtlich geht es dem Herrn Lewis seelisch wieder besser, denn von dem in der Einleitung beschriebenen Stil ist so gut wie nichts mehr zu spüren. Damals hat er es geschafft, damit wirklich Emotionen rüberzubringen.
Es hätte ja nicht genauso wie bei "Break the Cycle" sein müssen, wo man sich teilweise mit dem Abschleppseil in der Hand einen Baum suchen wollte.
Stimmlich hat ers noch immer drauf, aber ein bissl mehr Härte hätte es schon vertragen. Die Akustiknummern kann man empfehlen, sind teilweise besser als die regulären Lieder des Albums.
Für mich ist der Titel des Albums bezeichnend, denn genauso empfinde ich ihn: Als eine Illusion einer Weiterentwicklung
Der treue Fan wird das sicher verzeihen und dieses Album trotzdem kaufen, Freunde der härteren Gangart werden davon wohl enttäuscht sein.